Unternehmen

Italien fällt zurück in die Rezession

Lesezeit: 1 min
06.08.2014 12:51
Italien ist im zweiten Quartal zurück in die Rezession gerutscht. Das BIP sank um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Für Premier Renzi sind die Daten ein Rückschlag.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Italien ist im Frühjahr in die Rezession zurück gerutscht. Von April bis Juni sank das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Istat am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hingegen hatten mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet, nachdem die Wirtschaft bereits zu Jahresanfang um 0,1 Prozent geschrumpft war.

Für die Regierung von Matteo Renzi sind die Daten ein Rückschlag. Denn der Ministerpräsident wollte die nach Deutschland und Frankreich drittgrößte Volkswirtschaft nach einer der längsten Rezessionen seit Jahrzehnten wieder flottmachen. Renzi plant Reformen am Arbeitsmarkt und bei den Steuern.

Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan geht davon aus, dass Italien trotz der schwächeren Konjunktur keinen Nachtragshaushalt benötigt und die europäischen Vorgaben einhält. „Die Drei-Prozent-Grenze wird 2014 und 2015 nicht überschritten“, sagte Padoan der Zeitung Il Sole 24 Ore. Die offizielle Regierungsprognose für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr liegt bei 0,8 Prozent. Die Notenbank des Landes hatte allerdings jüngst ihre Schätzung auf 0,2 Prozent gesenkt.

Die angespannte wirtschaftliche Lage macht sich auch auf den Flughäfen Italiens bemerkbar: Aus Protest gegen den Jobabbau sind Alitalia-Mitarbeiter mitten in der Hauptreisezeit in einen Streik getreten. Wegen des Einstiegs der Fluglinie Etihad sollen rund 1.500 Angestellte ihre Arbeit verlieren.

Seit Sonntag starteten von Flughafen Rom daher mehr als 100 Flüge ohne Gepäck. In Palermo gab es ebenfalls massive Verzögerungen und Probleme bei dem Gepäck. Der römische Polizeichef drohte mit einer zwangsmäßigen Arbeitseinberufung berichtet die Presse.

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen DWN-Marktausblick: Attentat auf Donald Trump folgenlos – reguläre Wirtschaftsdaten bestimmen das Geschehen
15.07.2024

Auf den Anschlag auf US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump reagieren die Finanz- und Rohstoffmärkte gelassen. Inflationsdaten bleiben...

DWN
Finanzen
Finanzen Ehegattensplitting: Paus fordert das Ende, Lindner-Ressort widerspricht
15.07.2024

Mit der geplanten Reform der Steuerklassen bereitet die Bundesregierung laut Familienministerin Lisa Paus das Ende des Ehegattensplittings...

DWN
Politik
Politik Ulrich Schneider zum umstrittenen Bürgergeld: „Ohne Barmherzigkeit kann Solidarität sehr hart werden.“
15.07.2024

In der Öffentlichkeit wird über das Bürgergeld immer häufiger diskutiert. In Zeiten von Wirtschaftskrise und Aufrüstung erscheint es...

DWN
Politik
Politik Nach Trump-Attentat: Trump und Biden werben für Einheit
15.07.2024

Nach dem Attentat auf den Präsidentschaftsbewerber Donald Trump rufen sowohl der Republikaner als auch der demokratische Amtsinhaber Joe...

DWN
Panorama
Panorama Positive Bilanz der Sicherheitsbehörden nach der Fußball-EM
15.07.2024

Vor der Fußball-Europameisterschaft waren Bedenken bezüglich potenzieller Sicherheitsrisiken weit verbreitet. Nach Abschluss des Turniers...

DWN
Technologie
Technologie Start des größten Sanierungsprogramms seit Jahrzehnten: Deutsche Bahn startet Bauprogramm
15.07.2024

Die Fußball-Europameisterschaft ist zu Ende und bei der Deutschen Bahn beginnt das größte Sanierungsprogramm für die Infrastruktur seit...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Ausblick: Trump-Attentat als Unterstützung für die Märkte?
15.07.2024

Trotz EZB-Sitzung am Donnerstag richten Anlegerinnen und Anleger ihr Augenmerk in dieser Woche auf die Berichtssaison. Analysten erwarten...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Zeiterfassungssysteme: Guide zu Auswahl, Kosten und Effizienz
15.07.2024

In einer deutschlandweiten Unternehmergruppe auf Facebook ist eine hitzige Diskussion über Zeiterfassung und Zeiterfassungssysteme...