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„Unerwartetes Ergebnis“ : EdF muss Atomkraftwerke in Großbritannien abschalten

Lesezeit: 1 min
12.08.2014 00:06
In einem Reaktor in Großbritannien wurde bei Routine-Inspektionen ein defekter Kessel entdeckt. Der Betreiber, die staatliche französische EDF Energy, schaltet vorsorglich vier baugleiche Atomkraftwerke ab. Sie erzeugen rund zehn Prozent des gesamten britischen Stroms.

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Der französische Energiekonzern EdF Energy muss vier seiner Atomkraftwerke in schließen. Grund ist ein Defekt ein einer Kesselanlage, der während einer Routine-Inspektion entdeckt wurde.

Während eines geplanten Ausfalls soll ein „unerwartetes Ergebnis“ aufgetreten sein, so der Konzern. Betroffen ist das Kraftwerk in Heysham. Der Reaktor wurde zu Beginn des Jahres auf eine geringe Belastung zurückgefahren und vom betroffenen Teil des Kessels isoliert. Der defekte Kessel wurde weiter untersucht. Im Juni bestätigte sich den Mangel und der Reaktor wurde ganz abgeschaltet.

Es sei eine „konservative Entscheidung“, die drei baugleichen Reaktoren in Großbritannien ebenfalls abzuschalten, so EDF Energy in einer Pressemitteilung. Die Untersuchung der restlichen Atomkraftwerke werde mindestens acht Wochen dauern.

Die britische Tochtergesellschaft der staatlichen EDF besitzt und betreibt acht Atomkraftwerke im Land. Sie erzeugen mit rund 8,8 Millionen Kilowatt etwas mehr als zehn Prozent der britischen Gesamtstromerzeugungskapazität.

Die Stilllegung verdeutlicht, wie abhängig Großbritannien von jenen Atomkraftwerken ist, die kurz vor Ende ihrer Laufzeit stehen. Bis auf eine EDF-Anlage sollen alle bis spätestens Ende 2023 abgeschaltet werden. Der Energiekonzern bemüht sich allerdings um Laufzeitverlängerungen für die Atomkraftwerke, berichtet die FT.


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