Deutschland

Obama holt Google-Top-Managerin ins Weiße Haus

Lesezeit: 1 min
06.09.2014 00:23
Vom Silicon Valley nach Washington D.C.: Eine der Top-Managerinnen von Google wird Chef-Technikerin der USA. Datenschützer reagieren besorgt auf die Entscheidung: Sie fürchten, dass damit Insider-Wissen über Googles Daten direkt in die Hände der US-Regierung gelangt.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Barack Obama macht die Google-Managerin Megan Smith zur obersten Technischen Direktorin der USA (Chief Technology Officer, CTO). Die Aufgaben der 49-Jährigen sind das Entwerfen politische Strategien und Initiativen im IT-Bereich. Ihr Stellvertreter wird der Chef-Jurist von Twitter, Alexander Macgillivray.

Smith studierte Maschinenbau am MIT und ist derzeit Vizepräsidentin des super-geheimen „Google[X] research lab“. Dort war sie verantwortlich für die Projekte Wing (Drohnen) und Loon (Internet soll mittels Ballons nach Afrika gebracht werden). Sie organisierte auch die Firmenübernahmen, aus denen Google Earth und Maps. Zudem ist sie mitverantwortlich für den Google Think Tank Solve For X.

Datenschützer reagieren besorgt auf die Ernennung von Megan Smith: „Wir haben Bedenken, dass weitere Google-Mitarbeiter im Weißen Haus arbeiten“, so Jeffrey Chester, Geschäftsführer des Center for Digital Democracy. „Google hat kein ernsthaftes Interesse an Transparenz, Rechenschaftspflicht oder dem Schutz der Privatsphäre.“ Smith solle klarstellen, ob sie solche Praktiken unterstützt, „bevor sie den Schlüssel zum Weißen Haus erhält“, so Chester in der Washington Post.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..
Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Kampf gegen Inflation: Die EZB steuert auf eine neue Eurokrise zu

Die EZB ist in der Zwickmühle. Wenn sie die Inflation bekämpfen will, muss sie ihr Anleihekaufprogramm stoppen. Doch schon die bloße...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Bargeld-Verbot: Edward Snowden warnt vor „digitalem Finanz-Faschismus“

Ohne Bargeld wäre es Edgard Snowden niemals gelungen, zu fliehen – und die Welt über die Überwachungspraktiken der US-Geheimdienste zu...

DWN
Politik
Politik Kriegsgefahr: Kann China den USA Paroli bieten?

Wie schlagkräftig ist die chinesische Armee? Trotz gigantischem Rüstungsbudget ist die Antwort schwer einzuschätzen. Warum die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Die selbsterfüllende nächste Rezession – und ihre Parallelen zur „großen Depression“

Die Stimmungslage unter den Verbrauchern ist so niedrig wie noch nie. Ein Wirtschaftsabschwung ist nicht mehr aufzuhalten – es droht...

DWN
Technologie
Technologie US-Sanktionen kurbeln Chinas Chip-Industrie kräftig an

Die US-Sanktionen gegen China scheinen ihren Zweck zu verfehlen. Ex-Google-Chef Eric Schmidt warnt sogar: "Amerika steht kurz davor, den...

DWN
Deutschland
Deutschland Ostdeutschland könnte zur neuen Industrie-Hochburg der Bundesrepublik werden

Lange galten die neuen Bundesländer wirtschaftlich betrachtet als Sorgenkinder. Doch mit dem Einzug mehrerer Big Player der...

DWN
Finanzen
Finanzen Japans Notenbank droht Crash der globalen Finanzmärkte auszulösen

Namhafte Spekulanten wetten massiv auf einen Zinsanstieg in Japan, da die Notenbank keine andere Wahl zu haben scheint. Doch die globalen...

DWN
Deutschland
Deutschland Hilflos auf dem Weg in die nächste Flutkatastrophe

Mit dem Juli 2022 wird die Erinnerung an die Flutkatastrophe im Juli des vergangenen Jahres wach. Schon mehren sich die Anzeichen, dass...