Politik

Sudan: Demonstranten stürmen deutsche Botschaft

Lesezeit: 1 min
14.09.2012 16:54
Rund 5000 Deomstranten versammelten sich am Freitag vor der deutschen und der britischen Botschaft in der sudanesischen Hauptstadt Khartum. Die deutsche Botschaft sei bereits gestürmt worden, die Flagge angezündet und stattdessen eine islamistische Flagge gehisst worden. Ein Ende der Proteste in der arabischen Welt ist noch nicht in Sicht.
Sudan: Demonstranten stürmen deutsche Botschaft

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Proteste in der arabischen Welt trafen am Freitag auch die deutsche Botschaft im Sudan (alle Proteste auf einer Weltkarte - hier). Medienberichten zufolge hatten rund 5000 Menschen vor der deutschen und der britischen Botschaft gegen den Film, der den Propheten Mohammed beleidigen soll, demonstiert. „Die deutsche Botschaft in Khartum ist zurzeit Ziel von Attacken durch gewaltbereite Demonstranten“, so Außenminister Westerwelle. Einige Demonstranten hätten die Botschaft gestürmt. Die deutsche Flagge soll BBC zufolge heruntergerissen und angezündet worden sein. Stattdessen sei eine islamistische Flagge gehisst worden.

Auch in anderen Ländern kommt es weiterhin zu Unruhen. Im Libanon soll, so berichtet BBC, eine Person bei Protesten getötet worden sein. In Kairo seien fünf Menschen verletzt worden. Vor der US-Botschaft in Tunesien versucht derzeit die Polizei Demonstranten zurückzuhalten. Im Jemen werde ebenfalls Unruhen gemeldet. Die Wut der Bürger trifft derzeit offenbrar wahllos alle westlichen Vetretungen. Der besagte Film ist allerdings in den USA entstanden. Am Dienstag wurden in Libyen US-Botschafter Chris Stevens und weitere Diplomaten bei einem Angriff getötet.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Protest targets German embassy in Sudan von CNN_International

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Milliardengrab für den Westen: Die Ukraine ist zahlungsunfähig

Die Ratingagenturen S&P und Fitch haben die Ukraine als teilweise zahlungsunfähig herabgestuft. Den Gläubigern im Westen drohen...

DWN
Finanzen
Finanzen Der Kampf ums Bargeld entscheidet sich in Europa

Die Bargeldabschaffung bekommt immer stärkere Kraft und beschleunigt sich. Gute Nachrichten für das Bargeld sind rar. Von 100 Nachrichten...

DWN
Politik
Politik Nato-Deal: Schweden liefert ersten Mann an die Türkei aus

Im Gegenzug für den Nato-Beitritt von Schweden hatte die Türkei die Auslieferung einer Reihe von Personen gefordert. Nun will Stockholm...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energie-Krise: Russland erhöht Erdgas-Lieferungen an Ungarn

Ungarn hatte Russland um mehr Gas gebeten, um die Energieversorgung für den kommenden Winter sicherzustellen. Dieser Bitte kommt Gazprom...

DWN
Finanzen
Finanzen Die größten Vermögensverwalter der Welt setzen plötzlich auf Krypto

Die Vermögensverwalter Abrdn, BlackRock und Charles Schwab haben im August massive Geschäfte im Krypto-Sektor gestartet. Sie erwarten...

DWN
Finanzen
Finanzen George Soros: Big-Tech-Investment kam zum richtigen Zeitpunkt

Nachdem die Investmentfirma von George Soros ihre Beteiligungen an großen US-Technologiefirmen deutlich erhöhte, sind deren Aktienkurse...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Lithium: Engpässe und explodierende Preise beim Treiber der „Verkehrswende“

Lithium gilt als strategischer Rohstoff für Batterien und die Elektromobilität. Allerdings ist die Versorgung nicht gesichert, schon...

DWN
Deutschland
Deutschland Energie-Krise: Bäcker ächzen unter steigenden Kosten

Angesichts explodierender Energiekosten warnen die Bäcker in Deutschland vor einem teuren Herbst und fordern Unterstützung von der...