Deutschland

Merkel gegen Hollande: Reformen statt Bankenunion

Lesezeit: 1 min
18.09.2012 10:33
Kanzlerin Merkel will die Diskussionen über eine schnelle Einführung der Bankenaufsicht im Keim ersticken. Es sei unwahrscheinlich, dass im Januar eine „funktionsfähige Behörde“ dastehe. Das sei auch gar nicht das Ziel.
Merkel gegen Hollande: Reformen statt  Bankenunion

Mehr zum Thema:  
Europa >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Europa  

Aktuell: Spanien: Wichtige Rajoy-Verbündete tritt zurück

Bundeskanzlerin Merkel erklärte am Montag, die Einführung einer Bankenaufsicht werde nicht kurzfristig geschehen. Damit weist sie den Wunsch einiger Euro-Länder, darunter vor allem Frankreich und Spanien, zurück, die sich durch eine schnelle Einführung die Rekapitalisierung ihrer Banken mit dem ESM erhofft hatten. Die Gefahr sei, dass dadurch etwas entstehe, „was am Schluss wieder nicht funktioniert“, betonte sie.

„Es muss erst die Aufsicht da sein, erst die Durchgriffsmöglichkeit und dann die Kapitalisierung durch den ESM“, so Merkel. Diese Reihenfolge müsse „unabdingbar eingehalten werden“. Es dürfe nicht übereilt gehandelt werden. Wie Schäuble ist demnach auch sie der Meinung, dass „es relativ unwahrscheinlich ist, dass zum 1. Januar eine funktionsfähige Behörde dasteht, von der wir heute nicht einmal den Beschluss über den Bauplan haben.“

Mehr Themen:

Hohe Renten in Südeuropa gehen zu Lasten der Deutschen

Nigel Farage nennt Van Rompuy einen „feuchten Lappen“: 3.000 Euro Strafe

US-Investoren sehen Zerfall der politischen Union in Europa

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Europa >

DWN
Panorama
Panorama CO2-Speicherung: Norwegen wird europäisches Drehkreuz – Deutschland ändert seine Haltung
01.03.2024

Auf der norwegischen Insel Blomoyna entsteht Europas größtes Projekt zur CO2-Abscheidung. Auch Deutschland, als größter...

DWN
Unternehmen
Unternehmen ChatGPT-Firma OpenAI kooperiert mit Roboter-Entwickler
01.03.2024

Die Macher des Chatbots ChatGPT wollen ihre Software mit Künstlicher Intelligenz in humanoide Roboter bringen. Das befeuert auch die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft US-Magazin Bloomberg: „Deutschlands Tage als industrielle Supermacht sind gezählt“
29.02.2024

Das führende US-Wirtschaftsmagazin Bloomberg gibt eine niederschmetternde Prognose für die Zukunft Deutschlands ab: Deutschlands Tage als...

DWN
Politik
Politik Gefährdet Kanzler Scholz unsere Sicherheit? Experten kritisieren Aussagen zu Verbündeten scharf
29.02.2024

Bundeskanzler Olaf Scholz gerät auch bei Politikprofis mehr und mehr in die Kritik. Hat er mit seinem "Nein" zur Lieferung des Systems...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Aixtron-Aktie stürzt ab: 2024 weniger Wachstum erwartet - und nun?
29.02.2024

Die Aixtron-Aktie ist im Donnerstagshandel abgestürzt, zeitweise rutschte das Papier des Chipindustrie-Ausrüsters annähernd 20 Prozent...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Nachhaltigkeitspflicht ab 2024: Wie deutsche Firmen jetzt handeln müssen!
29.02.2024

Mit der Einführung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU im Jahr 2024 müssen große Konzerne ihre Bemühungen in...

DWN
Politik
Politik EU-Kommission genehmigt Freigabe von Milliarden-Geldern für Polen
29.02.2024

Geldsegen aus Brüssel: Die polnische Regierung erhält Milliardengelder. Die EU-Kommission stimmt zu, eingefrorene Gelder in...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Inflation in Deutschland auf dem Rückzug - wovor Experten jetzt warnen
29.02.2024

Die Kaufkraft der Deutschen steigt wieder, denn die Inflation in Deutschland schwächt sich weiter ab. Nach vorläufigen Daten des...