Nach Bitcoin-Crash: Cyber-Attacke auf Chinas Zentralbank

Eine DDos-Attacke gegen die Chinesische Volksbank wird als Vergeltung für das von ihr verhängte Bitcoin-Verbot gewertet. Nachdem die Zentralbank Überweisungen an die Bitcoin-Börsen Chinas verboten hatte, war der Kurs der Online-Währung massiv eingebrochen. Viele Investoren haben dabei viel Geld verloren.

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Innerhalb weniger Tage brach der Bitcoin-Kurs in China auf ein Drittel ein. (Grafik: BitcoinWisdom)

Innerhalb weniger Tage brach der Bitcoin-Kurs in China auf ein Drittel ein. (Grafik: BitcoinWisdom)

Am Mittwoch stürzte der Bitcoin-Kurs in China vorübergehend bis auf 2.011 Yuan () ab. Noch Anfang Dezember kostete ein Bitcoin 7.000 Yuan. Die chinesischen Behörden hatten die weltgrößte Bitcoin-Börse BTCChina darüber informiert, dass sie keine Zahlungen in Yuan von Bitcoin-Käufern mehr annehmen kann.

„Wir wurden von den Zahlungsdienstleistern darüber in Kenntnis gesetzt, dass sie unseren Kunden ab sofort nicht mehr die Möglichkeit einräumen werden, Einzahlungen in unsere Börse vorzunehmen“, sagte BTCChina-Mitgründer Bobby Lee der FT.

Nachdem diese Nachricht bekannt wurde, stürzte der Bitcoin-Kurs am Mittwoch bis auf 2.011 Yuan (239 Euro) ab. Noch am Montag lag der Kurs bei über 5.000 Yuan. Infolge des Crashs in China fielen auch die Kurse an der Bitcoin-Börse Mt.Gox auf 455 Dollar beziehungsweise 323 Euro. Die Preisunterschiede zwischen den verschieden Online-Börsen der Welt sind weiterhin enorm.

Der Bitcoin-Preis hatte sich in allen Währungen von Anfang Oktober bis Ende November verzehnfacht. Einer der Gründe dafür war die massive Nachfrage in China (mehr hier). Nun geht die Nachfrage in China wieder zurück, sodass die Kurse weltweit massiv einbrechen.

Ursache des Crashs ist das Bitcoin-Verbot durch die Chinesische Volksbank. Bei einem Treffen am Montag hatte die Zentralbank mindestens zehn chinesischen Zahlungsdienstleistern verboten, Geschäfte mit Bitcoin-Börsen abzuwickeln. Daraufhin war der Bitcoin bereits deutlich eingebrochen (hier).

Die chinesische Zentralbank sagte, der Handel mit Bitcoin sei weiterhin erlaubt. Doch aufgrund des Verbots für Zahlungsdienstleister ist es kaum noch möglich, die virtuelle Währung zu erwerben.

Wer bereits Geld bei der Online-Börse BTCChina hat, kann damit Bitcoin weiterhin erwerben, sagte Lee. Auch können die Kunden Geld von der Bitcoin-Börse überweisen lassen. „Sie sind auf der sicheren Seite.“ Allerding ist es nun nicht mehr möglich, Geld an BTCChina zu überweisen, um Bitcoin zu kaufen.

Bei der chinesischen Zentralbank, deren Verbot den Bitcoin-Crash ausgelöst hatte, gab es am Mittwoch eine Cyber-Attacke. In den chinesischen Medien werden Bitcoin-Investoren für den Angriff verantwortlich gemacht.

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