Börse: Dax schließt knapp im Plus

Seit gestern zeigt der Dax Schwäche und schlägt sich schlechter als die US-Indizes - vermutlich belastet die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Griechenland-Frage. Schlimmeres hat heute die Senkung des Mindestreservesatzes für Banken durch Chinas Notenbank verhindert. Aus den USA kommen schwache Konjunkturdaten, Preise fallen, Beschäftigung geht zurück - hier spiegelt sich der kollabierte Ölpreis, der seine Hausse heute erst einmal beendet hat.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic


Nach den jüngsten Kursgewinnen haben die europäischen Aktienanleger am Mittwoch einen Gang zurückgeschaltet. Der Dax schaffte im späten Handel zwar ein kleines Plus von 0,2 Prozent auf 10.911,32 Punkte - und damit den dritten Schlussrekord in Folge. Aber zum einen waren die Umsätze rückläufig, zum anderen blieb er auf Abstand zu seinem am Vortag aufgestellten Rekord von 10.984,69 Zählern. "Die Investoren wollen erst einmal die Ergebnisse der jetzt anlaufenden Verhandlungen Griechenlands mit den europäischen Geldgebern abwarten", erklärte Andreas Paciorek von CMC Markets. Der EuroStoxx50 schloss mit 3415,53 Punkten kaum verändert.

Mit Argusaugen verfolgten die Anleger weiter die Bemühungen zur Lösung des griechischen Schuldenstreits. Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis äußerte sich nach einer Begegnung mit EZB-Chef Mario Draghi zuversichtlich über einen baldigen Abschluss der Gespräche. Allerdings signalisierte die Bundesregierung Unnachgiebigkeit. Haupttreiber der Rally seit Jahresbeginn - der Dax hat seither rund elf Prozent gewonnen - ist die Entscheidung der EZB, ab März über den Kauf von Anleihen insgesamt mehr als eine Billion Euro in das Finanzsystem zu pumpen, um die Konjunktur anzukurbeln.

An der Wall Street tendierten die Kurse zum Handelsschluss in Europa uneinheitlich: Der Dow-Jones-Index lag 0,4 Prozent im Plus, während der S&P500 fast unverändert notierte. Die US-Konjunkturdaten waren gemischt ausgefallen: Während US-Firmen dem privaten Dienstleister ADP zufolge im Januar weniger Jobs als erwartet schufen, liefen die Geschäft bei den Dienstleistern besser als gedacht.

Unbenannt

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick