Technologie

Rom: Eine Million Italiener demonstriert gegen Regierung Renzi

Lesezeit: 1 min
25.10.2014 14:17
In Rom ist es am Samstag zu einem Massenprotest gegen die Pläne der Regierung Renzi gekommen. Renzi will den Kündigungsschutz lockern, um die Jugendarbeitslosigkeit einzudämmen.

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Demonstranten aus ganz Italien sind am Samstag in Rom zusammengeströmt, um gegen die Pläne der Regierung von Ministerpräsident Matteo Renzi für eine Arbeitsmarktreform zu protestieren. Mit Pfeifkonzerten und roten Fahnen der Gewerkschaft CGIL forderten sie statt der Reform die Schaffung neuer Jobs sowie Arbeitsplatzsicherheit. Die CGIL gab die Zahl der Teilnehmer mit einer Million Menschen an. Auch Mitglieder von Renzis Partei nahmen an dem Protestzug teil. Der Ministerpräsident selbst hielt sich in Florenz auf, wo er mit Parteifreunden über Jobs und Investitionen sprach.

"Wenn Renzi und seine Regierung ihre Antennen ausgefahren haben - und meist ist das der Fall - werden sie ein sehr starkes Signal empfangen, dass die Menschen in diesem Land, die arbeiten oder arbeiten wollen, nicht mit ihrer Politik einverstanden sind", sagte der Generalsekretär der Metallarbeitergewerkschaft Fiom, Maurizio Landini, Reuters TV. Die Gewerkschaften und der linke Flügel von Renzis Demokratischer Partei befürchten eine Lockerung des Kündigungsschutzes und die Preisgabe von Arbeitnehmerrechten. Zudem sind die Demonstranten verärgert über Sparmaßnahmen, mit deren Hilfe Italien die EU-Defizitregeln einhalten will. Renzis Gegner werfen ihm vor, er beschneide zwar die Arbeitnehmerrechte, tue aber nichts, um die zugrundeliegende Wirtschaftskrise anzugehen.

Renzi dagegen argumentiert, der Kündigungsschutz halte Firmen davon ab, neue Mitarbeiter einzustellen und trage damit zu der Wirtschaftsschwäche bei. EU-Vertreter haben Renzis Pläne begrüßt. Die Jugendarbeitslosigkeit in Italien hat mit 44,2 Prozent einen Rekordstand erreicht. Die CGIL vergleicht Renzi mit der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher, die in den 80er Jahren einen erbitterten Kampf gegen die Gewerkschaften ihres Landes durchgefochten hatte.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..



DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Finanzen
Finanzen Der „IMF Coin“ wird das weltweite Fiatgeld-System zerschlagen

Das Ende des Fiat-Geldsystems steht bevor. Digitale Zentralbankwährungen bedrohen angeblich den US-Dollar. Doch wahrscheinlicher ist, dass...

DWN
Deutschland
Deutschland Seit Beginn der Pandemie setzt die Bundesregierung auf Panikmache und „Schockwirkung“

Die Corona-Strategie der Bundesregierung sollte zu Beginn der Pandemie eine „Schockwirkung“ innerhalb der Bevölkerung erzielen. Doch...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Expansion in der Corona-Krise: BlackRock profitiert massiv von Öffnung des chinesischen Finanzsektors

China öffnet ausgerechnet in der Corona-Krise seinen Finanzsektor für ausländische Investoren. Der größte Profiteur der Öffnung ist...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Konkurrent Ethereum setzt seinen Höhenflug fort

Ethereum eilt von Allzeithoch zu Allzeithoch. Damit entkoppelte sich die Währung in den letzten Wochen vom restlichen Kryptomarkt, der...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Protokoll deutet mögliche Straffung der Geldpolitik an

Das Protokoll der letzten Zinssitzung der EZB deutet darauf hin, dass die umfangreichen PEPP-Anleihenkäufe im kommenden Monat...

DWN
Politik
Politik Peter Altmaier: Als junger Mann war ich „rappeldürr“

Peter Altmaier hatte vor wenigen Jahren tiefe Einblicke in sein bewegtes Leben gegeben. Essen in all seinen Genussfacetten spielt der...

DWN
Politik
Politik Impfung für Kinder? Sturm der Entrüstung gegen Spahn und Wieler, Portal sammelt innerhalb weniger Stunden hunderttausende Unterschriften

Gegen die Pläne von Gesundheitsminister Spahn und RKI-Chef Wieler, auch Kinder zu impfen, mobilisiert sich massiver Widerstand.

DWN
Deutschland
Deutschland Mittelstandsverband warnt vor Exportbeschränkungen bei Holz

Exportbeschränkungen für Holz sind aus Sicht des Mittelstandsverbands BVMW der falsche Weg. Denn die Konsequenzen wären fatal.