Politik

Russland: Zoll entdeckt 600 Tonnen Schmuggel-Fleisch aus EU-Staaten

Lesezeit: 1 min
01.11.2014 02:34
Russische Zollfahnder haben Hunderte Tonnen an Schmuggel-Fleisch aus der EU sichergestellt. Das Fleisch soll aus Deutschland, den Niederlanden, Polen und Belgien stammen. Im August hatte Russland ein Einfuhrverbot für europäische Agrar-Erzeugnisse verhängt.

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Russische Zollbeamte im Nordwesten des Landes haben vergangene Woche 600 Tonnen gefrorenes Fleisch aus der EU entdeckt. Das Fleisch sollte in Form von Tarnladungen nach Russland geschmuggelt werden und wurde unter anderem als Kaugummi deklariert, berichtet AFP.

In einer Mitteilung des russischen Landwirtschafts-Ministeriums heißt es:

„Während der Prüfung von 26 Kühlcontainern, deren Begleitdokumente die Inhalte als gefrorene Pilze, Fruchtgelees, Säfte oder Kaugummis deklarierten, haben die Zollbeamten Fleisch und Schweinespeck entdeckt, das aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Polen stammt.“

Russland hatte als Reaktion auf die Sanktionen der EU und der USA ein Einfuhrverbot für westliche Agrar-Erzeugnisse verhängt. Darunter fallen neben Obst und Gemüse auch Fleisch-, Fisch- und Molkerei-Produkte. Bis dato gingen rund zehn Prozent aller Agrarexporte der EU nach Russland. Insbesondere die Niederlande und Polen waren betroffen von den Sanktionen Russlands.

Russland will die Binnennachfrage nach Schweinefleisch vor allem durch Importe aus China decken. China war im vergangenen Jahr der größte Schweinefleisch-Produzent der Welt, meldet MeatPoultry.com. Das Land produzierte insgesamt 68 Millionen Tonnen Schweinefleisch, was 50 Prozent der Weltproduktion ausmacht. Des Weiteren soll der Import von Lebensmitteln aus Argentinien, Brasilien, Iran, Israel, Marokko, Paraguay, Türkei, Uruguay und ehemaligen Sowjetstaaten angekurbelt werden.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..



DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft EU-Kommission: Schulden-Regeln sollen weiter ausgesetzt bleiben

Die Stabilitätsregeln in der EU sollen nach Meinung der Kommission auf unbestimmte Zeit ausgesetzt bleiben.

DWN
Politik
Politik NZZ-Chef: "Die Zeit der liberalen Kreuzzüge ist vorbei."

Am Sonntag wurde dem Chefredakteur der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ), Eric Gujer, in der Frankfurter Paulskirche der Ludwig-Börne-Preis...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Ukraine: Getreide-Exporte im Mai weiter im Tiefflug

Seit Anfang Mai exportiert die Ukraine nur mehr rund ein Drittel des Getreides im Vergleich zum Mai 2021.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Scholz sucht im Senegal nach Gas - vom „Klimaschutz“ ist plötzlich keine Rede mehr

Die Bundesregierung sucht plötzlich händeringend nach Gas. Noch vor wenigen Monaten hatte Berlin die Afrikaner zur Abkehr von fossilen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Eine echte Bedrohung: Cyberkrieg gegen deutsche Mittelständler

Die deutschen Mittelständler sind vermehrt Ziel von Cyberattacken ohne sich dagegen erfolgreich wehren zu können.

DWN
Politik
Politik Gegen China: USA forcieren „drastische“ Aufrüstung Japans

Washington forciert die - bislang untersagte - Aufrüstung Japans. Eine neue Wirtschaftsinitiative soll zudem zur Eindämmung Chinas...

DWN
Politik
Politik Habeck in Davos: Ungarn soll sich bei Öl-Embargo nicht zurücklehnen

"Wir sehen das Schlechteste von Europa", schmähte Habeck in einer Diskussionsrunde beim Weltwirtschaftsforum in Davos.