Unternehmen

Euro-Zone: Rückgang bei Umsatz im Einzelhandel

Lesezeit: 1 min
16.11.2014 01:05
Das Europäische Statistikamt meldet, dass der Umsatz des europäischen Einzelhandels im September zurückgegangen ist. Die Einnahmen fielen 1,3 Prozent niedriger aus als im Vormonat.
Euro-Zone: Rückgang bei Umsatz im Einzelhandel

Mehr zum Thema:  
Europa >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Europa  

Die Einzelhändler in der Euro-Zone haben im September überraschend deutlich an Umsatz verloren. Die Einnahmen fielen 1,3 Prozent niedriger aus als im Vormonat, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang um 0,8 Prozent gerechnet, nachdem es im August noch ein Wachstum von 0,9 Prozent gegeben hatte.

Der schwache Einzelhandel ist ein weiteres Indiz für eine anhaltende Flaute in der Währungsunion. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im dritten Quartal lediglich um 0,1 Prozent gewachsen sein, sagen Ökonomen voraus. Eurostat veröffentlicht eine erste Schätzung dazu am 14. November.

Doch in den USA können die Einzelhändler zufrieden sein. Sie haben im Oktober mehr Umsatz gemacht. Die Einnahmen stiegen um 0,3 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet, nachdem die Erlöse im September um 0,3 Prozent geschrumpft waren. Ohne Benzin- und Autoverkäufe zog der Umsatz sogar um 0,6 Prozent an. Wegen sinkender Ölpreise müssen Autofahrer derzeit deutlich weniger an den Zapfsäulen ausgeben.

„Die Indikation für den Konsum ist freundlich“, sagte Helaba-Experte Ralf Umlauf. Der Einzelhandel macht etwa 30 Prozent des privaten Konsums in den USA aus. Dieser wiederum steht für rund 70 Prozent der US-Wirtschaftsleistung und gilt als zuverlässiges Stimmungsbarometer für die gesamte Konjunktur.

 


Mehr zum Thema:  
Europa >

DWN
Finanzen
Finanzen Günstiger Urlaub? Versteckte Kosten, die Sie unbedingt im Blick haben sollen!
18.05.2024

Sie haben Ihren Sommerurlaub bestimmt schon geplant und freuen sich darauf, eine schöne Zeit am Strand zu verbringen und sich zu...

DWN
Finanzen
Finanzen Schulden-Restrukturierung: Ukraine braucht weitere Zugeständnisse von internationalen Investoren
18.05.2024

Die Ukraine will möglichst schnell ihre Finanzierung über den Kapitalmarkt neu aufstellen. Es geht um bereits am Markt platzierte...

DWN
Politik
Politik Für immer beschützt von Uncle Sam? Warum Europa nicht mehr auf die Hilfe der USA zählen sollte
18.05.2024

Sinkt das Interesse der USA an Europa? Für Jahrzehnte galt es als gesichert, dass die Vereinigten Staaten von Amerika Westeuropa vor...

DWN
Panorama
Panorama Studie: Klimawandel führt zu weniger Ertrag und Qualität bei Reis
18.05.2024

Japanische Forscher wollten herausfinden, wie sich der Klimawandel auf die Reisernte auswirkt. Dafür haben sie mehrere Szenarien...

DWN
Unternehmen
Unternehmen DWN-Kommentar: 4-Tage-Woche und Work-Life-Balance - das ist doch ein unternehmerischer Alptraum!
17.05.2024

Liebe Leserinnen und Leser, jede Woche gibt es ein Thema, das uns in der DWN-Redaktion besonders beschäftigt und das wir oft auch...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft E-Autos: Zölle gegen China – sollte die EU jetzt den USA nacheifern?
17.05.2024

Nachdem die USA die Zölle auf chinesische Elektroautos drastisch angehoben haben, steht nun die EU vor der Frage, ob sie es dem großen...

DWN
Panorama
Panorama Gesundheitsminister präsentiert neuen Bundes-Klinik-Atlas für Deutschland
17.05.2024

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wird am Freitag den "Bundes-Klinik-Atlas" vorstellen, ein staatliches Vergleichsportal, das...

DWN
Politik
Politik 13 Außenminister alarmiert: Rafah droht laut einem Pressebericht ein Großangriff
17.05.2024

13 Außenminister haben Israel in einem Brief vor einer umfassenden Militäroffensive in Rafah im südlichen Gazastreifen gewarnt und mehr...