Finanzen

Börse: Dax schließt 3,4 Prozent im Plus

Lesezeit: 1 min
08.01.2015 18:40
Die Fed scheint zu begreifen, dass sie die Zinsen 2015 nicht anheben kann. Fed-Mitglied Evans fürchtet sogar katastrophale Konsequenzen eines solchen Schritts. Der Dax verzeichnet dafür den größten Tagesgewinn seit August 2012.
Börse: Dax schließt 3,4 Prozent im Plus

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

In Erwartung einer längerfristig lockeren Geldpolitik der großen Notenbanken haben Anleger am Donnerstag bei Aktien zugegriffen. Aus dem Protokoll der jüngsten Fed-Ratssitzung schlossen sie, dass sich die US-Notenbank mit ihrer geplanten Zinserhöhung Zeit lassen wird. In Europa rechneten sie zudem mit weiteren Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) und drückten damit den Euro auf den tiefsten Stand seit Dezember 2005.

Die Gemeinschaftswährung verbilligte sich zeitweise auf 1,1753 Dollar. Der Dax verabschiedete sich mit einem Plus von 3,4 Prozent bei 9837,61 Punkten in den Feierabend. Das ist der größte Tagesgewinn seit August 2012. Gleiches galt für den EuroStoxx50, der 3,6 Prozent auf 3136,15 Zähler gewann. An der Wall Street legten Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 jeweils etwa 1,7 Prozent zu.

HSBC-Devisenexperte Daragh Maher begründete die Erwartung einer behutsamen Straffung der US-Geldpolitik unter anderem mit den verhaltenen Fed-Aussagen zum Einfluss der aktuellen Dollar-Aufwertung auf die heimische Konjunktur. "Offenbar werden die Zentralbanker einen starken Dollar tolerieren." Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen wie Euro oder Yen widerspiegelt, markierte am Donnerstag mit 92,528 Punkten ein Neun-Jahres-Hoch.

Gleichzeitig stieg nach den Inflationsdaten vom Vortag der Druck auf die EZB, mit Hilfe breit angelegter Wertpapierkäufe der heimischen Konjunktur unter die Arme zu greifen und die drohende Deflation, eine Spirale fallender Preise und rückläufiger Investitionen, zu verhindern. Die Währungshüter würden voraussichtlich schon bei ihrer Ratssitzung am 22. Januar das sogenannte Quantitative Easing (QE) beschließen, schrieben die Analysten der Essener National-Bank in einem Kommentar. Der Bund-Future, der am Vortag wegen dieser Spekulationen auf ein Rekordhoch von 157,26 Punkte gestiegen war, bröckelte auf 156,31 Zähler ab.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Monetärer „Reset“: Warum der Goldstandard das Fiat-Geldsystem ersetzen muss

Das aktuelle Fiat-Geldsystem ist durchsät von finanziellen Verzerrungen und Schulden. Dieses System ist eigentlich am Ende. Der Übergang...

DWN
Technologie
Technologie Edward Snowden: Die Lockdowns machen Geheimdienste und Konzerne noch mächtiger

Die weltweiten Lockdowns sind die Fortsetzung einer Entwicklung, die der frühere NSA-Mitarbeiter Edward Snowden seit langem kritisiert:...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Wirtschaft kritisiert Lockdown-Verlängerung: Einzelhandel und Gastgewerbe werden im Regen stehen gelassen

Wirtschaftsverbände kritisieren die neuesten Beschlüsse der Bundesregierung als Nackenschlag für deutsche Firmen - insbesondere für...

DWN
Deutschland
Deutschland Ergebnisse des Corona-Gipfels sind eine „Katastrophe“ für den Einzelhandel

Die Ergebnisse des Corona-Gipfels sind nach Einschätzung des Handelsverbands HDE eine „Katastrophe“ für den Einzelhandel.

DWN
Finanzen
Finanzen Wenn sich die Börse überhitzt, bringt Gold Sicherheit ins Portfolio

Die Daten zeigen es: Wenn es an der Börse stark bergab geht, dann haben in der Vergangenheit jene Investoren gut abgeschnitten, die...

DWN
Finanzen
Finanzen Es rollt eine Lawine von faulen Krediten auf die EU-Banken zu

Die EU bestätigt, dass nach der Pandemie eine große Welle von Insolvenzen zu zahlreichen faulen Krediten führen wird.

DWN
Politik
Politik Türkei: Erneuter Absturz mit Eurocopter, zehn Soldaten und ein Top-General tot

Bei einem Absturz mit einem Hubschrauber der französischen Klasse Eurocopter AS532 Cougar sind in der Türkei elf Militärs ums Leben...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Herzogin Meghan nennt britisches Königshaus „die Firma“

Herzogin Meghan hat das britische Königshaus im Streit als „Firma“ bezeichnet. Diese Einschätzung ist zutreffend, die Krone ist...