Finanzen

Börse: Dax schließt über 10.700 Zählern

Lesezeit: 1 min
28.01.2015 18:44
Die Märkte starren auf die Fed: Wird sie auf Dollar-Stärke und den Ölpreis Bezug nehmen - und damit signalisieren, dass sie doch nicht so schnell die Zinsen anheben wird? Die westlichen Märkte sind noch unbeeindruckt vom Crash in Athen: Hier erleiden Banken den größten Tagesverlust der Geschichte - und antizipieren damit, dass es ungemütlich wird im Verhältnis Griechenlands mit der Eurozone.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Der Kurswechsel Griechenlands in der Schuldenpolitik hat am Mittwoch die europäischen Finanzwerte belastet. Der EuroStoxx50 fiel um 0,4 Prozent auf 3358,96 Punkte. Ministerpräsident Alexis Tsipras kündigte unter anderem den Stopp von Privatisierungen und die Wiedereinstellung entlassener Beamter an. Panikverkäufe drückten die Börse in Athen um 9,2 Prozent auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief von 711,13 Punkten. Die Rendite der zehnjährigen griechischen Staatsanleihen kletterte in Richtung elf Prozent. Der Kauflaune der Dax -Anleger schadete das weniger: Der deutsche Leitindex legte 0,8 Prozent auf 10.710,97 Zähler zu. Offenbar nutzten viel Anleger nach den Verlusten des Vortags das niedrigere Kursniveau zum Einstieg. Auch der Londoner Leitindex schloss leicht im Plus.

Mit Spannung warteten viele Anleger auch auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed gegen 20.00 MEZ - nach Börsenschluss in Europa. Bislang war erwartet worden, dass die Notenbanker im Sommer erstmals seit der Finanzkrise an der Zinsschraube drehen werden. Doch nach enttäuschenden Konjunkturdaten halten einige eine Verschiebung der Zinserhöhung für möglich. „Das könnte die Fed heute Abend signalisieren“, sagte ein Händler.

An der Wall Street kamen Dow-Jones - und S&P500 bis zum europäischen Handelsschluss kaum vom Fleck. Auch der Nasdaq-Composite konnte von der Begeisterung der Anleger über das Rekordergebnis von Apple kaum profitieren. Die Apple-Titel schossen um bis zu 8,2 Prozent in die Höhe. Der iPhone-Hersteller hatte mit 18 Milliarden Dollar so viel verdient wie noch nie ein Unternehmen zuvor in einem Quartal. Die Aktien von Boeing legten nach der Vorlage von Geschäftszahlen bis zu 5,4 Prozent zu, womit sie die Dow-Gewinnerliste anführten.

Spitzenreiter im Dax waren mit einem Gewinn von 7,6 Prozent auf 42,10 Euro die Aktien von Lanxess. Der Chemiekonzern hatte seine eigenen Prognosen übertroffen. In Erwartung eines Gewinnanstiegs im ersten Geschäftsquartal griffen die Anleger bei Infineon zu: Die Titel legten 3,1 Prozent zu. Infineon lässt sich am Donnerstag in die Bücher schauen. Gesucht waren auch ThyssenKrupp, die um 2,3 Prozent zulegten. US-Steel hatte überraschend gute Quartalszahlen vorgelegt und stiegen in New York um bis zu 15 Prozent gewannen. Dies schob auch die im MDax gelisteten Aktien von Salzgitter um 3,6 Prozent in die Höhe.


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Deutsche Bank erleidet massiven Gewinneinbruch
24.07.2024

Die Erfolgssträhne der Deutschen Bank ist gerissen. Deutschlands größtes Geldhaus musste im zweiten Quartal einen satten Gewinnrückgang...

DWN
Finanzen
Finanzen Neue Steuerklassen und Freibeträge: Was sich ändert
24.07.2024

Das Bundeskabinett will mehrere Entlastungen bei der Einkommensteuer auf den Weg bringen und berät das zweite Jahressteuergesetzes von...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russland öffnet den Bankenmarkt: Strenge Regeln und neue Chancen – aber nicht für alle!
24.07.2024

Russland plant eine drastische Marktöffnung für ausländische Banken, die sich auf strenge Regeln und hohe Anforderungen stützt. Trotz...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienkrise: Zwangsversteigerungen in Deutschland nehmen deutlich zu
24.07.2024

Hohe Zinsen, mehr Insolvenzen und eine schwache Wirtschaftskonjunktur – die Zahl der Zwangsversteigerungen steigt in Deutschland um acht...

DWN
Politik
Politik Ukrainischer Außenminister Kuleba besucht China - warum eigentlich?
24.07.2024

China verhält sich im Krieg zwischen Russland und der Ukraine nach eigenen Angaben neutral. Tatsächlich stehen sich Chinas...

DWN
Panorama
Panorama Keine Impfung mehr ohne mRNA? Der DWN-Faktencheck
24.07.2024

Um die mRNA-Impfung ranken sich viele Falschbehauptungen. Wieder einmal zeigt sich - man sollte nicht alles glauben, was im Internet gesagt...

DWN
Finanzen
Finanzen Aktienmarkt: DAX mit neuem Schwung dank SAP-Rekordhoch
23.07.2024

Die starke Leistung von SAP hat dem DAX am Dienstag zu einer fortgesetzten Erholung verholfen. Die Aktie des Software-Herstellers erreichte...

DWN
Technologie
Technologie Öl-Streit zwischen Ungarn und Slowakei mit der Ukraine eskaliert
23.07.2024

Neue Sanktionen der Ukraine gegen den russischen Ölkonzern Lukoil sorgen für Ärger in der EU. Die Europäische Kommission teilte in...