Griechenland: Photovoltaik-Branche droht der Kollaps

 

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05.10.2012 22:22
Erneuerbare Energien könnten in Griechenland zum Mega-Flop werden. Seit Monaten haben die Unternehmen zugesagte Förderungen nicht erhalten. Das gesamte Geschäft ist kreditfinanziert. Nun führt die Regierung eine „Sonderabgabe“ ein, die das Überleben der Photovoltaik gänzlich gefährdet.
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Die griechische Regierung plant, bereits bestehende Photovoltaik-Betreiber mit einer Sonderabgabe zu besteuern. Der Staatssekretär des Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimawandel erklärte Reuters, die Höhe dieser außerordentlichen Abgabe werde so ausfallen, dass die Rentabilität der Anlagen weiterhin bestehen bleibe.

Dabei stößt die griechische Regierung mit ihren neuen Plänen auf großen Widerstand. Als Reaktion auf die Ankündigung dieser außerordentlichen Abgabe drohte beispielsweise der Panhellenische Verband der Photovoltaik-Investoren, dass er mit allen rechtlichen Mitteln auf EU-Ebene versuchen werde, dagegen vorzugehen. Dies berichtet der Griechenland-Blog.

Der Verband der Erzeuger von Energie durch Photovoltaik unterstellte dem Ministerium, dass durch diese Sonderabgabe auf Photovoltaik beim staatlichen Netzverwalter Lagie mit zweierlei Maß gemessen werden. Da die fossilen Energie-Erzeuger nicht in die Pläne der Regierung mit einbezogen werden. Daher fordert der Verband, dass die Sonderabgabe zu Lasten aller Energiequellen erfolgen sollte. Da die Erneuerbaren Energiequellen bereits durch einen Zahlungsstopp belastet werden, würde eine gerechte Verteilung der Sonderabgabe nicht noch zusätzlich die Marktbedingungen der Erneuerbaren Energien erschweren. Immerhin warten die Erzeuger der Erneuerbaren Energie seit fünf Monaten auf Zahlungen seitens der Regierung, während die Kreditverträge weiterlaufen. Allein dadurch seien bereits etliche Projekte gefährdet.

Darüber hinaus fordert der Verband der Erzeuger von Energie durch Photovoltaik umfangreiche politische Reformen, um das Überleben der Branche und gleichzeitig das von tausenden damit verbundenen Arbeitsplätzen zu sichern. So soll etwa die nationale Zielvorgabe für 2020 von Photovoltaik-Anlagen aus dem Jahr 2010 neu bestimmt werden. Ebenso wollen die Betreiber von Erneuerbaren Energieanlagen die Regierung durch eine geforderte Bürgschaft dazu bringen, auch ihre bisherigen Angaben bezüglich der Einspeisung in die Netze zu korrigieren, die bis dato auf eine Netzsättigung hindeuten.


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