Gemischtes

Volkswagen fährt Produktion in Russland zurück

Lesezeit: 1 min
23.03.2015 13:50
Volkswagen drosselt die lokale Produktion in seinem Werk im russischen Kaluga. Im Februar brach der Automarkt in Russland um 40 Prozent ein. Auch für die nächsten Monate erwarte man keine Verbesserungen, so der Autobauer.
Volkswagen fährt Produktion in Russland zurück

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Volkswagen reagiert auf den Einbruch auf dem russischen Automarkt und drosselt die lokale Produktion in seinem Werk im russischen Kaluga. Wie ein Sprecher am Montag auf Nachfrage mitteilte, soll von April bis Juli an 17 Freitagen nicht gearbeitet werden. Außerdem stehen in der ersten Mai-Hälfte an acht weiteren Tagen die Bänder still und die Fabrik wechselt von da an vom Drei- in den Zweischicht-Betrieb. Man sehe in den nächsten Monaten keine Verbesserung der Rahmenbedingungen, hieß es.

Im Februar war der russische Automarkt um fast 40 Prozent eingebrochen. Der niedrige Ölpreis und die westlichen Sanktionen infolge der Ukraine-Krise haben die russische Wirtschaft schwer getroffen und den Rubel-Kurs auf Talfahrt geschickt. Mehrere Autobauer hatten deswegen bereits reagiert: General Motors zieht seine Tochter Opel zum Jahresende aus Russland ab. Im Nissan-Werk in St. Petersburg stehen derzeit bis Monatsende die Bänder still.

Volkswagen betonte, Russland bleibe für den Konzern ein Markt mit langfristigen Wachstumsperspektiven. Doch die aktuelle Krise trifft die Wolfsburger hart: Laut Betriebsratschef kostet sie VW «dreistellige Millionenbeträge». Der Konzern hatte 2006 eine Fabrik in Kaluga gebaut, knapp 200 Kilometer südwestlich von Moskau, und für den einstigen Hoffnungsmarkt laut früheren Plänen bis 2018 gut eine Milliarde Euro Investitionen eingeplant.

 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Politik
Politik Genug ist genug: Wider den Antisemitismus auf Deutschlands Straßen

Schon wieder hat es die Politik verpasst, jüdische Gotteshäuser rechtzeitig zu sichern. Attacken auf Synagogen, Hassparolen bei...

DWN
Technologie
Technologie 50 Gigawatt stehen zur Disposition: Geplante Stilllegung von Kraftwerken gefährdet Deutschlands Stromversorgung

Die Regierung plant die Stilllegung von Atom- und Kohlekraftwerken - woher der dann fehlende Strom kommen soll, weiß niemand.

DWN
Politik
Politik Le Pen und das Militär gegen das Establishment: Frankreichs Kulturkampf spitzt sich zu

Die verfeindeten Seiten stehen sich unversöhnlich gegenüber. Doch im Grunde genommen kämpft jeder gegen jeden - die französische...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Konkurrent Ethereum setzt seinen Höhenflug fort

Ethereum eilt von Allzeithoch zu Allzeithoch. Damit entkoppelte sich die Währung in den letzten Wochen vom restlichen Kryptomarkt, der...

DWN
Politik
Politik Indien: Von Gebirgen geschützt, auf dem Meer herausgefordert

In Folge vierzehn der großen geopolitischen DWN-Serie befasst sich Moritz Enders heute mit Indien. An wohl keinem anderen Beispiel lässt...

DWN
Finanzen
Finanzen Warum die Kritik an den Zentralbanken scheinheilig ist

Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten sind in einer Reihe von Artikeln sehr kritisch mit den Zentralbanken umgegangen. Jetzt nimmt DWN-Autor...

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeldabschaffung nimmt immer konkretere Formen an: Nach neuem EU-Vorschlag drohen Verhältnisse wie in Schweden

DWN-Gastautor Hansjörg Stützle analysiert, wie die Abschaffung des Bargelds schrittweise voranschreitet. Zum Schluss zeigt er auf, wie...

DWN
Technologie
Technologie Biotreibstoff-Verband: Klima-Kritik an Grünem Diesel ist Unfug!

Verbraucherorganisationen behaupteten, dass der Grüne Diesel schädlicher als der Treibstoff aus Erdöl sei. Im exklusiven Interview mit...