Deutschland

Festnetz-Leitungen: Deutsche Telekom darf Preise für Konkurrenten erhöhen

Lesezeit: 1 min
01.06.2015 11:32
Die Bundesnetzagentur will der Deutschen Telekom die Möglichkeit geben, die Festnetzleitungs-Preise für Konkurrenten wie Vodafone und Telefonica zu erhöhen. Entsprechende Vorschläge hat die Agentur den Aufsichtsbehörden in Brüssel vorgelegt.
Festnetz-Leitungen: Deutsche Telekom darf Preise für Konkurrenten erhöhen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Bundesnetzagentur will der Deutschen Telekom bei den Preisen für Leitungen, die sie an Konkurrenten vermietet, mehr Freiheiten geben. Entsprechende Vorschläge habe die deutsche Behörde vor kurzem den Aufsichtsbehörden in Brüssel vorgelegt, sagte ein Sprecher am Montag auf Nachfrage. Er bestätigte damit einen Bericht der FAZ. Die Aufsichtsbehörden in Brüssel können zu der geplanten Neuregelung Stellung nehmen.

Insgesamt gehe es um Ballungsräume mit zusammen rund 4,5 Millionen Einwohnern, darunter große Teile des Ruhrgebiets. Für die Nutzung von Festnetz-Leitungen durch Wettbewerber wie Vodafone und Telefonica Deutschland soll der Dax-Konzern dort künftig die Preise teilweise frei aushandeln dürfen. Die Großstädte Berlin, Hamburg und München zählten jedoch nicht dazu.

Bei den Plänen handele es sich um eine „vorsichtige“ Lockerung in einem eng definierten Marktsegment, betonte der Sprecher. Es gehe um ein Vorleistungsprodukt namens „Bitstrom-Zugang“ auf der technischen Ebene, nicht um den Endanschluss beim Teilnehmer. Grund für die weniger straffen Zügel in einzelnen Regionen sei die harte Konkurrenz in dicht besiedelten Gebieten durch Kabelnetzbetreiber und Stadtnetzbetreiber mit eigenen Glasfasernetzen. Die Telekom solle dort mehr Freiheiten bekommen, wo ihr Marktanteil bei schnellen Internetanschlüssen unter 40 Prozent liegt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Milliardengrab für den Westen: Die Ukraine ist zahlungsunfähig

Die Ratingagenturen S&P und Fitch haben die Ukraine als teilweise zahlungsunfähig herabgestuft. Den Gläubigern im Westen drohen...

DWN
Finanzen
Finanzen Der Kampf ums Bargeld entscheidet sich in Europa

Die Bargeldabschaffung bekommt immer stärkere Kraft und beschleunigt sich. Gute Nachrichten für das Bargeld sind rar. Von 100 Nachrichten...

DWN
Politik
Politik Nato-Deal: Schweden liefert ersten Mann an die Türkei aus

Im Gegenzug für den Nato-Beitritt von Schweden hatte die Türkei die Auslieferung einer Reihe von Personen gefordert. Nun will Stockholm...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energie-Krise: Russland erhöht Erdgas-Lieferungen an Ungarn

Ungarn hatte Russland um mehr Gas gebeten, um die Energieversorgung für den kommenden Winter sicherzustellen. Dieser Bitte kommt Gazprom...

DWN
Finanzen
Finanzen Die größten Vermögensverwalter der Welt setzen plötzlich auf Krypto

Die Vermögensverwalter Abrdn, BlackRock und Charles Schwab haben im August massive Geschäfte im Krypto-Sektor gestartet. Sie erwarten...

DWN
Finanzen
Finanzen George Soros: Big-Tech-Investment kam zum richtigen Zeitpunkt

Nachdem die Investmentfirma von George Soros ihre Beteiligungen an großen US-Technologiefirmen deutlich erhöhte, sind deren Aktienkurse...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Lithium: Engpässe und explodierende Preise beim Treiber der „Verkehrswende“

Lithium gilt als strategischer Rohstoff für Batterien und die Elektromobilität. Allerdings ist die Versorgung nicht gesichert, schon...

DWN
Deutschland
Deutschland Energie-Krise: Bäcker ächzen unter steigenden Kosten

Angesichts explodierender Energiekosten warnen die Bäcker in Deutschland vor einem teuren Herbst und fordern Unterstützung von der...