Deutschland

Berliner Immobilienfirma Ado Properties plant Börsen-Gang

Lesezeit: 1 min
02.06.2015 15:13
Die Berliner Immobilienfirma Ado Properties plant den Gang an die Börse. Nach Aussagen von Ado Properties-Chef Firmenchef Rabin Savion sollen mit dem Erlös der Emission in Höhe von 400 Millionen Euro weitere Immobilien in der deutschen Hauptstadt gekauft werden.
Berliner Immobilienfirma Ado Properties plant Börsen-Gang

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Immobilienfirma Ado Properties strebt in den kommenden Wochen an die Börse. Mit der Aktienemission sollen mindestens 400 Millionen Euro erlöst werden. Das aus dem Börsengang Ado zufließende Geld will Firmenchef Rabin Savion vor allem in den Kauf neuer Apartments in Berlin investieren. "Wir wollen unser Portfolio mittelfristig auf 30.000 Einheiten verdoppeln", sagte Savion am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Einziger Gesellschafter der Berliner Immobilienfirma, die eine Zulassung ihrer Aktien in den streng regulierten Markt (Prime Standard) an der Frankfurter Börse anstrebt, ist die Ado Group. Die in Tel Aviv gelistete Gesellschaft will beim Börsengang ihrer Tochter einen Teil ihrer Anteile abgeben, zudem sollen neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung kommen. Die Investmentbanken Kempen und UBS sowie Barclays und die Commerzbank begleiten die Transaktion.

In der Regel dauert es von der Ankündigung eines Börsengangs bis zur Erstnotiz etwa vier Wochen. Offiziell festgelegt hat sich Ado Properties aber bisher nur auf einen Termin noch in diesem Jahr. Früheren Informationen von Insidern zufolge strebt Ado Properties eine Bewertung von etwa 800 Millionen Euro an. Die Firma wollte sich dazu nicht äußern.

Eine Alternative zum geplanten Listing werde nicht verfolgt, betonte Savion: "Das Ziel des Börsengangs ist, unser Portfolio auszubauen, nicht ein Übernahmeziel für ein anderes Unternehmen zu werden." Zahlreiche größere deutsche Immobilienfirmen wie Deutsche Wohnen und Deutsche Annington sind permanent auf der Suche nach Zukäufen in Berlin. Allerdings wird das Angebot dort immer knapper, die Preise steigen.

Ado Properties ist spezialisiert auf den Kauf und Verkauf sowie die Sanierung von Wohnungen in der Hauptstadt. Seit dem Start 2006 ist der Bestand auf 14.400 Wohn- und Gewerbeimmobilien im Wert von 1,2 Milliarden Euro gestiegen. Die operative Ergebnismarge (Ebitda-Marge) lag 2014 nach eigenen Angaben bei 77 Prozent. Ado Properties ist eines von vielen Unternehmen, die zur Zeit an den Aktienmarkt streben. Doch nicht immer ist der Plan von Erfolg gekrönt: Der Online-Babyausstatter Windeln.de nahm mit seinem Börsengang deutlich weniger ein als geplant und die Parfümeriekette Douglas sagte den Sprung aufs Parkett sogar ganz ab. Sie wird nun direkt verkauft an den Finanzinvestor CVC.


Mehr zum Thema:  

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Grenzziehung: Russlands Planspiele sorgen für Besorgnis bei Nachbarn
22.05.2024

Ein russisches Gesetzesprojekt zur Neubestimmung der Ostsee-Grenzen sorgt für Aufregung bei Nachbarländern. Litauen spricht von...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Handelskonflikt mit USA und EU heizt sich auf: China erwägt höhere Import-Zölle auf Verbrenner
22.05.2024

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China eskaliert weiter und erfasst nun auch europäische Autobauer, die gar keine E-Autos...

DWN
Finanzen
Finanzen Bundesbank: Konjunkturaussichten hellen sich langsam auf
22.05.2024

Die deutsche Wirtschaft scheint das Gröbste überstanden zu haben. Nach einem leichten Wachstum zu Jahresbeginn dürfte die Konjunktur...

DWN
Politik
Politik Lehrerverband will Islamunterricht: Lösung für bessere Integration oder Anbiederung?
22.05.2024

Gut 1,6 Millionen Schüler moslemischen Glaubens besuchen mittlerweile Deutschlands Schulen. Für sie wünscht sich der Präsident des...

DWN
Immobilien
Immobilien Bessere Laune im Bausektor, aber Auftragsmangel immer noch zentrales Problem
22.05.2024

Auf dem ZIA-Finance Day letzte Woche ging es - unter anderen Schlüsselthemen - um die sich stabilisierende makroökonomische Lage in...

DWN
Finanzen
Finanzen Der DWN-Marktreport: Börsen im Rally-Modus – Aktienmärkte erreichen Allzeithochs, Metalle glänzen
22.05.2024

Die vergangene Woche konnte sich sehen lassen: Die internationalen Finanz- und Rohstoffmärkte warteten mit beeindruckenden Preisbewegungen...

DWN
Politik
Politik Erleichterungen für Hausarztpraxen im Fokus
22.05.2024

Das Bundeskabinett befasst sich mit einer stärkeren Absicherung der Gesundheitsversorgung für Patientinnen und Patienten - besonders in...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Europawahl und die AfD: Unternehmen äußern wirtschaftliche Bedenken
22.05.2024

Neue IW-Studie: Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen lehnt die AfD deutlich ab. Sie sind besorgt über den Wirtschaftsstandort...