Gemischtes

Opel startet Carsharing-App für Privat-Autos

Lesezeit: 2 min
26.06.2015 12:37
Opel steigt mit einer eigenen App in das Car-Sharing-Geschäft ein. Die Anwendung ermöglicht das Verleihen des eigenen Privat-Autos. Per Smartphone können Besitzer ihr Fahrzeug mit Freunden teilen – unabhängig von der Automarke.
Opel startet Carsharing-App für Privat-Autos

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Rüsselsheimer Autobauer Opel hat eine eigene Car-Sahring App vorgestellt. Das CarUnity genannte Konzept richtet sich sowohl an Fahrzeugbesitzer als auch an Fahrzeugnutzer. Die kostenlose Anwendung macht es möglich, via Smartphone unkompliziert eigene Autos zur Vermietung anzubieten oder einen Wunschwagen zu mieten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Opel oder um ein anderes Fabrikat handelt.

„Mit CarUnity gehen wir einen neuen Weg. Als erster Automobilhersteller bieten wir Carsharing für alle. CarUnity ermöglicht überall in Deutschland individuelle Mobilität – jederzeit und flexibel“, erklärt Opel-Marketingchefin Tina Müller. „Über die kostenlose App können Menschen in Deutschland Autos mieten und vermieten. Das private Autoteilen passt zur Marke, schließlich ist Nahbarkeit einer unserer Markenwerte.“

Das Carsharing à la Opel bietet gegenüber den bisherigen Diensten auf dem Markt einige Vorteile: „CarBieter“ in ganz Deutschland können mit ihren Autos Geld verdienen, „CarMieter“ preiswert Pkw in ihrer Nähe nutzen. Durch CarUnity wird zudem die Auslastung vorhandener Autos erhöht, was Ressourcen schont. Die Benzinkosten werden vom Mieter übernommen. Somit profitieren nicht nur profesionelle Mietwagenfirmen, sondern alle privaten Beteiligten von dieser Carsharing-Idee.

Die Vermieter haben es über die innovative App selbst in der Hand zu entscheiden, wer das eigene Auto mieten darf. CarUnity-Nutzer können ihr Auto beispielsweise nur den eigenen Facebook-Freunden oder Personen aus ihrem persönlichen CarUnity-Netzwerk anbieten. Die gesamte Abwicklung erfolgt in wenigen Sekunden über die einfach zu bedienende App.

Für die vermieteten Fahrzeuge ist Ople zufolge auch der Versicherungsschutz gewährleistet. Die Opel Bank GmbH hat dafür ein umfassendes Paket entwickelt. Der Versicherungsschutz selbst wird vom Versicherer R+V Allgemeine Versicherung AG zur Verfügung gestellt.

Das Marketing für CarUnity konzentriert sich zunächst auf das Rhein-Main-Gebiet und umfasst eine Kooperation mit dem Radiosender FFH, Plakatwerbung an prominenten Verkehrsknotenpunkten wie Hauptbahnhöfen sowie die Ansprache über soziale Netzwerke. Zur Premiere von CarUnity haben bereits viele Privatpersonen, Opel-Mitarbeiter und Händler ihre Autos der Community zur Verfügung gestellt. Auch einige automobile Schätze von Opel Classic sind auf CarUnity zu finden.

Der Ausbau des Portfolios an Mobilitätsdienstleistungen ist ein wichtiger Baustein des Zukunftsplans von Opel. „Mit CarUnity führen wir frühzeitig junge Menschen an die Marke Opel heran, die zwar mobil sein möchten, aber kein eigenes Auto haben“, sagt Tina Müller. „Es wird in Zukunft immer wichtiger, sich vom reinen Produkthersteller zum Mobilitätsdienstleister mit perfekter Vernetzung zu entwickeln. Nicht nur CarUnity, sondern auch unser neuer persönlicher Online- und Service-Assistent Opel OnStar wird maßgebliche Impulse bei der Digitalisierung der Marke Opel setzen.“

Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von Mobilitätsdienstleistungen gab Opel zudem bekannt, die Zusammenarbeit mit dem Mitfahr-Netzwerk flinc zu vertiefen. Ab 2016 wird flinc für CarUnity die technologische Plattform stellen, um auch Ride-Sharing über die neue Carsharing-App zu ermöglichen. „Wie bei CarUnity insgesamt, werden wir dabei unseren ganz eigenen Weg gehen“, kündigt Jan Wergin an. Details sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden.

Erst vor wenigen Monaten war am Standort Rüsselsheim eine Pilot-Kooperation mit flinc gestartet worden. „Die Technologie von flinc hat das Potenzial, eine wichtige Rolle bei der Ausweitung des Opel-Angebots an Mobilitätsdiensten in ganz Europa zu spielen“, ergänzt Tina Müller.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Deutschland
Deutschland Grüne nominieren Baerbock als Kanzlerkandidatin - oberstes Ziel ist die „Klima-Neutralität“

Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock soll ihre Partei als Kanzlerkandidatin in die Bundestagswahl führen. Baerbock wird dem Ziel, die...

DWN
Technologie
Technologie Frankreichs Militär testet Roboter im Häuserkampf

Das französische Militär hat getestet, wie sich eine Reihe von Robotern im Häuserkampf bewähren. Ein Soldat berichtet, dass eine...

DWN
Politik
Politik WHO kritisiert Corona-Impfzwang bei internationalen Reisen

Das Notfallkomitee der Weltgesundheitsorganisation spricht sich gegen verpflichtende Corona-Impfnachweise bei internationalen Reisen aus....

DWN
Finanzen
Finanzen Darum sollten Sie Ihren Nachlass rechtzeitig regeln

Niemand denkt gerne an den eigenen Tod. Und doch ereilt er uns irgendwann alle. Vor allem, wenn man selbst Kinder hat, sollte man früh...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Industrie schwimmt in Aufträgen - "Reichweitenrekord"

Der Auftragsbestand der deutschen Industrie ist den neunten Monat in Folge gewachsen. In der Folge ist die sogenannte "Reichweite" auf...

DWN
Deutschland
Deutschland Mittelstand verzichtet wegen Corona auf Weiterbildung der Mitarbeiter

Vielen mittelständischen Firmen fehlt es in der Krise an Geld und Zeit für die Weiterbildung der Beschäftigten. Die Förderbank KfW...

DWN
Unternehmen
Unternehmen ABN Amro zahlt halbe Milliarde Euro für Geldwäsche-Verstöße

Die niederländische Bank ABN Amro muss wegen Geldwäsche-Verstößen knapp eine halbe Milliarde Euro bezahlen. Der Skandal hat die gesamte...

DWN
Finanzen
Finanzen Die Zentralbanken: Aufbruch in neue monetäre Welten

Im Windschatten der Coronakrise betritt die EZB monetäres Neuland. Rettungspakete von tausenden Milliarden Euro werden schon bald nichts...