Politik

Banken-Aktien mit deutlichen Verlusten

Lesezeit: 1 min
06.07.2015 11:28
Nach dem Griechenland-Referendum waren die deutschen Banken die größten Verlierer im Dax. Die Ansteckungsgefahr ist immer noch hoch. Der europäische Branchenindex verlor bis zu 2,2 Prozent.
Banken-Aktien mit deutlichen Verlusten
Die Deutsche Bank mit Verlusten am Montag. (Grafik: ariva.de)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Angst vor einer Bankenpleite Griechenlands hat am Montag die Aktien europäischer Geldhäuser nach unten gezogen. Die Papiere von Deutsche Bank und Commerzbank erlitten mit einem Minus von drei beziehungsweise zweieinhalb Prozent die heftigsten Verluste im deutschen Leitindex Dax. Zwar sind die deutschen Banken eigenen Angaben zufolge in Griechenland nur noch sehr gering engagiert. „Die Angst vor Ansteckungseffekten ist da“, sagte ein Börsianer. Vor allem Aktien von Bankhäusern aus südeuropäischen Ländern wie die italienische Unicredit, Monte Paschi oder die spanische Santander gerieten daher unter Druck. Der europäische Branchenindex verlor bis zu 2,2 Prozent.

Bei dem Referendum am Sonntag lehnten rund 61 Prozent der Griechen den Troika-Kurs ab. Viele Investoren halten das Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone nun für wahrscheinlicher als zuvor. Die bereits seit Tagen überwiegend geschlossenen griechischen Banken stehen kurz vor dem Kollaps. „Das Bankensystem wird sehr wahrscheinlich eingefroren bleiben und der paralysierte griechische Zahlungsverkehr beeinträchtigt die Realwirtschaft in den kommenden Wochen zunehmend“, sagte Citi-Analyst Ronit Ghose. Halte der Schwebezustand an, könnten die griechischen Banken locker bis zu zehn Milliarden Euro an zusätzlicher Liquidität benötigen.

Viel hängt nun von der Europäischen Zentralbank (EZB) ab, die am Montag über das weitere Vorgehen bei den gewährten Notkrediten (ELA) an die griechischen Banken entscheiden will.


Mehr zum Thema:  

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Ausblick zwischen Zinsoptimismus und Berichtssaison
12.07.2024

Zum Ende der Woche hat der DAX noch einmal kräftig zugelegt. Wird dieser Trend in der kommenden Woche anhalten? Ein DAX-Ausblick!

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Der Chefredakteur kommentiert: Die stille Eroberung - Chinas Werbeoffensive bei der Fußball-EM 2024
12.07.2024

Liebe Leserinnen und Leser, jede Woche gibt es ein Thema, das uns in der DWN-Redaktion besonders beschäftigt und das wir oft auch...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Rheinmetall-Chef Papperger im Visier: Russische Mordpläne lösen Empörung aus
12.07.2024

Der CNN-Bericht über angebliche russische Mordpläne gegen Rheinmetall-Chef Armin Papperger hat in Deutschland für große Empörung...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldschock: Gefälschte Belege und Sammelverwahrung – Anlegern droht Totalverlust!
12.07.2024

Gefälschte Goldbestände: Wie Sie als Anleger jetzt handeln müssen! Erfahren Sie, warum die Swiss Gold Treuhand AG Anleger in den Ruin...

DWN
Technologie
Technologie EU-Untersuchung: Hohe Geldstrafe für Musks X möglich
12.07.2024

Die EU-Kommission nimmt erneut ein großes US-Unternehmen ins Visier. Die Plattform X verstößt in mehreren Bereichen gegen EU-Recht, so...

DWN
Technologie
Technologie Bahn bei Fußball-EM überfordert: Wissing fordert Verbesserungen
12.07.2024

Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) kritisiert die Deutsche Bahn scharf für ihre Leistung während der Fußball-Europameisterschaft....

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Firmeninsolvenzen in Deutschland: Anstieg verlangsamt sich
12.07.2024

Die Pleitewelle unter deutschen Firmen ist nicht vorüber, aber sie wächst nicht mehr so rasant: Nach zwölf Monaten mit zweistelligen...

DWN
Politik
Politik Putin oder Selenskyj? Biden-Patzer auf der internationalen Bühne
12.07.2024

Jede Aussage, jedes Wort, jede Bewegung, jede Zuckung des US-Präsidenten wird derzeit akribisch analysiert. Bei einer wichtigen...