Gemischtes

Justizminister Maas kritisiert Total-Überwachung von Autofahrern

Lesezeit: 1 min
13.07.2015 12:07
Bundesjustizminister Heiko Maas warnt vor einer Totalüberwachung von Autofahrern durch Versicherungsunternehmen. Mehrere Versicherer hatten in den vergangenen Wochen die Einführung sogenannter Telematik-Tarife angekündigt. Dabei wird der Fahrstil, also beispielsweise das Beschleunigung- und Bremsverhalten, eines Versicherten aufgezeichnet.
Justizminister Maas kritisiert Total-Überwachung von Autofahrern

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat vor einer Totalüberwachung von Autofahrern durch Versicherungsunternehmen gewarnt. In einem Gastkommentar für das Handelsblatt (Montag) schrieb Maas: „Weil Menschen die Freiheit behalten müssen, über ihr Verhalten selbst zu entscheiden, müssen sie über die Verwendung ihrer Daten autonom entscheiden.“ Maas war zuletzt für seine Zustimmung zur Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung von Netzaktivisten heftig kritisiert worden.

Mehrere Versicherer hatten in den vergangenen Wochen die Einführung sogenannter Telematik-Tarife angekündigt. Dabei wird der Fahrstil, also beispielsweise das Beschleunigung- und Bremsverhalten, eines Versicherten aufgezeichnet, übermittelt und ausgewertet. Die Idee dahinter: Wer vernünftiger fährt, soll weniger bezahlen. Außerdem soll es im Falle eines Unfalls einen automatischen Notruf geben.

Maas stellt sich in seinem Beitrag nicht generell gegen diese Technologie. Er fordert jedoch die Einhaltung gewisser Regeln. Dazu gehört: Daten, die nur zur Steuerung im laufenden Verkehr gebraucht werden, sollen anschließend gleich gelöscht werden. Und: „Es muss immer einen Aus-Knopf geben“.

DWN
Politik
Politik Putin fördert intensivere Geschäftspartnerschaften mit China
18.05.2024

Putin hat während seines Staatsbesuchs in China eine Stärkung der wirtschaftlichen Kooperation betont und die Sanktionen des Westens...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Überraschende Wende: China nicht mehr Deutschlands Top-Handelspartner
18.05.2024

Für eine beträchtliche Zeit war die Volksrepublik Deutschland der primäre Handelspartner. Jetzt besteht die Möglichkeit, dass China...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Nike schnappt Adidas die Nationalmannschaft weg: Der DFB kennt keine Gnade
18.05.2024

Über 70 Jahre waren sie eine Einheit – die deutsche Nationalmannschaft in ihren Adidas-Trikots und ihren Schuhen mit den drei Streifen....

DWN
Finanzen
Finanzen Günstiger Urlaub? Versteckte Kosten, die Sie unbedingt im Blick haben sollen!
18.05.2024

Sie haben Ihren Sommerurlaub bestimmt schon geplant und freuen sich darauf, eine schöne Zeit am Strand zu verbringen und sich zu...

DWN
Finanzen
Finanzen Schulden-Restrukturierung: Ukraine braucht weitere Zugeständnisse von internationalen Investoren
18.05.2024

Die Ukraine will möglichst schnell ihre Finanzierung über den Kapitalmarkt neu aufstellen. Es geht um bereits am Markt platzierte...

DWN
Politik
Politik Für immer beschützt von Uncle Sam? Warum Europa nicht mehr auf die Hilfe der USA zählen sollte
18.05.2024

Sinkt das Interesse der USA an Europa? Für Jahrzehnte galt es als gesichert, dass die Vereinigten Staaten von Amerika Westeuropa vor...

DWN
Panorama
Panorama Studie: Klimawandel führt zu weniger Ertrag und Qualität bei Reis
18.05.2024

Japanische Forscher wollten herausfinden, wie sich der Klimawandel auf die Reisernte auswirkt. Dafür haben sie mehrere Szenarien...

DWN
Unternehmen
Unternehmen DWN-Kommentar: 4-Tage-Woche und Work-Life-Balance - das ist doch ein unternehmerischer Alptraum!
17.05.2024

Liebe Leserinnen und Leser, jede Woche gibt es ein Thema, das uns in der DWN-Redaktion besonders beschäftigt und das wir oft auch...