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Vitamine statt Fett: Algen, die wie gebratener Speck schmecken

Lesezeit: 1 min
22.07.2015 12:45
Eine spezielle Algenart hat den Geschmack von gebratenem Speck, so die Entdeckung amerikanischer Wissenschaftler. Der hohe Protein-, Vitamin und Nährstoffgehalt könnte das fettarme Gemüse nicht nur für Vegetarier interessant machen. Die Forscher züchten die Pflanzen nun für den weltweiten Vertrieb.
Vitamine statt Fett: Algen, die wie gebratener Speck schmecken

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Wissenschaftler haben einen neuen Stamm von Algen entdeckt, der wie Speck schmeckt. Es handelt sich dabei um bestimmte Rotalgen, die wegen des hohen Proteingehalt und des Geschmacks als Meeres-Gemüse in der asiatischen Küche beliebt sind. Forscher an der Oregon State University züchteten daraus eine neue Sorte, die gebraten den rauchigen Geschmack von knusprigem Speck annehmen. Die Speck-imitierenden Algen sind dabei jedoch auch doppelt so nahrhaft wie etwa Grünkohl, so ein Bericht des Magazins Phys.org.

Algen gelten wegen ihrer hohen Nährwerte und dem einfachen Anbau im Meer unter Ernährungswissenschaftlern als Nahrung der Zukunft. Die rote Meeresalge sei demnach eine schnell wachsende und nahrhafte Pflanze mit bis zu 16 Prozent Protein in der Trockenmasse und zudem eine ausgezeichnete Quelle von Mineralien, Vitaminen und Antioxidantien. Jüngst wurde etwa ein Projekt gestartet, das Astronauten im All über eine Algen-Zucht mit Sauerstoff und Nahrung versorgen soll. Ihr Einzug in die Ernährungspläne wird allerdings bisher durch den für viele westliche Geschmäcker ungewohnten Geschmack gebremst.

Das soll nun durch die Speck-Alge anders werden. Der Forscher Chris Langdon und seine Kollegen an OSU Hatfield Marine Science Center haben die neue Algenart patentiert, die Langdon dort seit 15 Jahren anbaut. Der Stamm wurde ursprünglich als Futter für die Seeschneckenart Abalone gezüchtet, die als Delikatesse in Asien gilt. Doch Langdon entdeckte beim Braten den aussergewöhnlichen Geschmack der Algen und hatte auch ein Interesse daran, diese Art von Algen auch für die menschliche Ernährung anzubauen. Die Algen können  in Offshore-Farmen angebaut werden, die auch eine potentielle neue Industrie für die Anbau-Region werden sollen. Das Forschungsteam konnte sich von dem Bundesstaat Oregon bereits einen Zuschuss sichern und einen Küchenchef anheuern, um die Möglichkeit für den Anbau dieser neuen Algen für Restaurants und den öffentlichen Vertrieb zu erkunden.

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