Politik

Wegen Erdogan: Russland stoppt Bau von Pipeline Turkish Stream

Lesezeit: 1 min
18.09.2015 02:28
Russland hat den Bau der geplanten Pipeline Turkish Stream „auf Eis gelegt“. Auslöser dieser Entscheidung ist offenbar die Politik Erdogans gegen die PKK in der Türkei und im Nahen Osten.
Wegen Erdogan: Russland stoppt Bau von Pipeline Turkish Stream

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Bau der Pipeline Turkish Stream wurde nach Informationen der Nachrichtenagentur Tass gestoppt. Der Vertreter des türkischen Energieministeriums Sefa Sadık Aytekin bestätigte die Meldung und sagte, dass das Projekt bis auf weiteres „auf Eis gelegt wurde“, berichtet die Zeitung Hürriyet. Es hatte Unstimmigkeiten bei den Verhandlungen zwischen den Verhandlungsseiten gegeben.

Zudem gab der russische Premier Anatoli Medwedew den aktuellen Konflikt in der Türkei und die Regierungskrise als Gründe für die Entscheidung an. Für das Projekt Turkish Stream setzen sich insbesondere Kreml-Chef Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdoğan ein. Allerdings sind die türkischen Oppositions-Parteien gegen das Projekt. Parlamentarier der Sozialdemokratischen CHP haben in den vergangenen Monaten Demonstrationen mitorganisiert, die sich gegen Turkish Stream richten, berichtet die Umwelt-Zeitung Kuzeyormanları.

Die südlich um die Ukraine herum verlaufende Pipeline Turkish Stream gilt als Nachfolgeprojekt der früheren South-Stream-Pläne, die infolge der Spannungen mit Moskau in der Ukraine-Krise gescheitert waren. Statt bis nach Bulgarien soll die vom russischen Küstenort Anapa durch das Schwarze Meer und die Türkei geführte Leitung nun bis nach Griechenland weitergebaut werden. Pro Jahr soll die Trasse bis zu 63 Milliarden Kubikmeter schaffen, zunächst sind von 2017 an knapp 15,6 Milliarden Kubikmeter für den Eigenverbrauch der Türkei geplant.


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Legale Tricks: Steuern sparen bei Fonds und ETFs - so geht's!
20.05.2024

Steuern fressen einen großen Teil der Börsengewinne auf. DWN zeigt Ihnen 11 legale Wege, wie Sie Steuern bei Fonds und ETFs sparen und...

DWN
Panorama
Panorama In wenigen Klicks: Verbraucher finden optimale Fernwärme-Tarife auf neuer Plattform
20.05.2024

Eine neue Online-Plattform ermöglicht es Verbrauchern, die Preise für Fernwärme zu vergleichen, was eine bedeutende Rolle in der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft IEA schlägt Alarm: Rohstoffmangel gefährdet Klimaschutzziele
20.05.2024

Die Internationale Energie-Agentur warnt vor einem drohenden Mangel an kritischen Mineralien für die Energiewende. Mehr Investitionen in...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Fußball-EM 2024: Bierbranche hofft auf Rückenwind
20.05.2024

Weil die Deutschen immer weniger Bier trinken, schrumpft der hiesige Biermarkt und die Brauereien leiden. Eine Trendwende erhofft sich die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen „Irreführende Praktiken“: Shein muss deutsche Website anpassen
20.05.2024

Nach einer Abmahnung durch deutsche Verbraucherschützer hat Shein eine Unterlassungserklärung unterzeichnet. Laut vzbv-Chefin Pop machen...

DWN
Technologie
Technologie BYD baut erstes Werk in der EU: Eine Gefahr für Deutschlands Autobauer?
20.05.2024

Bereits seit Dezember 2023 steht fest, dass BYD, Chinas wichtigste und staatlich geförderte Marke für Elektroautos, ein Werk in Szeged in...

DWN
Politik
Politik DWN-Interview mit Ex-Militärberater Jörg Barandat (zweiter Teil): Die Welt ist im Wasserkampf
20.05.2024

Jörg Barandat war unter anderem militärischer Berater im Auswärtigen Amt sowie Dozent für Sicherheitspolitik an der Führungsakademie...

DWN
Politik
Politik DWN-Interview mit Ex-Militärberater Jörg Barandat: „Wasser und Energie sind untrennbar miteinander verbunden.“
19.05.2024

Wasser sollte nicht getrennt von anderen Faktoren wie Energie und Klima betrachtet werden, sagt Jörg Barandat, langjähriger Berater...