Politik

Merkel und Putin sprechen über Syrien und die Ukraine

Lesezeit: 1 min
16.11.2015 01:26
Bundeskanzlerin Merkel und der russische Präsident Wladimir Putin haben beim G20-Gipfel in einem langen Gespräch über die Lage in Syrien und in der Ukraine gesprochen. Russland hat einen Übergangsplan für Syrien vorgelegt, dem sich der Westen nun anzunähern scheint.
Merkel und Putin sprechen über Syrien und die Ukraine

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Merkel  
Putin  
Syrien  
Ukraine  

Am Rande des G-20-Gipfels in der Türkei haben sich am späten Sonntagabend Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Russlands Präsident Wladimir Putin getroffen. In dem rund 40-minütigen Gespräch ging es nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen unter anderem um den Konflikt in Syrien. Merkel und Putin hätten sich über die Einschätzung der Wiener Gespräche ausgetauscht, hieß es ohne weitere Erläuterungen. Ein weiteres Thema sei die Ukraine-Krise gewesen.

Die internationale Syrien-Konferenz in Wien hatte am Samstag einen "Fahrplan" zur Überwindung des Bürgerkriegs beschlossen. Demnach sollen innerhalb von 18 Monaten eine Übergangsregierung gebildet und Wahlen abgehalten werden.

Zuvor hatte sich Putin bereits überraschend mit US-Präsident Barack Obama am Ort des G-20-Gipfels bei Antalya getroffen. Ein Vertreter des Weißen Hauses sagte anschließend, beide Staatschefs seien sich einig gewesen, dass es einen von Syrien gestalteten politischen Übergang in dem Land geben solle. Das ist insoweit bemerkenswert, als die USA bisher den Sturz von Syriens Präsident als vorrangiges Kriegsziel definiert haben.

Ob sich Washington und Moskau in ihren Operationen in Syrien bereits wirkungsvoll absprechen, ist nicht klar: Die USA haben einem Insider zufolge Rebellen in Syrien für den Kampf gegen die Extremistenorganisation Islamischer Staat mit Munition ausgerüstet. Die Lieferung sei am Samstag auf dem Landweg in Syrien angekommen, sagte ein US-Regierungsvertreter, der nicht genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag. Sie sei an eine Koalition von Rebellengruppen mit zusammen etwa 5000 Kämpfern gegangen. US-Soldaten hätten Syrien nicht betreten, um die Munition auszuliefern.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik G7-Gipfel verhängt weitere Sanktionen gegen Russland - keine Einigung bei Öl und Gold

Unter der Leitung der US-Regierung wird das Sanktionsregime gegen Russland ausgeweitet. Auf wichtigen Feldern besteht aber weiterhin...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energiekrise: Deutschland muss zittern - aber Russland mindestens genauso

Während Russland den Europäern schrittweise den Gashahn zudreht, ist der Kreml gezwungen, sich neue Absatzmärkte zu eröffnen. Aber das...

DWN
Deutschland
Deutschland Experte: Steigende Corona-Inzidenzen sind irrelevant

Die derzeit steigenden Infektionszahlen sieht ein Gesundheitsexperte gelassen. Minister Lauterbach warnt vor einer „Sommerwelle“.

DWN
Finanzen
Finanzen Sanktionen hindern Russland, Anleihezinsen zu bezahlen - erste Gläubiger betroffen

Den Ausschluss Russlands aus westlichen Finanztransaktionssystemen bekommen die ersten Investoren zu spüren.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt eine neue Weltordnung – und wie können Anleger reagieren?

Mit China und Russland bildet sich ein neuer Gegenpol zu den USA. Anleger können sich gegen die geopolitischen Risiken nicht bloß durch...

DWN
Deutschland
Deutschland Südwest-CDU fordert längeren Betrieb von Atomkraftwerken

Die CDU Baden-Württemberg fordert angesichts der Energie-Krise längere Laufzeiten für die letzten verbliebenen Kernkraftwerk in...

DWN
Technologie
DWN
Finanzen
Finanzen Zum ersten Mal seit 1918: Russland im Verzug mit Staatsschulden

Zuletzt sah sich Russland noch unter Lenin mit so einer Situation konfrontiert. Ein düsteres Zeichen für die weitere Entwicklung des...