Politik

Schock in Polen: Nationalist wollte Parlament in die Luft jagen

Lesezeit: 1 min
21.11.2012 01:17
Das polnische Parlament ist offenbar nur knapp einem Anschlag entgangen. So haben polnische Behörden am Dienstag einen Mann festgenommen, der vorhatte ein Fahrzeug mit einem Sprengsatz vor dem Parlament zu platzieren und damit Präsident und Premierminister zu töten.
Schock in Polen: Nationalist wollte Parlament in die Luft jagen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Aktuell: Sondersitzung: Schäuble will Zustimmung des Bundestags für nächstes Griechen-Paket

Seit dem Zerfall der kommunistischen Herrschaft vor 20 Jahren hat Polen nichts Vergleichbares erlebt. Ein radikaler Nationalist hatte offenbar vor, das Parlamentsgebäude in die Luft zu sprengen. Dabei zielte er wohl auch auf den Präsidenten und den Premierminister ab, die sich zu der Zeit im Gebäude befanden.

„Der Fall sieht sehr ernst aus“, sagte der Regierungssprecher Pawel Gras einer regionalen Radiostation. „Wir wissen, dass mögliche Ziele des Anschlags der Präsident, das Parlament und die Regierung waren“, so Gras weiter. Der mutmaßliche Terrorist arbeitet als Wissenschaftler an einer Krakower Universität. Er soll sich ein ganzes Arsenal an explosivem Material angeschafft haben, so z.B. Pistolen und ferngesteuerte Sprengzünder. Darüber hinaus soll er versucht haben andere Personen für seinen Anschlag zu gewinnen.

„Der Tatverdächtige gehört keiner politischen Gruppierung oder Partei an. Er behauptet, dass er aus nationalistischen, anti-semitischen und fremden-feindlichen Motiven gehandelt hat“, sagte der Staatsanwalt Mariusz Krason bei einer Pressekonferenz. Er habe bereits Erkundungen in der Nachbarschaft des Polnischen Parlaments Sejm unternommen und explosives Material gesammelt, so der Anwalt weiter.

Der mutmaßliche Tatverdächtige habe durch seinen wissenschaftlichen Hintergrund über die Möglichkeiten der Sprengung bescheid gewusst. „Er ist ein Spezialist auf dem Gebiet“, betonte Krason. Die Motive und die Eigenschaften des Verdächtigen erinnerten stark an Andres Breivik, der im vergangenen Jahr 77 Menschen mit Bomben und Schusswaffen in Norwegen tötete, berichtet das Polnische Fernsehen.

Weitere Themen

Anti-ESM-Klägerin: Wir werden die Politik zur Verantwortung ziehen

Deals à la Goldman: Monti will italienische Unternehmen an Katar verkaufen

US-Banken fürchten Crash und drucken sich selbst Geld

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Politik
Politik Hiobsbotschaft für ganz Europa: Zerstörerische Folgen von Suez-Blockade reichen bis zum Sommer

Die Blockade des Suez-Kanals wird in der Schifffahrt weltweit noch bis in den Sommer hinein zu Verspätungen und Turbulenzen führen.

DWN
Deutschland
Deutschland Oskar Lafontaine nennt Kanzlerin Merkel „US-Vasallin“

Oskar Lafontaine nimmt in letzter Zeit kein Blatt mehr vor den Mund. Er meint, dass Kanzlerin Angela Merkel eine „US-Vasallin“ sei. Die...

DWN
Politik
Politik Komitee des US-Senats genehmigt Lieferungen von tödlichen Waffen an die Ukraine

Der Ausschuss für auswärtige Beziehungen des US-Senats stimmte am Mittwoch einstimmig für die Genehmigung von bis zu 300 Millionen...

DWN
Finanzen
Finanzen Kann ein Trennbanken-System die Einlagen der Sparer schützen?

Die EU wollte nach der Finanzkrise 2008 ein Trennbanken-System einführen, um Ausfallrisiken für Kunden und Steuerzahler zu mindern. Doch...

DWN
Finanzen
Finanzen So profitieren Sie von Bitcoin, ohne die Kryptowährung kaufen zu müssen

Bitcoin hat seit Beginn des Jahres eine beispiellose Ralley hingelegt. Doch die Kryptowährung ist extrem schwankungsanfällig und manchem...

DWN
Politik
Politik Liste der Grausamkeiten: Was sich mit der Bundes-Notbremse ändert

Der Bundestag hat die sogenannte Corona-Notbremse beschlossen. Der Bundesrat wird am Donnerstag zustimmen. Es folgt eine Zusammenstellung,...

DWN
Politik
Politik In Moskau: Sachsens Ministerpräsident ruft zum Dialog mit Russland auf

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich nach seiner Ankunft in Moskau für einen Dialog mit Russland ausgesprochen.

DWN
Politik
Politik Über 8.000 Demonstranten: Berliner Polizei löst Corona-Demo auf – Mehr als 40 Festnahmen

Die Berliner Polizei hat die heutige Corona-Demo in Berlin, an der mindestens 8.000 Menschen teilnehmen, offiziell aufgelöst. Es soll mehr...