Finanzen

Juncker: „Griechenland hat geliefert“, Tranche soll ausgezahlt werden

Lesezeit: 1 min
20.11.2012 18:37
Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker und IWF-Chefin Christine Lagarde sind zuversichtlich über die Auszahlung einer weiteren Hilfstranche für das bankrotte Griechenland. Wie hoch der Betrag auch ausfällt, der größte Anteil des Geldes landet nicht bei den Griechen, sondern bei den Banken.
Juncker: „Griechenland hat geliefert“, Tranche soll ausgezahlt werden

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Aktuell: EU-Verschwendung kostet Deutschland 30 Milliarden

Die Eurogruppe steht offenbar kurz vor einer Einigung über die Auszahlung einer weiteren Hilfstranche an Griechenland. EU-Währungskommissar Olli Rehn, IWF-Chefin Christine Lagarde und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sind zuversichtlich, dass bald eine Einigung gefunden wird und Griechenland somit dem drohenden Staatsbankrott wieder einmal knapp entgeht.

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker sagte einem Bericht von Kathimerini zufolge: „die Chancen stehen gut, dass wir zu einer abschließenden, gemeinsamen Lösung kommen werden“. Es sei klar, dass Griechenland die notwendigen Reformen und Sparmaßnahmen „geliefert“ habe, die von der internationalen Gemeinschaft und der Troika gefordert worden waren.

Von dem Streit zwischen IWF und EU über den Sparplan Griechenlands hielten sich die Europapolitiker fern.  Die Schuldentragfähigkeit werde derzeit von den EU-Ministern überprüft und es soll „eine ausreichende Anzahl brückenbildender Elemente“ gefunden werden, die „den IWF zufrieden stellen", sagte Juncker. Im Vorfeld des Gipfels gab es Streit über die Frist, in der Griechenland seine Verschuldung reduzieren sollte (mehr hier). Hinter vorgehaltener Hand wurde sogar ein weiterer Schuldenschnitt nicht ausgeschlossen (hier).

Wie hoch der Betrag für die nächste Hilfstranche ausfallen soll, ist  noch nicht beschlossen. Letzte Meldungen gehen von 44 Milliarden Euro aus (hier). Der größte Teil dieses Geldes wird jedoch nie bei den Griechen ankommen, sondern an die griechischen Banken weitergeleitet, die davon ihre Gläubiger bezahlen.

Weitere Themen:

US-Banken fürchten Crash und drucken sich selbst Geld

Deals à la Goldman: Monti will italienische Unternehmen an Katar verkaufen

Deutsche Bank-Mann Mayer: Euro-Zone wird geteilt

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen China macht Schanghai zum Versuchslabor für die Globalisierung des Yuan

Chinas Regierung forciert die Internationalisierung der Landeswährung Renminbi. Am Finanzplatz Schanghai sollen umfassende...

DWN
Politik
Politik „Falsche“ Corona-Berichterstattung: Youtube sperrt Sky News Australia

Die Videoplattform Youtube zensiert den australischen Sender Sky News. In Deutschland ist die Zensurpolitik illegal, urteilte vor Kurzem...

DWN
Politik
Politik Scholz wird kreativ: Wer sich impfen lässt, soll auch eine Gratis-Bratwurst bekommen

Finanzminister Olaf Scholz ist eigentlich kein kreativer Mensch. Doch nun kommt er mit einer außerordentlich grandiosen Idee an. Wer sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Serie „So werde ich zum Anleger“: Das Portfolio

Einsteiger verzweifeln oft, wenn sie in Fonds, ETFs oder Aktien investieren wollen. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, auf welche...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft US-Studien widerlegen den Mythos von der chinesischen „Schuldenfalle“

In den Medien wird häufig davon berichtet, dass China mithilfe der Kreditvergabe an ärmere Staaten politische Abhängigkeiten schaffe....

DWN
Technologie
Technologie Russland baut zwei „Doomsday Jets“ für Regierung und Militärspitze

Die russische Regierung hat den Bau zweier Spezialflugzeuge veranlasst, welche im Falle eines Atomkrieges die Regierung und...

DWN
Deutschland
Deutschland Eine Woche nach CSD-Parade mit 80.000 Teilnehmern - Berlin setzt Demo-Verbote gegen Corona-Politik durch

Eine Woche, nachdem 80.000 Teilnehmer der Schwulen-, Lesben und Queer-Parade CSD in Berlin ausgelassen feierten, verbietet die...

DWN
Deutschland
Deutschland Direkte Demokratie in Deutschland? Nichts könnte für Merkel unwichtiger sein

Der Verein „Mehr Demokratie“ gibt der Bundesregierung beim Thema Volksentscheide und mehr direkte Demokratie eine glatte „6„.