Politik

US-Absatz von VW bricht nach Abgasskandal ein

Lesezeit: 1 min
01.12.2015 20:23
Der Umsatz von Volkswagen in den USA ist im November um ein Viertel eingebrochen. Die Aktie brach ein, weil die Mitbewerber von VW den Rückschlag offenbar direkt nutzen konnten.
US-Absatz von VW bricht nach Abgasskandal ein

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Abgasskandal hinterlässt bei Volkswagen deutliche Spuren im US-Absatz. Im November brachen die VW-Auslieferungen dort um knapp ein Viertel auf 23.882 Fahrzeuge ein, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Die Manipulation von Abgaswerten bei VW-Diesel-Fahrzeugen hatte das US-Umweltamt EPA am 18. September öffentlich bekanntgemacht. Die Wolfsburger hatten daraufhin den Verkauf der betroffenen Modelle gestoppt. Die VW-Tochter Audi verbuchte im November hingegen ein Absatzplus von 0,4 Prozent. Der Sportwagenbauer der Auto-Familie Porsche lieferte dagegen 5,3 Prozent weniger Fahrzeuge aus.

Nach Bekanntgabe des Absatzes drehten VW-Aktien an der Frankfurter Börse ins Minus und verloren bis zu 4,9 Prozent. Am Ende schlossen sie 1,1 Prozent tiefer mit 130,15 Euro.

Viele der VW-Rivalen konnten dagegen mehr Autos in den USA losschlagen. Der US-Absatz wurde vor allem von Verkaufsaktionen rund um den Feiertag Thanksgiving angeheizt. Gefragt waren spritschluckende Autos wie SUVs. Fiat Chrysler brachte drei Prozent mehr Fahrzeuge an die Kunden. Die Opel-Mutter General Motors kam auf ein Plus von 1,5 Prozent. Ford setzte 0,4 Prozent mehr Autos ab. Bei Toyota Motor betrug der Zuwachs 3,4 Prozent.

Die Daimler-Tochter Mercedes-Benz will ihre Verkaufszahlen erst am 2. Dezember vorlegen. BMW konnte mit einem Absatzplus von 3,2 Prozent aufwarten.

Die US-Ratingagentur S&P senkte nach dem Abgasskandal die Bonitätsnote von Volkswagen. Die langfristigen Schulden der Wolfsburger würden nun mit „BBB+“ bewertet nach bisher „A-“, teilte S&P mit. Zugleich warnte die Agentur vor einer weiteren Herabstufung, in dem sie den Ausblick auf „negativ“ setzte. Die Ratingagenturen Fitch und Moody's hatten den Daumen über VW bereits im November gesenkt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland ifo-Institut: Weitere Erhöhung des Rentenalters ist unvermeidbar

Das ifo-Institut warnt vor einer Überlastung des Bundeshaushalts durch Renten. Ohne Korrekturen müsse künftig ein Großteil des...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Europas Gasreserven schrumpfen - Preise schiessen nach oben, lösen Flucht zurück zur Kohlekraft aus

Europas Reservebestände bei Erdgas sind dieses Jahr ungewöhnlich gering. Die Kohleverstromung ist auf dem Vormarsch.

DWN
Politik
Politik Lagebericht Zentralasien: Pakistan lehnt Stationierung von US-Spezialeinheiten ab

Der pakistanische Premierminister Imran Khan schließt eine Stationierung von amerikanischen Spezialkräften in Pakistan aus - ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Cannabis auf Rezept: Gegen diese Krankheiten wirkt die Heilpflanze

Cannabis ist vielen nur als Droge bekannt. Dabei nutzen Menschen das Kraut seit Jahrtausenden auch als Heilpflanze. Seit 2017 können...

DWN
Politik
Politik EU-Kommission geht gegen Ungarns Gesetz zu Sexualität vor

«Dieses ungarische Gesetz ist eine Schande»: Mit deutlichen Worten verurteilt die EU-Kommission das Vorgehen der Orban-Regierung.

DWN
Finanzen
Finanzen Dax: Lustloser Markt dümpelt zum Handelsauftakt vor sich hin - nachmittags Zahlengewitter aus den USA

Die Anleger brauchen dringend neue Impulse. Möglicherweise kommen sie nachmittags.

DWN
Deutschland
Deutschland Finanzministerium: Deutscher Staat würde von globaler Steuerreform profitieren

Das Bundesfinanzministerium rechnet auf Basis vorliegender Studien mit einem positiven Effekt der geplanten globalen Steuerreform für...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Nächster Preis-Boom? Bei Rohstoffen droht der nächste Super-Zyklus

Einem Top-Investor zufolge könnte bei Rohstoffen der nächste preisliche Super-Zyklus eintreten. Die Preise könnten sogar künstlich in...