Politik

Professionell: Kanada zeigt, wie Einwanderungs-Politik geht

Lesezeit: 1 min
11.12.2015 09:42
In Kanada sind die ersten Flüchtlinge aus Syrien eingetroffen. Der Ablauf ist extrem professionell und zeigt, warum Kanada kein Problem mit der Einwanderung hat.
Professionell: Kanada zeigt, wie Einwanderungs-Politik geht

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In Kanada ist ein erstes Flugzeug mit Flüchtlingen aus Syrien eingetroffen. Der Militärtransporter mit 163 Flüchtlingen an Bord landete am Donnerstagabend in Toronto. Premierminister Justin Trudeau begrüßte die Flüchtlinge am Flughafen, darunter viele Mütter mit ihren Kindern. „Wir werden uns alle an diesen Tag erinnern“, sagte Trudeau. Die Menschen, die als Flüchtlinge aus dem Flugzeug gestiegen seien, würden den Flughafen mit einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis, einer Sozialversicherungsnummer und einer Gesundheitskarte verlassen – und mit der Aussicht, kanadische Staatsbürger zu werden.

Kanadas neuer Regierungschef hatte die Aufnahme der 25.000 Flüchtlinge im Wahlkampf versprochen. Bei der Parlamentswahl Mitte Oktober hatten seine Liberalen die absolute Mehrheit erzielt, Trudeaus konservativer Vorgänger Stephen Harper wurde nach neun Jahren abgewählt.

Ende November hatte Kanada nahe der jordanischen Hauptstadt Amman ein erstes Registrierungszentrum für syrische Flüchtlinge eröffnet. Nach Angaben von Einwanderungsminister John McCallum sollen bis Ende Dezember die ersten 10.000 Flüchtlinge aus Lagern in Jordanien, dem Libanon und der Türkei abgeholt werden. Die rund 15.000 weiteren Flüchtlinge sollen im Januar und Februar folgen.

Eigentlich wollte die Regierung in Ottawa alle Flüchtlinge noch in diesem Jahr nach Kanada holen. Im November ruderte sie aber zurück und begründete die verspätete Aufnahme mit Logistik- und Sicherheitsgründen. Nach den Anschlägen in Paris mit 130 Toten, zu denen sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat

(IS) bekannt hatte, hatten viele Kanadier eine Sicherheitsüberprüfung der Flüchtlinge gefordert.

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