Politik

Heta: Käufer von Balkan-Töchtern macht Ansprüche geltend

Lesezeit: 1 min
08.01.2016 00:27
Dem österreichischen Steuerzahler droht weiteres Ungemach wegen der Skandal-Bank HGAA: Der Käufer der Balkan-Töchter verlangt wegen der Franken-Kredite Entschädigungen von der Heta.
Heta: Käufer von Balkan-Töchtern macht Ansprüche geltend

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der US-Finanzinvestor Advent macht nach der Übernahme der Heta-Balkan-Töchter Ansprüche gegen die österreichische Krisenbank geltend. Advent begründet dies mit Schweizer-Franken-Krediten, die die Heta in Südosteuropa vergeben hat, und denen der Zwangsumtausch droht. Advent habe Heta darüber informiert und im Zusammenhang mit drohenden Verlusten in Montenegro und Kroatien Forderungen geltend gemacht, sagte ein Heta-Sprecher am Donnerstag. Heta prüfe die von Advent geltend gemachten Ansprüche mit seinen Beratern. Über das Volumen der betroffenen Kredite wollte der Sprecher nichts sagen. Der vereinbarte Kaufpreis für die Osteuropabanken sei davon jedoch nicht betroffen. Advent wollte sich nicht äußern.

Im Juli war der Verkauf der Südosteuropa-Töchter der ehemaligen Hypo Alpe Adria, jetzt Heta, an Advent und die Entwicklungsbank EBRD abgeschlossen worden. Vereinbart war ein Kaufpreis von bis zu 200 Millionen Euro - abhängig von der Ergebnissen der unter dem Namen Hypo Group Alpe Adria firmenden Banken in den Jahren 2014 und 2015. 50 Millionen Euro sind bislang geflossen.

In Kroatien beschloss das Parlament im September ein Gesetz, dass Banken zwingt, Franken-Kredite in Euro umzuwandeln, was erhebliche Kosten für die Institute mit sich bringt. Montenegro hat ähnliche Schritte unternommen.

Die ehemalige BayernLB-Tochter Hypo Alpe Adria hatte sich mit einer rasanten Expansion auf dem Balkan verspekuliert und musste mit Staatshilfen von bislang rund 5,5 Milliarden Euro vor dem Kollaps bewahrt werden. Im Gegenzug für diese Subventionen verlangten die EU-Wettbewerbshüter den Verkauf der ehemaligen Hypo-Töchter in Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro bis Ende 2015.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen City of London fürchtet Abzug des billionenschweren Derivategeschäfts in die EU

In der City of London liegen die Nerven blank. Den Verlust kleinerer Märkte an den Kontinent nahm man noch hin, nun droht mit einem...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Corona-Rezession wie Zweiter Weltkrieg – der Tod des Gastgewerbes ist beschlossene Sache

Die aktuelle Corona-Rezession weist große Ähnlichkeiten mit den wirtschaftlichen Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf. Aus einem...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Der Held von Hanoi: Mann rettet Mädchen nach Sturz aus dem 12. Stockwerk

Vietnam feiert einen Lastwagenfahrer, der einem aus einem Hochhaus stürzenden Kind das Leben gerettet hat.

DWN
Finanzen
Finanzen Springt die US-Notenbank als Retter ein, wenn es zum Preis-Krach beim Bitcoin kommt?

Ein Finanzanalyst spricht von einem „Bitcoin-Casino“, bei dem der Preis über eine „Buy & Hype“-Taktik künstlich in die Höhe...

DWN
Finanzen
Finanzen Höhere Inflation im Anmarsch - ein gutes Omen für Gold

Während viele andere Geldanlagen zuletzt starke Gewinne verzeichneten, zeigte Gold eine auffällige Schwäche. Doch dies dürfte sich nun...

DWN
Politik
Politik Corona-Ticker - Vorbild Israel: EU arbeitet an „Grünem Pass“ für Geimpfte

Die EU-Kommission arbeitet an einem Gesetz zur Einführung eines „Grünen Passes“, der geimpften Bürgern offenbar Vorteile gegenüber...

DWN
Politik
Politik Jens Spahn: Ein Mann und seine Abenteuer

Die bisherige Karriere von Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn ist aufregend verlaufen. Die DWN zeichnen die wichtigsten Stationen...

DWN
Politik
Politik Hiobsbotschaft: WHO erwartet kein Ende der Pandemie vor 2022

In der Nacht vom 1. auf den 2. März 2021 hat die Öffentlichkeit eine Hiobsbotschaft erreicht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht...

DWN
Finanzen
Finanzen Aufstand bei der Deutschen Bank: Callcenter-Mitarbeiter streiken seit Wochen für höheres Gehalt

Während den Herrschaften im Investmentbanking satte Boni ausgezahlt werden, wehrt sich die Bank mit Händen und Füßen gegen höhere...

DWN
Politik
Politik Steinmeier erwägt staatliche Regulierung der sozialen Medien im Namen der Freiheit und der Demokratie

Bundespräsident Steinmeier meint: „Die Demokratien der Welt müssen ihre Verfasstheit auch im Digitalen sichern, gegen Feinde von innen...

DWN
Deutschland
Deutschland 900 Millionen Euro mehr: Stromkosten in Deutschland explodieren

Die Haushalte in Deutschland haben im vergangenen Jahr so viel für ihren Strom bezahlt wie noch nie.

DWN
Finanzen
Finanzen Lieferketten-Chaos und hohe Transportkosten fachen Inflation in Europa an

Produzenten geben die teils deutlich gestiegenen Kosten an die Kunden weiter, die Inflation in Europa erreicht die Geschäfte und...

DWN
Politik
Politik Zwischen Europa und Russland tobt ein harter Kulturkampf

Der geopolitische Wettbewerb zwischen Europa und Russland nimmt Konturen eines Kulturkampfs an, bei dem es um Religion, Familienwerte und...

DWN
Finanzen
Finanzen Zentralbank der Zentralbanken warnt vor Blasen im Finanzsystem

Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich wählt ihre Worte mit Bedacht. Im Klartext warnt sie vor dem Platzen riesiger...