Unternehmen

Toshiba will Gesundheitssparte komplett verkaufen

Lesezeit: 1 min
29.02.2016 13:08
Toshiba erwägt offenbar den kompletten Verkauf seiner Gesundheitssparte. Der Elektronikkonzern erhoffe sich dadurch Insidern zufolge Erlöse über 3,2 Milliarden Euro. Toshiba kämpft nach einem milliardenschweren Bilanzskandal mit steigenden Kosten für den Konzernumbau.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der angeschlagene Elektronikkonzern Toshiba erwägt Insidern zufolge den kompletten Verkauf seiner Gesundheitssparte. Bei dem zu erwartenden Bieterwettstreit sei mit Erlösen weit über den bislang veranschlagten 3,2 Milliarden Euro zu rechnen, sagten mit den Überlegungen vertraute Personen am Montag. Teile der Gesundheitssparte Toshiba Medical hat das von einem milliardenschweren Bilanzskandal erschütterte japanische Unternehmen bereits zur Disposition gestellt. Steigende Kosten für den Konzernumbau hätten den Vorstand jedoch dazu bewogen, sich komplett von dem Bereich zu trennen, sagten die Insider.

Zu den Interessen zählen demnach der US-Finanzinvestor KKR, der mit Panasonic Healthcare bereits einen Hersteller von Medizinprodukten besitzt. In die zweite Runde des Bieterverfahrens hätten es zudem die japanischen Konzerne Canon, Fujifilm sowie Konica geschafft. Die drei Kamera-Hersteller bieten auch Medizintechnik an. Abgabefrist für die Gebote ist Freitag.

Um wieder auf Beine zu kommen, streicht der japanische Konzern 10.000 Stellen und konzentriert sich auf seine Atomsparte und das weitere Energie-Geschäft wie auch auf die Produktion von Nand-Halbleitern, die in Smartphones zum Einsatz kommen. Die Restrukturierung wird allerdings immer teurer. Für das im März endende Geschäftsjahr 2015/16 rechnet Toshiba mit einem Verlust von 710 Milliarden Yen (5,4 Milliarden Euro) und damit deutlich mehr als mit 550 Milliarden Yen (4,5 Milliarden Euro) zunächst erwartet.

 


Mehr zum Thema:  

 

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Taiwans Chipindustrie: Milliarden gegen Chinas Bedrohung und Trumps Forderungen
22.07.2024

Aus Sorge vor einer chinesischen Invasion investieren Taiwans Chipfirmen Milliarden in neue Fabriken im Ausland. Die Bedenken sind nicht...

DWN
Politik
Politik Russischer Geheimdienst: Explosivstoffe in deutschen Paketen entdeckt
22.07.2024

Moskau beschuldigt die Führung in Kiew immer wieder, Sabotage- und Terroranschläge in Russland zu organisieren. Jetzt soll ein konkreter...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Varta setzt auf drastische Maßnahmen: Alt-Aktionäre sollen gehen
22.07.2024

Der Batteriehersteller ergreift drastische Maßnahmen und wählt ein Verfahren, das verhindern soll, dass ein operativ gesunder Betrieb in...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Pekings Wirtschaftskurs sorgt für Frustration bei deutschen Firmen
22.07.2024

Das „Dritte Plenum“ sollte eigentlich für Aufbruchstimmung sorgen. Doch aus der Perspektive deutscher Firmen blieben die Beschlüsse...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Frauen in Führung: Anteil in deutschen Börsenunternehmen auf Rekordniveau
22.07.2024

Im Mai 2024 lag der Frauenanteil in den Aufsichtsräten deutscher Dax-Unternehmen bei 37,3 Prozent und in den Vorständen bei 19,3 Prozent,...

DWN
Technologie
Technologie Hightech, statt Handarbeit: Ein Blick in die Zukunft der Landwirtschaft
22.07.2024

Neue Anbaumethoden und Technologien verändern die Art und Weise, wie wir Lebensmittel produzieren. Ob KI-gestützte Wettervorhersagen,...

DWN
Technologie
Technologie E-Auto-Batterien: Wahrheit hinter dem CO2-Mythos
22.07.2024

Obwohl die Herstellung von E-Auto-Batterien viel Energie erfordert, weist ein Elektroauto über seine gesamte Lebensdauer hinweg eine...

DWN
Politik
Politik Nach Joe Bidens großem Schritt: Das Rennen in den USA ist wieder total offen
22.07.2024

Joe Biden hat letztlich doch auf seine Familie und enge Freunde gehört und am Sonntag endlich erklärt, er werde nicht noch einmal bei den...