Politik

Griechenland: Aktivisten verteilen Bolzenschneider an Flüchtlinge

Lesezeit: 1 min
05.03.2016 02:36
Aktivisten verteilen offenbar an der griechisch-mazedonischen Grenze Bolzenschneider an Flüchtlinge und Migranten. Allein in einer Nacht wurden mehr als hundert Personen aufgegriffen, die so den Grenzzaun zerstört haben sollen.
Griechenland: Aktivisten verteilen Bolzenschneider an Flüchtlinge

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Beamte haben am Montag auf der mazedonischen Seite des Grenzzauns zu Griechenland 104 Flüchtlinge aufgegriffen, die Bolzenschneider bei sich trugen. Das steht in einem vertraulichen Papier der österreichischen Regierung, aus dem die Kronenzeitung aus Wien zitiert. Demnach hätten die Flüchtlinge in der anschließenden Befragung durch die Polizei angegeben, dass sie die Bolzenschneider von einer Aktivistengruppe oder Hilfsorganisation erhalten hätten.

Wer hinter der Aktion vermutet wird, wird ebenfalls im Bericht erklärt: „Auf griechischer Seite sind im Grenzraum seit längerem griechische Anarchisten tätig, die aktiv Migranten anraten, den Zaun mit Bolzenschneidern aufzuschneiden.“

Zudem erwähnt das Papier, dass Mazedonien seine Grenzen nicht komplett dichtgemacht hat. Demnach konnten am 27. Februar 300 Personen weiterreisen, am 28. Februar 700, am 29. Februar 310 Flüchtlinge. Mazedonien, Serbien, Kroatien und Slowenien sollen zudem bereits konkrete Tagesquoten festgelegt hätten und sich auf eine „Durchflussmenge auf unter 400 Migranten pro Tag“ geeinigt hätten, zitiert die Krone.

Österreich hält weiterhin daran fest, seine Grenze geschlossen zu halten. Der österreichische Auslandsgeheimdienst warnte vor kurzem, dass das Land zum Pufferstaat für Flüchtlinge werden könnte. Bis zum Sommer könnten bis zu einer halben Million Migranten in Österreich festsitzen.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Wahlbetrug bei EU-Wahl: Präparierte Stimmzettel in Bayern aufgetaucht!
23.05.2024

Handelt es sich um einen Wahlfälschungsversuch? In der Stadt Bad Reichenhall ist es zu Unregelmäßigkeiten bei Briefwahlunterlagen für...

DWN
Politik
Politik Der Fall Kirch war sein Verhängnis: Ex-Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer gestorben
23.05.2024

Er prägte über Jahre den Finanzplatz Frankfurt und die Deutsche Bank. Ein Satz kam ihn und seinen damaligen Arbeitgeber teuer zu stehen....

DWN
Technologie
Technologie IW-Regionalranking 2024: Landkreise sind Vorreiter der Energiewende
23.05.2024

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) spielen ländliche Regionen eine zentrale Rolle in der Energiewende...

DWN
Finanzen
Finanzen Silberpreis erreicht Jahreshoch und knackt Marke von 30 Dollar
23.05.2024

Der Silberpreis legt im Fahrwasser der Goldpreis-Rekorde massiv zu und erreichte nun ein neues Jahreshoch. Was sind die Gründe und wie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Flüchtlingswelle 2015: Drei Viertel der Zugezogenen in Arbeitsmarkt integriert
23.05.2024

Arbeitsmarktexperte bringt mit der Initiative „Job-Turbo“ Geflüchtete schneller in Arbeit: Die Erwerbstätigenquote der 2015 nach...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Handelskonflikt mit USA und EU heizt sich auf: China erwägt höhere Import-Zölle auf Verbrenner
23.05.2024

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China eskaliert weiter und erfasst nun auch europäische Autobauer, die gar keine E-Autos...

DWN
Politik
Politik Fußball-EM 2024: Warum Sicherheitsmaßnahmen verstärkt wurden
23.05.2024

Deutschland rüstet auf: Die Sicherheitsvorkehrungen für die Fußball-Europameisterschaft 2024 zur Abwehr von Terrorismus, Cyberangriffen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft EU-Austritt Deutschlands: Ist „Dexit“ der Weg in die Katastrophe?
23.05.2024

Seit dem Brexit-Referendum wird in Deutschland immer wieder über einen möglichen EU-Austritt, den „Dexit“, diskutiert. Eine aktuelle...