Politik

Marissa Mayer verläßt Google und wird CEO bei Yahoo

Lesezeit: 1 min
16.07.2012 23:05
Spektakulärer Wechsel in der Technolgie-Branche: Marissa Mayer, eine der Top-Managerinnen von Google, übernimmt mit sofortiger Wirkung die Führung bei Yahoo. Auf Mayer warten einige Herausforderungen. Ihre Schwangerschaft gab sie ebenfalls bekannt.
Marissa Mayer verläßt Google und wird CEO bei Yahoo

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Marissa Mayer wechselt von Google zu Yahoo. Sie ist ab Dienstag CEO einer der größten Websites der Welt. Am Montag hatte Mayer telefonisch bei Google gekündigt. Mayer war die Nummer 20 der ersten Google Mitarbeiter. Sie ist Ingenieurin und war für die Entwicklung der wichtigsten Google-Produkte verantwortlich - die Suche, Google News und G-Mail. Zuletzt war sie bei Google etwas aufs Abstellgleis geraten und kümmerte sich um das Thema Lokalisierung.

Bei Yahoo erwartet die Managerin eine harte Aufgabe: Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren mehrere Chefs verschlissen. Das Problem: Yahoo ist zwar immer noch eine der größten Websites der Welt, hat aber mehrere technologische Entwicklungen verschlafen und musste in der Gunst der Investoren Google und Facebook an sich vorbeiziehen lassen.

Mayer sagte in einem ersten Statement, dass sie das Kerngeschäft von Yahoo nicht in der Web-Suche sieht. Hier dürfte die weitere Zusammenarbeit mit Microsoft schon aufgrund der Vertragslage nicht in Frage gestellt werden. Statt dessen möchte Mayer die "User experience" bei Yahoo verbessern und die Bereiche Finanzen und Sport ausbauen.

Die größte Herausforderung dürfte darin bestehen, Yahoo wieder den Geist der Innovation einzuhauchen. Erfahrungsgemäß haben auch Internet-Unternehmen ein großes Beharrungsvermögen. Es gibt in der Vergangenheit wenige Beispiele, bei denen eine inhaltliche Neupositionierung gelungen ist. Mayer möchte das Problem unter anderem dadurch lösen, dass sie neue Mitarbeiter aus dem Silicon Valley zu Yahoo lotst.

Eine weitere Herausforderung für Mayer dürfte die Vereinbarkeit ihres neuen Postens mit ihrer Schwangerschaft sein. Noch am Montagabend twitterte sie: "Noch mehr gute Nachrichten heute", sie erwarte "einen kleinen Jungen". Bereits im Oktober soll das Kind zur Welt kommen. Dem Vorstand von Yahoo habe sie über ihre Schwangerschaft informiert und es habe keine Bedenken gegeben. Lang will sie jedenfalls nicht ausfallen. "Mein Mutterschaftsurlaub wird nur ein paar Wochen sein und ich werde währenddessen arbeiten", sagte sie gegenüber Fortune.

 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Das WEF als Selbstbedienungsladen: Die Nebengeschäfte des Klaus Schwab

DWN-Kolumnist Ernst Wolff zeigt auf: Der Chef des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, ist ein umtriebiger Geschäftsmann.

DWN
Deutschland
Deutschland KREISS PRANGERT AN: Mehr als 400 Milliarden Euro wandern in die falschen Taschen

DWN-Autor Christian Kreiss stellt höhere Steuern und Enteignungen zur Diskussion.

DWN
Finanzen
Finanzen Was können wir vom Schweizer Rentensystem lernen?

Für die deutsche Altersvorsorge sieht es düster aus. Das belegen Statistiken mittlerweile zu hunderten. Vielleicht hilft ein Blick zu...

DWN
Politik
Politik Mythos Europa: Was bleibt außer Überwachung, Bürokratie und dem digitalen Euro?

Prof. Dr. Werner Thiede setzt sich kritisch mit der Vorstellung auseinander, dass ein geeintes Europa die Lösung für alle Probleme sein...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Gefährdet der Ukraine-Krieg die Neue Seidenstraße?

Um sein gigantisches Projekt umzusetzen, ist für China eines ganz besonders wichtig: Frieden. Doch in der Ukraine tobt der Krieg. Wie wird...

DWN
Technologie
Technologie Künstliche Intelligenz soll Senioren schützen

Zwei Unternehmen wollen die Digitalisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Pflegeeinrichtungen vorantreiben.

DWN
Finanzen
Finanzen Zinswende der EZB trifft Deutschland besonders hart

Durch die EZB-Zinswende müssen die Euro-Staaten künftig wieder höhere Zinsen zahlen. Besonders hart trifft dies jene Staaten, die...