Beck attackiert kritischen Bürger: „Maul halten!“

Lesezeit: 1 min
04.10.2012 22:55
Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, hat bei einer Veranstaltung einen kritischen Bürger verbal attackiert. Als dieser Beck bei einem TV-Interview auf der Straße mit einem Zwischenruf unterbrach, wandte sich der Politiker an den Kritiker und sagte ihm, dass er dumm sei.

Die Nerven liegen offenbar blank beim scheidenden Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz. Bei einer Veranstaltung zum Tag der deutschen Einheit in München wurde Kurt Beck während eines Interviews mit dem SWR von einem aufgebrachten Bayer unterbrochen. Der Mann rief aus dem Hintergrund: „Wir Bayern zahlen den Nürburgring und den Betzenberg!“ Daraufhin wandte sich Beck um und rief vor laufender Kamera: „Können Sie mal das Maul halten einen Moment, wenn ich ein Interview mache?“ Als der Mann weitersprach rief Beck: „Einfach das Maul halten!“ Der Diskutant sagte, dass er doch nur ehrlich sei. Darauf Beck: „Sie sind nicht ehrlich, Sie sind dumm. Das ist ein Unterschied.“ Danach setzte er das Interview fort. Die Frage bezog sich ironischerweise auf mehr Bürgerbeteiligung in der Politik - und musste nach dem Zwischenruf wiederholt werden.

Beck trägt durch seine Politik maßgeblich Verantwortung für das wirtschaftliche Desaster beim Nürburgring (mehr hier). Der SPD-Politiker hatte schon einmal einen Bürger beschimpft. Einem Arbeitslosen sagte er, er solle sich waschen, dann werde er innerhalb von zwei Wochen einen Job finden.

Offenbar wird der Tag der Einheit von manchem Politiker dahingehend missverstanden, dass er sich der deftigen Sprache Martin Luthers auch im kultivierten Bayern befleißigt. Allerdings hatte Luther als Mann des Volkes nach oben geschimpft – und nicht umgekehrt.



DWN
Politik
Politik Ein Jahr „Gelbwesten“: Auf dem Globus tobt eine gewaltsame Protestwelle

Ein Jahr nach den ersten Protesten der sogenannten "Gelbwesten" in Frankreich toben in verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt schwere...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Argentinien steht kurz vor dem Staatsbankrott: Auch deutsche Lebensversicherer betroffen

Die Schuldensituation Argentiniens verschlechtert sich seit Jahren. Kurz nach der Bereitstellung einer weiteren Kreditlinie durch den IWF...

DWN
Finanzen
Finanzen Lagarde beschwert sich über die Undankbarkeit der Sparer

EZB-Chefin Lagarde beschwert sich darüber, dass die Sparer gegen Negativzinsen sind. Die Sparer sollten schon glücklich sein, wenn sie...

DWN
Technologie
Technologie Bundesregierung will Bau tausender neuer Funkmasten mit Werbe-Initiative begleiten

Die Bundesregierung strebt eine vollständige Abdeckung Deutschlands mit dem neuen 5G-Netz an. Bedenken in der Bevölkerung hinsichtlich...

DWN
Technologie
Technologie Deutschland gehört zu den zehn führenden Wasserstoff-Nationen

Weltweit gibt es zehn Nationen, die mehr oder weniger erfolgreich im Bereich der Wasserstofftechnologie aktiv sind. Zu diesen gehört auch...

DWN
Politik
Politik Deutsche U-Boote und Fregatten: Garanten unserer Freiheit

Die Deutsche Marine ist keine reine Manöver-Flotte mehr. Im zweiten Teil des DWN-Interviews berichtet Marine-Inspekteur Vizeadmiral...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Vizepräsident: „Die Nebeneffekte unserer Geldpolitik nehmen zu“

Dem Vize-Präsidenten der Europäischen Zentralbank zufolge sind die Nebeneffekte der ultralaxen Geldpolitik auf dem Vormarsch. Bei diesen...

DWN
Politik
Politik Illegal eingereister Clanchef klagt gegen abgelehnten Asylantrag und neuerliche Abschiebung

Ein bereits abgeschobener und illegal wiedereingereister Krimineller klagt gegen die neuerliche Ablehnung seines Asylantrags. Daneben hat...

DWN
Politik
Politik Afghanistan entwickelt sich zur neuen Hochburg des IS

Afghanistan entwickelt sich mittlerweile zur neuen Hochburg des IS. Die Terror-Miliz stellt eine direkte Gefahr für Chinas...

DWN
Technologie
Technologie Ein Tesla-Unfall erschüttert das Märchen von der umweltfreundlichen E-Mobilität

Ein Unfall eines Tesla-Fahrers in Österreich wirft ernste Fragen für die gesamte Elektroauto-Branche auf. Zuerst musste der Wagen drei...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutsche Edelstahlwerke vor harten Einschnitten?

Ein Verlust in Millionen-Höhe der Schweizer Stahlgruppe Schmolz + Bickenbach dürfte auch bei der deutschen Tochter, der Deutschen...

DWN
Finanzen
Finanzen Tech-Giganten im Gesundheitswesen: Bessere Vorsorge oder Totalüberwachung?

Die großen Technologiekonzerne dringen mit ihren Anwendungen in das Gesundheitswesen vor. Neben großen Vorteilen zur Vorbeugung von...

DWN
Unternehmen
Unternehmen ŠKODA schickt gegen schlechte Konjunktur neuen Octavia ins Rennen

Die Autobranche steht weltweit unter Druck. Jetzt kommt der tschechische Hersteller ŠKODA mit der neuesten Version des Octavia - eines...

DWN
Politik
Politik Bundestag beschließt CO2-Sondersteuer: Auf den Mittelstand kommen schwere Zeiten zu

Der Bundestag hat die Sondersteuer auf die Emissionen des natürlichen Gases Kohlenstoffdioxid beschlossen. Besonders darunter leiden...

celtra_fin_Interscroller