Unternehmen

Tristesse in Paris: Franzosen geben zu, dass es kein Wachstum mehr gibt

Lesezeit: 1 min
19.02.2013 12:51
Der französische Außenminister rechnet mit einer Stagnation der Wirtschaft in diesem Jahr. Damit korrigiert Laurent Fabius die Prognose der französischen Regierung noch einmal nach unten. Des Defizit-Ziel wäre nur noch mit massiven Einsparungen zu erreichen.
Tristesse in Paris: Franzosen geben zu, dass es kein Wachstum mehr gibt

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Dass die französische Wirtschaft deutlich geschwächt ist, hat sich in den vergangenen Monaten mehrmals gezeigt, doch wie schwach, dass vermag die französische Regierung wohl nur in kleinen Häppchen öffentlich zu machen. Ursprünglich war man in Frankreich von einem Wachstum von 0,8 Prozent in diesem Jahr ausgegangen. Doch bereits am Freitag vergangener Woche, erklärte die Regierung, dass dies kaum zu erreichen sei.

Nun meldete sich der französische Außenminister Laurent Fabius zu Wort. In einem Interview mit dem Radiosender RTL sagte er, so wie es derzeit in Europa laufe „werden wir gezwungen sein, die Aussagen zu revidieren“. Als der Journalist fragte, ob die Regierung an 0,2 bis 0,3 Prozent statt 0,8 Prozent Wachstum denke, antwortete Laurent Fabius, dass es etwa in diesem Dreh sein werde. Damit nähert sich die französische Wirtschaft einer Stagnation und das Defizit-Ziel von 3 Prozent würde definitiv nicht erreicht werden können. Das zwingt Hollande möglicher Weise dazu, härtere Einsparungen vorzunehmen – Rentenkürzungen drohen (hier).

Ob die Prognose Laurent Fabius nun zutreffend ist, wird sich zeigen, im Finanzministerium war man zumindest nicht erfreut über seine Aussagen im französischen Radio. Zwei Stunden nach Ausstrahlung des Interviews hieß es vom Ministerium dass die neue Prognose zum Wachstum für 2013 noch gar nicht „abgeschlossen“ sei, berichtet Le Monde.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft OPEC stellt Weichen für Drosselung der Öl-Förderung

Die OPEC bereitet den Markt auf eine Drosselung der Öl-Förderung vor. Zugleich erwartet die IEA eine steigende Nachfrage. Öl könnte...

DWN
Finanzen
Finanzen Kampf gegen das Bargeld: Australien testet digitale Währung

Die Zentralbank Australiens arbeitet an der Einführung einer digitalen Währung. Damit folgt sie einem Aufruf der Bank für...

DWN
Deutschland
Deutschland Impfnebenwirkungen: TK meldet fast eine halbe Million Behandlungen in 2021

Die Debatte um Impfnebenwirkungen der Corona-Impfstoffe nimmt wieder Fahrt auf. Die Techniker Krankenkasse musste nun Daten offenlegen, die...

DWN
Finanzen
Finanzen Die größten Vermögensverwalter der Welt setzen plötzlich auf Krypto

Die Vermögensverwalter Abrdn, BlackRock und Charles Schwab haben im August massive Geschäfte im Krypto-Sektor gestartet. Sie erwarten...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Fußball-Bundesliga: Die bunte Welt der Sponsoren

Die neue Bundesligasaison bietet vielen Unternehmen eine große Bühne, um ihre Zielgruppen zu erreichen und ihre Produkte zu bewerben....

DWN
Finanzen
Finanzen EZB traut sich nicht: Maßnahmen gegen Inflation sind äußerst zaghaft

Zwar hat EZB hat die geldpolitische Straffung tatsächlich begonnen und ihre Bilanz schon um 90 Milliarden Euro reduziert. Doch im Kampf...

DWN
Finanzen
Finanzen Milliardengrab für den Westen: Die Ukraine ist zahlungsunfähig

Die Ratingagenturen S&P und Fitch haben die Ukraine als teilweise zahlungsunfähig herabgestuft. Den Gläubigern im Westen drohen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Wie Frankreich der Dijon-Senf ausgegangen ist

In den Regalen von Frankreichs Supermärkte herrscht ein akuter Mangel an Dijon-Senf. Dies ist vor allem die Folge zweier ganz unerwarteter...