Politik

US-Behörde: Beschwerde über Wasser-Qualität kann als Terrorismus eingestuft werden

Lesezeit: 1 min
23.06.2013 23:19
Seit Monaten beschweren sich die Bewohner von Maury County über die schlechte Wasserqualität. Einige sind bereits erkrankt. Deshalb wurde ein Staatsbeamter von Tennessee zu Gesprächen über die Wasserqualität eingeladen. Doch statt Hilfe anzubieten, warnt dieser die Einwohner davor, sich gut zu überlegen, ob sie Beschwerde einreichen. Das könnte nämlich als terroristischer Akt angesehen werden.
US-Behörde: Beschwerde über Wasser-Qualität kann als Terrorismus eingestuft werden

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Im Zuge der PRISM-Affäre rückt das Thema Überwachung und Terrorismus immer stärker in den Fokus der amerikanischen Bürger. Es ist nicht schwer, sich in den USA verdächtig zu machen. Schon eine Beschwerde über die Qualität des Trinkwassers kann gefährlich sein, wie sich im Landkreis Maury County Ende Mai zeigte.

Monatelang hatten sich die Bewohner von Maury County über die schlechte Wasserqualität beschwert. Manche Kinder seien sogar vom Wasser krank geworden, berichtet die USA Today. Bei einem Treffen  zwischen dem stellvertretenden Direktor der Abteilung Umwelt- und Naturschutz in Tennessee, Sherwin Smith, und der Bürgerinitiative kam es dann zu einer interessanten Aussage

Teile der Besprechung wurden von Teilnehmern im Audio-Format aufgenommen:

Sherwin Smith: „Wir nehmen die Wasserqualität sehr ernst. Sehr, sehr ernst. Aber Sie müssen sicherstellen, dass Sie bei der Einreichung einer Beschwerde über die Wasserqualität eine wirkliche Grundlage [für diese Beschwerde] haben. Denn, wenn es keine Qualitätsprobleme beim Wasser gibt, kann dies auf Bundesebene unter der Homeland Security als terroristischer Akt angesehen werden.“

Geschockt von den Worten des Beamten bittet ein Zuhörer Sherwin Smith darum: „Können Sie das bitte noch einmal sagen.“ Und Smith wiederholte nahezu identisch das vorher gesagte.

Die Abteilung für Umwelt- und Naturschutz von Tennessee sagte der USA Today, es wolle den Vorfall prüfen und, dass Smith nicht für eine Stellungnahme zur Verfügung stehe. „Mir wurde gesagt, dass das Treffen viel länger war als der Audio-Clip und, dass Smith tatsächlich seine Bemerkungen erläutert habe“, so die Sprecherin Meg Lockhart.

Angesichts der Tatsache, dass schon die Verwendung des Begriffs Zombie im Internet einen in den USA als Extremisten verdächtig machen könnte (hier), ist dies nicht verwunderlich. Auf diese Weise kann man den Bewohnern von Gemeinden auch klar machen, dass die den Staat bzw. die Behörden nicht mit solchen „Kleinigkeiten“ belästigen sollen.

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