Frankreich attackiert EU-Kommissar: „Barroso ist ein Versager“

Lesezeit: 1 min
29.06.2013 03:01
Während Frankreich in die Depression rutscht, schießt sich die französische Regierung auf den Chef der EU-Kommission Barroso ein. Handelsministerin Nicole Bricq sagte, Barroso tauge nichts in seinem Amt.
Frankreich attackiert EU-Kommissar: „Barroso ist ein Versager“

Die Attacken aus der sozialistischen Regierung Frankreichs gegen den Chef der EU-Kommission José Manuel Barroso setzen sich fort. Die Minister versuchen, Barroso für das Scheitern ihrer eigenen Politik verantwortlich zu machen.

Die französische Handelsministerin Nicole Bricq sagte am Freitagmorgen, José Manuel Barroso sei eine schlechte Wahl für den Chef-Posten bei der EU-Kommission gewesen, berichtet Le Monde. Barroso habe „nichts mit seinem Mandat gemacht“.

Auf der Pressekonferenz nach dem EU-Gipfel auf den Vorwurf angesprochen sagte Barroso: „Es gibt Kommentare, die man nicht kommentieren muss.“

Bereits am Sonntag hatte der französische Industrie-Minister Arnaud Montebourg hat den Chef der EU-Kommission José Manuel Barroso scharf angegriffen. Barroso sei dafür verantwortlich, dass der rechts-gerichtete Front National so stark geworden sei. Und er habe die EU zu einer Institution „gegen die Menschen in Europa“ gemacht (mehr hier).

Daraufhin stellte Barroso Teile der französischen Linken mit den Rechtsextremen auf eine Stufe. „Wenn es um wirtschaftliche Reformen, um Offenheit, Globalisierung, um Europa und seine Institutionen geht, dann haben gewisse Separatisten genau die gleichen Ansichten wie die extreme Rechte.“

Die Angriffe gegen Barroso geschehen vor dem Hintergrund der gescheiterten Innenpolitik des sozialistischen Präsidenten Francois Hollande. Im ersten Quartal 2013 sind die französischen Staatsschulden auf ein Rekordhoch von 1,87 Billionen Euro geklettert (mehr hier).



DWN
Finanzen
Finanzen Repo-Guru: Liquiditätskrise zum Jahresende wird Fed zu massiven Anleihekäufen zwingen

Jener Analyst, welcher einen Monat vor Ausbruch der Liquiditätskrise am US-Geldmarkt genau diese Krise korrekt vorhergesagt hatte, warnt...

DWN
Politik
Politik Grüne fordern „Klimapass“ für Migranten zur Umsiedlung in „sichere Länder“

Die Grünen vertreten einen bislang medial eher unbeachteten Forderungskatalog der Klimathematik. So sollen Menschen aus angeblich...

DWN
Finanzen
Finanzen Lagardes Einstand bei der EZB: Nullzinsen bleiben bis zum Sankt Nimmerleinstag

Christine Lagarde bestätigt als neue Präsidentin die Geldpolitik ihres Vorgängers: die Leitzinsen bleiben auf unabsehbare Zeit bei null,...

DWN
Deutschland
Deutschland Weihnachtsmarkt-Anschlag in Berlin: Mail-Mitschnitte werfen sonderbares Licht auf BKA-Beamten

E-Mail-Mitschnitte und die Aussagen eines Ermittlers aus Nordrhein-Westfalen werfen ein sonderbares Licht auf den Arbeitsansatz eines...

DWN
Politik
Politik Johnson gewinnt Parlamentswahl: Tories erringen absolute Mehrheit im Unterhaus, SNP räumt in Schottland ab

Großbritannien steuert auf einen zügigen Austritt aus der EU zu. Die Konservativen werden aller Voraussicht nach die absolute Mehrheit...

DWN
Politik
Politik Pentagon-Dokumente: Obama und Bush täuschten Öffentlichkeit systematisch über Afghanistan-Krieg

Bislang unveröffentlichten Dokumenten zufolge sollen die US-Regierungen seit 2001 die Öffentlichkeit über die Lage in Afghanistan...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Regierung bereitet Sanktionen gegen Nordstream 2 vor

Das US-Repräsentantenhaus hat Sanktionen gegen das Pipeline-Projekt Nordstream 2 auf den Weg gebracht. Es muss jetzt noch vom Senat...

DWN
Finanzen
Finanzen Renditen steigen: Investoren verlieren das Vertrauen in Zombie-Unternehmen

Auf dem US-Markt geraten riskantere Unternehmensanleihen zunehmend unter Druck. Die Zahl der besonders gefährdeten Anleihen, der...

DWN
Politik
Politik Bosch: Von der Leyens „Green Deal“ bricht der deutschen Autobranche das Genick

Der Bosch-Vorstandsvorsitzende Volkmar Denner warnt vor den überzogenen CO2-Vorgaben der neuen EU-Kommission. Diese bedeuteten faktisch...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Droht das Aus? Traditionsreicher Zulieferer Leoni braucht plötzlich 200 Millionen Euro

Die Lage bei Leoni ist ernst: Der Konzern schreibt Verluste in zweistelliger Millionen-Höhe. Und das, obwohl der Hersteller zwölf Monate...

DWN
Politik
Politik Anhörung eskaliert: „Das Soros-Orchester“ und die ernste Entfremdung zwischen EU-Kommission und Ungarn

Eine Anhörung zu Vorwürfen der EU-Kommission gegen die ungarische Regierung ist aus dem Ruder gelaufen. Die beiden Seiten scheinen sich...

DWN
Politik
Politik USA verhängen Sanktionen gegen Irans Schiff- und Luftfahrt

Die USA haben ihre Sanktionen auf die Schiff- und Luftfahrt der Iraner erweitert. Der Iran betreibt seit geraumer Zeit eine “Schwarze...

DWN
Politik
Politik US-Armee wird im Sommer 20.000 Soldaten für Großübung nach Europa verlegen

Die USA verlegen 20.000 zusätzliche Truppen nach Europa, die an einer Übung im Sommer teilnehmen sollen. Deutschland spielt dabei eine...

DWN
Finanzen
Finanzen Termingeschäfte eingeschränkt: Weltgrößter Pensionsfonds geht gegen Spekulanten vor

Mit einer Neuregelung zu seinem Aktienportfolio macht Japans staatlicher Pensionsfonds Leerverkäufern einen Strich durch die Rechnung....

celtra_fin_Interscroller