Finanzen

Zinsen steigen: US-Schulden werden teurer

Lesezeit: 1 min
27.12.2013 13:13
Am Freitag haben die 10-jährigen US-Staatsanleihen die 3-Prozent-Marke überschritten. Schulden-Machen wird damit für Präsident Obama teurer. Kredite dürften sich damit in den kommenden Monaten ebenfalls verteuern.
Zinsen steigen: US-Schulden werden teurer

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

In den USA steigen die Kosten für die Staatsschulden weiter an: Am Freitag durchbrachen die Zinsen für langfristige Treasuries erstmals die 3-Prozent-Hürde.

Die Preise für Gold und Silber reagierten sofort und stiegen signifikant an.

Der Barclays-Index für langfristige US-Staatsanleihen hat eine Gesamtrendite von minus 12,2 Prozent festgestellt. Die 10-Jahres-Rendite ist seit Januar um 1,80 gestiegen. Nachdem die Fed angekündigt hatte, die Anleihenkäufe um zehn Milliarden Dollar zu senken, ist die 10-Jahres-Rendite auf 2,80 Prozent geklettert. Viele Wall-Street-Strategen erwarten, dass die Marke von 3,50 Prozent in den kommenden Monaten erreicht oder sogar überschritten wird.

Die 10-Jahres-Anleihen-Redite ist ein Benchmark für alle Arten von verzinslichen Wertpapieren, von Hypotheken bis Unternehmensanleihe. Sie wird stark von den Kosten für festverzinsliche Wohnbau-Kredit für amerikanischen Hausbesitzer beeinflusst.

Damit deutet sich jedoch vor allem an, dass die Zinsen für Staatsanleihen weiter steigen könnten: Damit werden die Möglichkeiten Obamas reduziert, mehr Geld in den Markt zu pumpen, um etwa durch staatliche Konjunktur-Programme neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Obama muss das Geld für den Schuldendienst verwenden - die Banken machen ein gutes Geschäft, weil sie das Geld, das sie Obama leihen, für 0,00 Prozent von der Fed bekommen.

Für die amerikanischen Bürger bleibt von den neuen Krediten immer weniger übrig.

Damit ergeht es den Amerikanern wie den Griechen: Die Schuldenspirale beginnt sich zu drehen.

Das Ende ist bekannt.


Mehr zum Thema:  

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilie verkaufen: Mit diesen Marktanalysen und Tipps gelingt der Immobilienverkauf
14.07.2024

Im aktuellen Markt gibt es wohl kaum eine bessere Anlage als eine Immobilie in guter Lage. Der perfekte Zeitpunkt also, um zu verkaufen,...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Agrarmeteorologe im DWN-Interview: Boden als wichtigster landwirtschaftlicher Produktionsfaktor bald noch wichtiger
13.07.2024

Agrarmeteorologe Andreas Brömser spricht über die Herausforderungen und Fortschritte in der Wettervorhersage für die Landwirtschaft. Im...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Wachsende Ungleichheit - ist Indiens Boom am Ende?
13.07.2024

Ist Indien die neue Alternative zu China oder bloß ein Papiertiger? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Fakt ist: Der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Arbeitskosten in Deutschland deutlich angestiegen
13.07.2024

Hohe Tarifabschlüsse haben die Arbeitskosten in Deutschland stark ansteigen lassen. Im EU-Vergleich gehört Deutschland zu den Ländern...

DWN
Finanzen
Finanzen Vermögenssteuer: Mehrheit der Deutschen unterstützt Wiedereinführung
13.07.2024

Soll es hohe Steuern auf Vermögen über einer Million Euro geben? Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet dies. Überraschend sind die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Leises Industriesterben: Droht eine Deindustrialisierung?
13.07.2024

Alarmierende Zahlen: Alle drei Minuten schließt ein Unternehmen! Lesen Sie, welche Branchen am stärksten betroffen sind und was das für...

DWN
Finanzen
Finanzen Anlagechance Rechenzentren: Der geheime Gewinner des KI-Trends?
13.07.2024

Während die Begeisterung um Künstliche Intelligenz die Kurse bekannter Technologieaktien in die Höhe treibt, lohnt sich ein tieferer...

DWN
Panorama
Panorama UN-Prognose: Weltbevölkerung wächst bis 2084 auf über 10 Milliarden
13.07.2024

Mehr als zehn Milliarden Menschen auf dem Planeten? Das könnte Fachleuten der Vereinten Nationen zufolge in einigen Jahrzehnten passieren....