Düsseldorf: Roboter bringt Media Markt-Ware nach Hause

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
01.10.2016 03:00
Der Elektronikhändler Media Markt testet die Zustellung von Waren per Roboter. Die Nachfrage der Kunden sowie Sicherheitsaspekte entscheiden darüber, ob sich die Idee in der Fläche durchsetzen lässt.
Düsseldorf: Roboter bringt Media Markt-Ware nach Hause

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Der Elektronikhändler Media Markt testet als erstes großes Handelsunternehmen in Deutschland die Auslieferung von Express-Bestellungen durch Roboter, berichtet Reuters. In einem Pilotprojekt im Düsseldorfer Stadtteil Grafental rollen vom örtlichen Media-Markt aus zwei Roboter der estnischen Firma Starship und stellen den Kunden Eilbestellungen zu, teilte die Metro -Tochter am Donnerstag mit. Die beiden jeweils sechsrädrigen Geräte sollen im Radius von bis zu fünf Kilometern um den örtlichen Media-Markt Waren mit einem Gewicht von bis zu zehn Kilogramm zustellen. Sie werden bis zu sechs Kilometern in der Stunde schnell und werden von einem Aufseher begleitet - dies ist eine Auflage der Behörden für den Test.

Händler setzen verstärkt auf eine rasche Zustellung im Internet georderter Waren an die Kunden. Media Markt etwa bietet bereits die Auslieferung durch Kuriere an, wenn Kunden etwa kurz vor Urlaubsantritt feststellen, dass ihre Kamera defekt ist. Media Markt steht damit aber bei weitem nicht allein. Auch Online-Händler wie Amazon setzen auf eine rasche Zustellung, auch Logistikkonzerne wie die Deutsche Post oder der Paketdienst Hermes experimentieren mit autonom fahrenden Robotern - oder mit dem Einsatz von Drohnen. Starship testet derzeit insgesamt 30 Zustell-Roboter, die Geräte liefern einer Sprecherin zufolge etwa in London Essen oder in der Schweiz Medikamente aus.

„Wir wollen testen, ob die Kunden diese neue Möglichkeit nachfragen“, sagte Media-Saturn-Manager Martin Wild. Der Elektronikhändler könnte mit den Robotern auf den kostspieligen letzten Metern zum Kunden Geld sparen - wenn sie sich durchsetzen. Starship peilt an, dass eine Auslieferung per Roboter die Unternehmen einmal weniger als einen Euro kosten solle. Derzeit würden die Roboter noch per Hand gefertigt, die Kosten seien deshalb sehr hoch - gingen die Vehikel indes in Serie, werde sich das ändern.

Für Media-Markt-Kunden wird für eine Express-Zustellung derzeit eine Zusatzgebühr von 14,95 Euro fällig. Verbraucher in dem Düsseldorfer Stadtteil, die die Zustellung per Test-Roboter ordern, bekämen indes einen Warengutschein von 30 Euro, sagte eine Media-Markt-Sprecherin. Den ganzen Tag über können die Roboter dann aber nicht vor die Haustür des Kunden fahren - aus Sicherheitsgründen sollen sie bei dem Pilotversuch nur bei Tageslicht durch die Straßen rollen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Elektromobilität: In jedem Wandel stecken Chancen

Emissionen verringern, Kosten sparen und Imagegewinne erzielen – die Gründe für Unternehmen, in der Flotte auf Fahrzeuge mit...

DWN
Politik
Politik Corona: Erst haben unsere Politiker Deutschland in die Krise geführt - jetzt vollenden EU-Bürokraten das Werk

Die Corona-Maßnahmen in Deutschland waren unnötig, das Missmanagement der Politiker geht aber munter weiter. Die Auswirkungen für...

DWN
Deutschland
Deutschland Corona-Ticker: Merkel warnt vor stark steigenden Infektionszahlen

Lesen Sie alle wichtigen Meldungen zur Corona-Pandemie im Liveticker.

DWN
Politik
Politik Polen und die USA, 2. Teil: Ein mächtiger amerikanischer Vorposten in Europa

Lesen Sie heute den 2. Teil der großen DWN-Analyse "Polen und die USA".

DWN
Finanzen
Finanzen Wer am stärksten vom Rückgang der Reallöhne in Deutschland betroffen ist

Die Löhne der Deutschen sind im laufenden Jahr erstmals seit Langem wieder gesunken.

DWN
Politik
Politik Steckt George Soros hinter dem Krieg zwischen Aserbaidschan und Armenien?

Der aserbaidschanische Präsident Ilhan Aliyev sagt, dass vor zwei Jahren in Armenien ein Regime-Change im Auftrag des US-Investors George...

DWN
Politik
Politik Russland, China und die Türkei sind die „neuen Imperien“

EU-Außenminister Borrell meint, dass Russland, China und die Türkei die „neuen Imperien“ seien. Die EU müsse die „Sprache der...

DWN
Politik
Politik Griechische Polizei: Migranten-Organisationen spionieren gezielt Küstenwache aus

Mehrere Migranten-Organisationen sollen systematisch die griechische Küstenwache ausspioniert haben, um türkischen Schlepperbanden...

DWN
Finanzen
Finanzen Intervention der türkischen Zentralbank verpufft, Lira-Verfall beschleunigt sich

Die Leitzinsanhebung der türkischen Zentralbank ist wirkungslos verpufft, der Wertverfall der Landeswährung Lira beschleunigt sich...

DWN
Marktbericht
Marktbericht DAX fest im Griff der Corona-Diskussionen - heute Lagarde mit Rede

Die Diskussionen über die Ausbreitung der Pandemie wirken sich wieder negativ auf die Börsen aus. Heute werden erneut Konjunkturdaten...

DWN
Technologie
Technologie Miele sucht mit neuem Back-Robot Anschluss an die Marktführer aus Übersee

Beim lukrativen Geschäft mit digitalisierten Haushaltsgeräten liegt der deutsche Hersteller Miele aus Gütersloh weit hinter den...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Apple baut in Dänemark gigantischen Windpark - größer als der Kölner Dom

Ein schleppender Neubau und anhaltende Proteste von Anwohnern haben in der Vergangenheit die Windparkbranche belastet. Jetzt kommen...

DWN
Politik
Politik Poseidons verdrecktes Paradies: Die Tragik eines rechtsfreien Raums

Diese Woche befasst sich Ronald Barazon mit der Verschmutzung der Weltmeere. Ein eindrucksvoller Essay: Tiefgehende Analyse und flammende...

DWN
Politik
Politik Immer noch unangreifbar, aber nicht mehr Zentrum der Welt: Die USA werden ihr Imperium aufgeben müssen

In Folge vier der großen geopolitischen DWN-Serie analysiert Moritz Enders, wie die geografische Lage der USA ihre Außen-, Sicherheits-...

DWN
Finanzen
Finanzen Größte Krise seit hundert Jahren: Jetzt hilft nur noch ein radikaler Schuldenschnitt

Weder unser Geld noch unsere Forderungen sind noch durch reale Wirtschaftsleistungen gedeckt - ein Nährboden für gesellschaftliche...

celtra_fin_Interscroller