Wirtschaft fordert Schutz der Handelswege vor Piraten

Terroristen und Piraten bedrohen die internationalen Transportwege, so der Bundesverband der Deutschen Industrie. Daher sollten die Unternehmen den Behörden alle zu ihrem Schutz nötigen Daten zur Verfügung stellen. Wenn die Handelswege unterbrochen werden, gehen in Deutschland „die Lichter aus“, so Verbands-Chef Grillo.

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Die deutsche Wirtschaft hat vor gravierenden Folgen unsicherer Handelswege gewarnt und fordert deshalb einen besseren Schutz der Logistikwege.

Die Regierung müsse sich dafür einsetzen, dass die weltweiten Sicherheitsanforderungen für die Transportwege harmonisiert und verstärkt würden, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, am Freitag in München. Die deutsche Volkswirtschaft sei wegen der starken Exportorientierung und Arbeitsteilung extrem stark auf sichere Transportwege angewiesen.

„Sicherheitsvorkommnisse irgendwo auf der Welt können sich binnen kürzester Zeit nachteilig auf die deutsche Wirtschaft auswirken“, sagte Grillo laut Redetext auf einer Veranstaltung des BDI und der bayerischen Wirtschaft am Rande der Sicherheitskonferenz. Er verwies sowohl auf terroristische Anschläge wie die Bedrohung durch Piraten.

Die deutsche Transportbranche mit ihrem Umsatz von 220 Milliarden Euro werde unterschätzt, sagte der Verbandschef. Mit 3.900 Schiffen unterhalte Deutschland die drittgrößte Handelsflotte der Welt. Ausdrücklich forderte Grillo die Unternehmen auf, den Sicherheitsbehörden auch alle nötigen Daten zur Verfügung zu stellen.

Besonders eklatant sei die Abhängigkeit bei Rohstoffen. Dabei sei aber nicht nur der sichere Zugang zu Vorkommen weltweit wichtig, sondern auch die Garantie eines reibungslosen Transports, sagte Grillo. Rund 50 Prozent aller in Deutschland benötigten Rohstoffe müssten importiert werden. Bei den energetischen Rohstoffen wie Öl oder Gas seien es sogar über 70 Prozent, bei den metallischen nahe 100 Prozent.

„Würde die hierfür erforderliche Logistik unterbrochen werden, stünden in unseren Unternehmen binnen kürzester Zeit die Produktionsbänder still, und in den Haushalten – bei jedem der hier Anwesenden – gingen buchstäblich die Lichter aus.“

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