Finanzen

Kurs-Sturz: Deutsche Börse unterbricht den Handel

Lesezeit: 1 min
06.02.2014 17:47
Während EZB-Chef Draghi am Donnerstag die Zins-Entscheidung mitteilte, brach der Dax-Future innerhalb von Sekunden um 200 Punkte ein. Daraufhin unterbrach die Börse den Handel für drei Minuten.

Mehr zum Thema:  
Börse > EZB >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Börse  
EZB  

Aktuell:

Schweizer wollen weniger Einwanderer aus Deutschland

Am Donnerstag gab es einen ungewöhnlichen Kurseinbruch beim Dax-Future. Die Möglichkeit einer Fehleingabe schloss die Deutsche Börse aus. Von Marktteilnehmern gestellte Anträge auf Rückabwicklung lehnte die Terminbörse Eurex nach Prüfung der Kursbewegungen ab.

Um 13.45 Uhr, während der Verkündung des Zinsentscheids durch EZB-Chef Mario Draghi (hier), hatte der Terminkontrakt binnen Sekunden um fast 200 Punkte auf bis zu 9.010 Punkte nachgegeben.

„Es gab daraufhin eine reguläre Volatilitäts-Unterbrechung“, sagte ein Sprecher des Frankfurter Börsenbetreibers. Dieser Schutzmechanismus greift bei ungewöhnlich hohen Kursausschlägen - der Handel wird dann für einige Minuten unterbrochen.

Im Fall des Dax-Future dauerte diese rund drei Minuten - anschließend notierte der Kontrakt wieder im Plus und lag zuletzt 45 Punkte höher bei 9.170 Zählern.

Zu Spekulationen über eine Fehleingabe eines Marktteilnehmers sagte der Börsensprecher: „Das schließen wir aus, denn unsere Systeme sind durch diverse Sicherheitsvorkehrungen davor geschützt.“ Vielmehr sei es eine normale Marktbewegung gewesen, die Systeme der Börse hätten darauf regulär reagiert.

Anträge auf Rückabwicklung von Marktteilnehmern wurden nach Prüfung von der Deutsche-Börse-Tochter Eurex, an der der Kontrakt gehandelt wird, abgelehnt. „Jeder Handel im Dax-Future zwischen 13:45 Uhr MEZ und der Wiederaufnahme 13:48:55 war rechtmäßig und bleibt bestehen.“

Mit einem Dax-Future können Anleger den Leitindex Dax zu einem bestimmten Zeitpunkt und zu einem vereinbarten Indexstand kaufen oder verkaufen. Investoren nutzen den Dax-Future gerne zur Absicherung ihres Portfolios gegen Kursverluste, aber auch zu spekulativen Zwecken.

Weitere Themen

Große Geldhäuser drücken sich vor Banken-Abgabe

Italien fordert Schaden-Ersatz für schlechtes Kredit-Rating

EU-Regeln aufgeweicht: Banker-Boni erreichen neue Höhen

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Börse > EZB >

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Politik
Politik Genug ist genug: Wider den Antisemitismus auf Deutschlands Straßen

Schon wieder hat es die Politik verpasst, jüdische Gotteshäuser rechtzeitig zu sichern. Attacken auf Synagogen, Hassparolen auf...

DWN
Technologie
Technologie 50 Gigawatt stehen zur Disposition: Geplante Stilllegung von Kraftwerken gefährdet Deutschlands Stromversorgung

Die Regierung plant die Stilllegung von Atom- und Kohlekraftwerken - woher der dann fehlende Strom kommen soll, weiß niemand.

DWN
Politik
Politik Le Pen und das Militär gegen das Establishment: Frankreichs Kulturkampf spitzt sich zu

Die verfeindeten Seiten stehen sich unversöhnlich gegenüber. Doch im Grunde genommen kämpft jeder gegen jeden - die französische...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Konkurrent Ethereum setzt seinen Höhenflug fort

Ethereum eilt von Allzeithoch zu Allzeithoch. Damit entkoppelte sich die Währung in den letzten Wochen vom restlichen Kryptomarkt, der...

DWN
Politik
Politik Indien: Von Gebirgen geschützt, auf dem Meer herausgefordert

In Folge vierzehn der großen geopolitischen DWN-Serie befasst sich Moritz Enders heute mit Indien. An wohl keinem anderen Beispiel lässt...

DWN
Finanzen
Finanzen Warum die Kritik an den Zentralbanken scheinheilig ist

Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten sind in einer Reihe von Artikeln sehr kritisch mit den Zentralbanken umgegangen. Jetzt nimmt DWN-Autor...

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeldabschaffung nimmt immer konkretere Formen an: Nach neuem EU-Vorschlag drohen Verhältnisse wie in Schweden

DWN-Gastautor Hansjörg Stützle analysiert, wie die Abschaffung des Bargelds schrittweise voranschreitet. Zum Schluss zeigt er auf, wie...

DWN
Technologie
Technologie Biotreibstoff-Verband: Klima-Kritik an Grünem Diesel ist Unfug!

Verbraucherorganisationen behaupteten, dass der Grüne Diesel schädlicher als der Treibstoff aus Erdöl sei. Im exklusiven Interview mit...