ZDF lässt Olympia-Sieger für Auftritt einfliegen

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
20.02.2014 00:08
Das ZDF hat die deutschen Olympia-Rodler für einen Auftritt im „Aktuellen Sportstudio“ nach Mainz einfliegen lassen - obwohl in Sotschi ein Studio für mehrere hunderttausend Euro gebaut wurde. Ein Interview vor Ort wäre zu umständlich gewesen, so der ZDF-Sport-Chef.
ZDF lässt Olympia-Sieger für Auftritt einfliegen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Wenige Tage nach ihrem Olympia-Sieg hat das ZDF vier deutsche Rodler und ein Trainer für das „Aktuellen Sportstudio“ einfliegen lassen. Die Gesamtkosten für die fünf Personen sollen bei unter 2500 Euro liegen, so ZDF-Sport-Chef Dieter Gruschwitz.

Die einzelnen Tickets sollen jeweils 402 Euro gekostet haben, die Hotelzimmer jeweils 80 Euro. Hier muss das ZDF einen sehr günstigen Tarif bekommen haben. Ein Blick auf ein Vergleichsportal für Flugpreise zeigt als günstigsten Preis weit mehr als 1.000 Euro Reisekosten für einen Direktflug an.

Gruschwitz gibt als Begründung für die Einladung an, dass eine Interview-Schalte aus Sotschi zu aufwändig gewesen wäre, außerdem sei es unangemessen, wenn der Auftritt von einer Diskussion über Flugkosten bestimmt werde.

„Das „Aktuelle Sportstudio“ ist eine Sendung mit Publikum, und deshalb gibt es die Erwartungshaltung, dass in diesem Studio auch etwas passiert. An diesem Samstag boten sich die vier Rodler als Gäste an. … Die Rodler hatten dann allerdings die Bitte, auch wieder zurückgeflogen zu werden. Hätte ich sagen sollen: Nein, zurückfliegen wollen wir Sie nicht mehr, das ist uns zu teuer?“

Zudem müsse man die Situation vor Ort kennen. Durch die Zeitverschiebung hätten die Rodler zwischen 2.30 und 3.30 Uhr morgens Ortszeit interviewt werden müssen. „Zudem hätten wir in der Nacht für das Rodler-Interview noch 15 Leute gebraucht, aus Produktion, Technik, Regie“, so Gruschwitz im Spiegel.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Rentenversicherung schreibt Brandbrief: Einführung der Grundrente ab 2021 ist technisch gar nicht machbar

Die von der Bundesregierung anvisierte Einführung der Grundrente ist aus Sicht der Rentenversicherung technisch überhaupt nicht möglich,...

DWN
Politik
Politik Teurer „Green Deal“: Tiefe Gräben zwischen Nettozahlern und Kommission um künftige EU-Beiträge

In den Verhandlungen um die künftigen EU-Beiträge sind die Fronten verhärtet. Auf der einen Seite stehen die Nettozahler wie...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Diamanten-Geschäft bricht weltweit ein

Das weltweite Diamanten-Geschäft befindet sich in einer äußerst schwierigen Phase: So ist der der Umsatz des größten russischen...

DWN
Finanzen
Finanzen Argentinien stolpert von Bankrott zu Bankrott: Ein Lehrstück für die verheerende Politik des IWF

Die Dauerkrise in Argentinien kann als Paradebeispiel der neoliberalen und oftmals kontraproduktiven Interventionen des Internationalen...

DWN
Politik
Politik DWN EXKLUSIV: Syrien-Offensive: Nato unterstützt die Türkei über Twitter, aber das war’s auch schon

Die Nato hat sich mit einem Twitter-Video angesichts der türkischen Offensive in Syrien mit der Türkei solidarisiert. Mehr Unterstützung...

DWN
Technologie
Technologie IOTA - die Währung der Maschinen wird zum Angriffsziel von Hackern

Die Kryptowährung IOTA, die das selbständige Bezahlen zwischen vernetzten Geräten und Maschinen ermöglichen soll, ist zum Angriffsziel...

DWN
Politik
Politik Erdgas-Streit mit der Türkei: Frankreich entsendet Flugzeugträger nach Zypern

Im Streit zwischen der Türkei einerseits und Zypern und der EU andererseits um Erdgasvorkommen vor der Mittelmeerinsel spitzt sich die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Manipulieren die USA und Saudi-Arabien den Ölpreis, um den Iran in den Bankrott zu treiben?

In den USA wird darüber spekuliert, ob man den Ölpreis so weit drücken kann, dass das Regime im Iran an den fehlenden Einnahmen...

DWN
Deutschland
Deutschland Zehn Menschen ermordet: Hanau wird von beispiellosem Anschlag erschüttert

Im hessischen Hanau sind im Zuge einer der schwersten Gewalttaten der vergangenen Jahre in Deutschland bei Angriffen auf zwei Schischa-Bars...

DWN
Politik
Politik Schwere Gefechte in Lugansk: Der Konflikt in der Ostukraine flammt wieder auf

In den vergangenen Tagen ist es im Osten der Ukraine zwischen der ukrainischen Armee und von Russland gesteuerten Truppen erneut zu...

DWN
Finanzen
Finanzen Apple war erst der Anfang: In den globalen Lieferketten bricht Chaos aus

Die wegen des Coronavirus veröffentlichte Gewinnwarnung Apples dürfte nur die Spitze des Eisberges sein. In den mit China verbundenen...

DWN
Finanzen
Finanzen Solarbranche in der Flaute: Wacker Chemie muss mehr als tausend Stellen streichen

Das Chemieunternehmen Wacker muss mehr als 1000 Arbeitsplätze streichen. Grund dafür ist die Krise der deutschen Solarbranche, welche...

DWN
Finanzen
Finanzen Daimler stellt überraschend Konzern-Leitung um: Källenius kontrolliert Pkw-Sparte künftig direkt

Bei Daimler hat es einen überraschenden Umbau der Konzernleitung gegeben. CEO Källenius baut seinen Einfluss auf die Sparten Pkw und Vans...

DWN
Politik
Politik „Weder rechts noch links“: Ein Mitglied des inneren Zirkels der Gelbwesten berichtet

Im November 2018 waren sie zum ersten Mal bei einer großen Demonstration in Frankreich zu sehen: Die Gelbwesten. Seitdem sind sie bei...

celtra_fin_Interscroller