Fracking gescheitert: Letzter US-Konzern zieht aus Polen ab

Der US-amerikanische Energie-Riese ConocoPhillips will seine Schiefergasförderung in Polen einstellen. Die Gasfelder in Polen seien nicht rentabel genug, so der Polen-Chef von ConocoPhillips. Zuvor hatten bereits die Energie-Konzerne Chevron, Exxon Mobil, Total und Marathon Oil ihre polnischen Bohrungen eingestellt.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Der US-Energiekonzern ConocoPhillips hat am Freitag mitgeteilt, dass er seine Schiefergasförder-Operationen in Polen einstellt. Die Gasfelder werden staatlichen polnischen Unternehmen überlassen. ConocoPhillips ist nach eigenen Angaben unzufrieden über die Ergebnisse bei der Gasförderung. Zuvor hatten auch die Energie-Riesen Chevron, Exxon Mobil, Total und Marathon Oil. Die CononoPhillips-Tochter Lane Energie hat in Polen seit 2009 rund 220 Millionen Dollar investiert.

„Wir verstehen die Enttäuschung, die mit diese schwierige Entscheidung ausgelöst hat (…) Leider konnten wir keinerlei kommerzielle Mengen an Erdgas vorfinden“, zitiert Reuters den Polen-Chef von ConocoPhillips, Tim Wallace. Was Wallace damit sagen will ist, dass die Investitionen sich nicht lohnen, weil die Kosten den Gewinn übersteigen.

Im Jahr 2011 sagte der damalige polnische Premier Donald Tusk, sein Land wolle sich von der russischen Energieabhängigkeit befreien. Deshalb soll in die Schiefergasindustrie investiert werden.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***