Finanzen

Asien: Anleger bleiben Vorsicht wegen Yuan-Abwertung

Lesezeit: 1 min
17.08.2015 12:10
Investoren in Asien sehen die Entwicklung der chinesischen Landeswährung Yuan skeptisch. Die Anleger hielten sich Händlern zufolge zurück, weil sie damit rechnen, dass der Yuan langfristig weiter fällt. Zunächst blieb dieser nach den Abwertungen der Vorwoche stabil.
Asien: Anleger bleiben Vorsicht wegen Yuan-Abwertung

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Unterschiedliche Nachrichten haben am Montag die Börsen in Fernost beschäftigt. Während in Japan Anleger erleichtert darauf reagierten, dass die Wirtschaftsleistung zuletzt weniger stark als erwartet eingebrochen war, schauten Investoren im Rest Asiens vor allem auf die Entwicklung der chinesischen Landeswährung Yuan. „Anleger halten sich zurück, weil sie damit rechnen, dass der Yuan langfristig weiter fällt“, sagte Steven Leung, Direktor beim Wertpapierhändler UOB Kay Hian. Der Yuan hielt sich zum Wochenstart nach den mehrfachen Abwertungen der Vorwoche allerdings stabil. Zudem belastete der schwächelnde Ölpreis die exportorientierten asiatischen Volkswirtschaften.

Der Euro hielt sich im fernöstlichen Handel zum Dollar bei 1,1108 stabil. Zum Yen lag die US-Währung mit 124,39 Yen wenig verändert.

Der Nikkei der 225 führenden Werte schloss mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 20.620 Punkte. Der breiter gefasste Topix legte ebenfalls 0,5 Prozent auf 1672 Zähler zu. Auch die Börsen in Shanghai und Australien gehörten zu den Gewinnern. Im Gegensatz dazu verzeichneten Taiwan, Hongkong, Singapur und Südkorea Verluste. Dies ließ den MSCI-Index asiatischer Werte außerhalb Japan um fast 0,9 Prozent fallen.

In Japan bestimmten die neuen Konjunkturdaten den Handel. Im zweiten Quartal war das Wachstum um 1,6 Prozent eingebrochen. Allerdings hatten Experten im Schnitt sogar mit einem Minus von 1,9 Prozent gerechnet und reagierten entsprechend erleichtert. „Es gibt zwar Bedenken mit Blick auf die Konsumstimmung, gleichzeitig herrscht aber auch die Erwartung, dass die Regierung weitere Unterstützungsmaßnahmen einleiten wird“, sagte Analyst Hikaru Sato von der japanischen Investmentbank Daiwa Securities. Vor allem Finanzwerte profitierten davon. So gewann der Versicherer Japan Nipponkoa Holdings 1,5 Prozent.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Verbraucher im Winterschlaf: Umsatz der Möbelhersteller bricht ein
28.02.2024

Bei der Anschaffung von Möbeln waren die Verbraucher 2023 sehr knauserig. Das Geschäft mit Wohnmöbeln lief deutlich schlechter als im...

DWN
Finanzen
Finanzen Rekordjahr für die Allianz
28.02.2024

Deutschlands größter Versicherungskonzern erwirtschaftete 2023 so hohe Gewinne wie noch nie. Vor allem die Gesundheitssparte überzeugt....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Signa-Pleite: Sind 680 Millionen Euro Steuergelder für Galeria Karstadt Kaufhof futsch?
27.02.2024

Die Folgen der Pleite von Signa und des Immobilienimperiums rund um den österreichischen Investor Réne Benko zieht weitere Kreise....

DWN
Finanzen
Finanzen Ist Bitcoin das bessere Gold?
27.02.2024

Dank der neuen ETFs fließen immer größere Summen in Bitcoin – neue Preisrekorde sind schon in Sicht. Gold bleibt dagegen trotz hoher...

DWN
Immobilien
Immobilien Heizungsförderung 2024: Anträge für den Heizungstausch ab heute möglich
27.02.2024

Bis zu 70 Prozent Förderung gibt es vom Staat für eine neue klimafreundlichere Heizung. Ab heute können entsprechende Anträge bei der...

DWN
Technologie
Technologie Deshalb könnte sich der Wasserstoff-Hype als Blase herausstellen
27.02.2024

Wasserstoff sorgt weltweit als saubere Energiequelle für Aufmerksamkeit. Doch nun mehren sich Stimmen, die vor einer potenziellen Blase...

DWN
Technologie
Technologie Studie: Autozulieferer und Ladenetz Einfallstor für Hackerangriffe
27.02.2024

Die Elektroautobranche wird vom US-amerikanischen Konzern Tesla und dem chinesischen Autobauer BYD bestimmt. Deutsche Autobauer hinken aus...

DWN
Panorama
Panorama GfK: Deutsche Verbraucher bleiben sparsam
27.02.2024

Sparen hat derzeit bei deutschen Verbrauchern oberste Priorität. Das ergab die neueste Erhebung der Marktforschungsinstitute GfK und NIM....