Politik

Finnland: Aggression gegen Flüchtlinge wegen hoher Arbeitslosigkeit

Lesezeit: 1 min
27.09.2015 01:09
Finnland erwartet bis zum Ende des Jahres insgesamt 50.000 Flüchtlinge. Die Asylbestimmungen für Iraker sind in Finnland weitaus liberaler als in Schweden. Doch wegen der hohen Arbeitslosigkeit herrscht eine aggressive Stimmung gegen die Flüchtlinge.
Finnland: Aggression gegen Flüchtlinge wegen hoher Arbeitslosigkeit

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Wie Liveleak berichtet, sollen sich in Finnland derzeit 14.000 Flüchtlinge aufhalten, die über Schweden und Russland in das Land eingereist sein sollen. Bis zum Ende des Jahres soll die Anzahl der Flüchtlinge auf 50.000 ansteigen. Deutschland erwartet bis Ende 2015 insgesamt 800.000 Flüchtlinge.

Eine Sprecherin der finnischen Botschaft sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „Die Flüchtlinge kommen nicht aus oder über Russland, sondern über Schweden. Die meisten von ihnen wollen nicht in Schweden bleiben, weil in Finnland die Asylbestimmungen den Irakern gegenüber weitaus liberaler sind. Viele haben auch Verwandte, die früher nach Finnland gekommen sind. Es gibt auch Syrer unter den Flüchtlinge. Bis zum Ende des Jahres erwarten wir 50.000 Flüchtlinge, derzeit haben wir 13.000 Flüchtlinge im Land.“

In Finnland hat es Medienberichten zufolge am Donnerstagabend Übergriffe auf Flüchtlinge gegeben. Im südfinnischen Lahti wurde dem Fernsehsender YLE zufolge ein Bus mit Flüchtlingen mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen.

Die Sprecherin der finnischen Botschaft bestätigte die Vorfälle und erklärte: „In der südfinnischen Stadt Lahti ist es tatsächlich zu Angriffen gegen Flüchtlinge gekommen. Bei den Aggressoren handelt es sich um eine kleine Gruppe frustrierter junger Männer. Die Gesamtarbeitslosigkeit im Land beträgt zehn Prozent und auch die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch. Deshalb gibt es insbesondere innerhalb der jungen männlichen Bevölkerung Spannungen.“

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Die derzeitigen Währungen sind weich wie Schnee - Gold bleibt bestehen!

Passend zur Jahreszeit schmelzen die bestehenden Währungen durch die Inflation wie Schnee. Setzen auch Sie auf nachhaltigen Werterhalt...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Institut erwartet jahrelange „Stagflation“ in Europa

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) warnt vor einer langen Phase wirtschaftlicher Stagnation in Europa. Es riecht nach...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Krise: Medienberichte heizen Spannungen weiter an

Die Krise rund um die Ukraine verschärft sich. Auffallend ist, dass einzelne Akteure die Eskalation vorantreiben, während andere offenbar...

DWN
Politik
Politik Serdar Somuncu: Corona-Politik der Bundesregierung ist gescheitert

Der Satiriker Serdar Somuncu rechnet mit der Corona-Politik der Bundesregierung ab. Im Rausch zunehmend wirkungsloser und...

DWN
Finanzen
Finanzen Das Ende der lockeren Geldpolitik: Kommt 2022 der Börsencrash?

Die US-Notenbank plant den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik. Die Finanzmärkte blicken mit Sorge auf die drohende Zinserhöhung. Kommt...

DWN
Deutschland
Deutschland Habeck kündigt staatliche Förderung für effiziente Gebäude auf - Branche reagiert entsetzt

Wirtschaftsminister Robert Habeck hat die Förderung plötzlich wegen Überlastung gestoppt. Der Schritt zeigt, welche enormen Kosten im...

DWN
Deutschland
Deutschland Amoklauf in Heidelberg: Junge Frau getötet

In Heidelberg ist es Medienberichten zufolge zu einem Amoklauf gekommen.

DWN
Finanzen
Finanzen Bundesbank warnt vor „außerordentlich hoher“ Inflation in Deutschland

Die Bundesbank rechnet mit Blick auf das Jahr mit einer starken Geldentwertung.

DWN
Finanzen
Finanzen War es gut für Europa, den Zins zu erlauben?

Kann man jemandem Schuldzinsen einfach aufdrücken? Darüber wurde schon im antiken Griechenland gestritten – und die Diskussion setzt...