IWF sieht hohe Risiken bei Österreichs Banken

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
15.12.2015 01:22
Auf Wunsch des IWF müssen die österreichischen Banken ihre Kapitalpuffer aufstocken. In Osteuropa drohen den österreichischen Banken Verluste durch eine staatlich angeordnete Zwangskonvertierung von Schweizer Franken in lokale Währungen.
IWF sieht hohe Risiken bei Österreichs Banken

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Österreichs Banken müssen ihre Kapitalpolster nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) weiter aufstocken. Die Eigenkapitalpuffer der großen Institute seien zwar verbessert worden, im Vergleich zu anderen Geldhäusern aber weiterhin dünn, teilte der IWF am Montag mit. Zudem seien die Banken nach wie vor in politisch und wirtschaftlich riskanten Ländern aktiv. Als Beispiel führte der IWF die von den Banken vergebenen Kredite in Schweizer-Franken an. In einigen osteuropäischen Ländern drohen den Instituten Verluste durch eine staatliche angeordnete Zwangskonvertierung von Schweizer Franken in lokale Währungen. Die Geldhäuser sollten daher daran arbeiten, um drohende Risiken zu mildern.

Auch Notenbank-Gouverneur Ewald Nowotny hält höhere Eigenkapitalquoten für die Institute für wünschenswert. Allerdings müsse auch die Art des Geschäftsmodells berücksichtigt werden. „Die österreichischen Banken sind typischerweise Banken, die im traditionellen Bankgeschäft tätig sind, also im Einlagen- und Kreditgeschäft. Das sind keine großen Investmentbanken“, sagte er.

Die drei Großbanken Erste Group, Raiffeisen Bank International (RBI) und die UniCredit -Tochter Bank Austria zählen zu den größten Kreditgebern in Osteuropa. Die Institute wälzen derzeit Sparpläne. Die RBI hat den Rückzug aus einigen Märkten angekündigt, nachdem im vergangenen Jahr erstmals ein Verlust geschrieben wurde. Die Bank Austria prüft den Verkauf ihres rote Zahlen schreibenden Filialgeschäftes. Zudem muss sie den Osteuropa-Sitz an den Mutterkonzern abgeben. „Die organisatorische Seite ist das eine, die Beschäftigung selber, zum Beispiel für die Ostkompetenz wird sicherlich in Österreich bleiben“, sagte Nowotny. Die Diskussion über das Österreich-Geschäft sei noch nicht abgeschlossen. Grundsätzlich sieht er die Beschäftigung im Bankbereich zurückgehen. „Das ist ein Prozess, der schon vor einiger Zeit eingesetzt hat.“


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Teurer „Green Deal“: Tiefe Gräben zwischen Nettozahlern und Kommission um künftige EU-Beiträge

In den Verhandlungen um die künftigen EU-Beiträge sind die Fronten verhärtet. Auf der einen Seite stehen die Nettozahler wie...

DWN
Politik
Politik DWN EXKLUSIV: Syrien-Offensive: Nato unterstützt die Türkei über Twitter, aber das war’s auch schon

Die Nato hat sich mit einem Twitter-Video angesichts der türkischen Offensive in Syrien mit der Türkei solidarisiert. Mehr Unterstützung...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Diamanten-Geschäft bricht weltweit ein

Das weltweite Diamanten-Geschäft befindet sich in einer äußerst schwierigen Phase: So ist der der Umsatz des größten russischen...

DWN
Technologie
Technologie IOTA - die Währung der Maschinen wird zum Angriffsziel von Hackern

Die Kryptowährung IOTA, die das selbständige Bezahlen zwischen vernetzten Geräten und Maschinen ermöglichen soll, ist zum Angriffsziel...

DWN
Finanzen
Finanzen Argentinien stolpert von Bankrott zu Bankrott: Ein Lehrstück für die verheerende Politik des IWF

Die Dauerkrise in Argentinien kann als Paradebeispiel der neoliberalen und oftmals kontraproduktiven Interventionen des Internationalen...

DWN
Politik
Politik Erdgas-Streit mit der Türkei: Frankreich entsendet Flugzeugträger nach Zypern

Im Streit zwischen der Türkei einerseits und Zypern und der EU andererseits um Erdgasvorkommen vor der Mittelmeerinsel spitzt sich die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Manipulieren die USA und Saudi-Arabien den Ölpreis, um den Iran in den Bankrott zu treiben?

In den USA wird darüber spekuliert, ob man den Ölpreis so weit drücken kann, dass das Regime im Iran an den fehlenden Einnahmen...

DWN
Deutschland
Deutschland Zehn Menschen ermordet: Hanau wird von beispiellosem Anschlag erschüttert

Im hessischen Hanau sind im Zuge einer der schwersten Gewalttaten der vergangenen Jahre in Deutschland bei Angriffen auf zwei Schischa-Bars...

DWN
Politik
Politik Schwere Gefechte in Lugansk: Der Konflikt in der Ostukraine flammt wieder auf

In den vergangenen Tagen ist es im Osten der Ukraine zwischen der ukrainischen Armee und von Russland gesteuerten Truppen erneut zu...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Wintershall und Gazprom beginnen mit Gasförderung in der Nordsee

Ein Joint Venture aus Wintershall und Gazprom hat damit begonnen, in der südlichen Nordsee Erdgas zu fördern.

DWN
Finanzen
Finanzen Apple war erst der Anfang: In den globalen Lieferketten bricht Chaos aus

Die wegen des Coronavirus veröffentlichte Gewinnwarnung Apples dürfte nur die Spitze des Eisberges sein. In den mit China verbundenen...

DWN
Finanzen
Finanzen Solarbranche in der Flaute: Wacker Chemie muss mehr als tausend Stellen streichen

Das Chemieunternehmen Wacker muss mehr als 1000 Arbeitsplätze streichen. Grund dafür ist die Krise der deutschen Solarbranche, welche...

DWN
Finanzen
Finanzen Daimler stellt überraschend Konzern-Leitung um: Källenius kontrolliert Pkw-Sparte künftig direkt

Bei Daimler hat es einen überraschenden Umbau der Konzernleitung gegeben. CEO Källenius baut seinen Einfluss auf die Sparten Pkw und Vans...

DWN
Politik
Politik „Weder rechts noch links“: Ein Mitglied des inneren Zirkels der Gelbwesten berichtet

Im November 2018 waren sie zum ersten Mal bei einer großen Demonstration in Frankreich zu sehen: Die Gelbwesten. Seitdem sind sie bei...

celtra_fin_Interscroller