Schäuble: In diesem Jahr keine neue Griechenland-Krise

Bundesfinanzminister Schäuble sagt vorher, dass es in diesem Jahr keine neue Griechenland-Krise geben werde. Dass es anderswo in Europa keine Krise geben werde, wollte Schäuble dagegen nicht ausschließen. Er rät Deutschland, den anderen Ländern keine Ratschläge zu erteilen.

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat sich zuversichtlich zu den Chancen einer Einigung zwischen der Regierung in Athen und den Geldgebern über notwendige Reformschritte gezeigt. „Wir werden dieses Jahr keine große Griechenland-Krise kriegen“, sagte Schäuble am Dienstag in Berlin. Griechenland mache auch Fortschritte. Ingesamt stehe Europa vor vielen großen Herausforderungen. „Ich kann nicht vorhersagen, ob die Krise noch größer wird“, sagte der CDU-Politiker. Am Ende werde Europa aber dennoch Schritt für Schritt vorankommen.

Schäuble verteidigte die Regierung in Ankara gegen Kritik aus Europa an der türkischen Flüchtlingspolitik. Die Türkei habe doppelt so vielen Flüchtlingen Zuflucht gewährt wie ganz Europa, sagte Schäuble am Dienstag vor der Schwarzkopf Stiftung in Berlin. „Die Türkei behandelt Flüchtlinge aus Syrien nicht so schlecht“, sagte er, besser jedenfalls als manche europäische Länder. „Europa hat keinen Grund zur Arroganz.“

Den Deutschen empfahl Schäuble zudem, etwas sensibler umzugehen mit ihren EU-Partnern in der Flüchtlingsfrage. „Uns Deutschen tut es nicht so furchtbar gut, den anderen zu sagen, was sie tun sollen“, sagte er. Bei Frankreich beispielsweise müsse man sehen, dass das Land immer noch an der Erblast seiner früheren kolonialen Vergangenheit trage, insbesondere des Algerien-Krieges. Zudem hätten die Terroranschläge der jüngsten Vergangenheit in Frankreich tiefe Spuren hinterlassen.

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