Politik

Griechenland: Schleuser bringen Flüchtlinge von der Türkei nach Italien

Lesezeit: 1 min
01.06.2016 18:44
Nach der Schließung der Balkan-Route entsteht offenbar eine neue Flüchtlings-Route. Griechische Behörden berichten, dass Schleuser Flüchtlinge aus der Türkei vermehrt über Kreta nach Italien transportieren.
Griechenland: Schleuser bringen Flüchtlinge von der Türkei nach Italien

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Nach der Schließung der Balkanroute versuchen  internationale Schleuserbanden offenbar zunehmend, Flüchtlinge aus der Türkei über Kreta nach Italien zu bringen. Inzwischen gebe es mehrere Beweise dafür, meldet die griechische Küstenwache in einer Mitteilung. Am Vortag waren 113 Migranten aus verschiedenen Staaten des Nahen Ostens – darunter 33 Kinder – nach einer Havarie eines kleinen Schiffes an einem Strand auf der griechischen Insel Kreta angekommen. Bereits am vergangenen Freitag hatte die griechische Küstenwache 65 Migranten gerettet, deren Boot östlich von Kreta in Seenot geraten war.

Die Menschen gaben den Behörden zufolge an, sie seien in der Türkei gestartet. Schleuser hätten ihnen versprochen, sie nach Italien zu bringen. Zwei Männer wurden als mutmaßliche Schleuser festgenommen. Sie stammten aus Kroatien und Montenegro, teilte die Polizei auf Kreta mit. Ihre Herkunft zeigt nach Ansicht des Offiziers der Küstenwache, dass internationale Schleuserbanden am Werk sind. Die Schleuserbosse mit Sitz in der Türkei bräuchten erfahrene Seeleute, die die Route von der Türkei nach Kreta und weiter bis nach Italien gut kennen, hieß es.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik G7-Gipfel verhängt weitere Sanktionen gegen Russland - keine Einigung bei Öl und Gold

Unter der Leitung der US-Regierung wird das Sanktionsregime gegen Russland ausgeweitet. Auf wichtigen Feldern besteht aber weiterhin...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energiekrise: Deutschland muss zittern - aber Russland mindestens genauso

Während Russland den Europäern schrittweise den Gashahn zudreht, ist der Kreml gezwungen, sich neue Absatzmärkte zu eröffnen. Aber das...

DWN
Deutschland
Deutschland Experte: Steigende Corona-Inzidenzen sind irrelevant

Die derzeit steigenden Infektionszahlen sieht ein Gesundheitsexperte gelassen. Minister Lauterbach warnt vor einer „Sommerwelle“.

DWN
Finanzen
Finanzen Sanktionen hindern Russland, Anleihezinsen zu bezahlen - erste Gläubiger betroffen

Den Ausschluss Russlands aus westlichen Finanztransaktionssystemen bekommen die ersten Investoren zu spüren.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt eine neue Weltordnung – und wie können Anleger reagieren?

Mit China und Russland bildet sich ein neuer Gegenpol zu den USA. Anleger können sich gegen die geopolitischen Risiken nicht bloß durch...

DWN
Deutschland
Deutschland Südwest-CDU fordert längeren Betrieb von Atomkraftwerken

Die CDU Baden-Württemberg fordert angesichts der Energie-Krise längere Laufzeiten für die letzten verbliebenen Kernkraftwerk in...

DWN
Technologie
DWN
Finanzen
Finanzen Zum ersten Mal seit 1918: Russland im Verzug mit Staatsschulden

Zuletzt sah sich Russland noch unter Lenin mit so einer Situation konfrontiert. Ein düsteres Zeichen für die weitere Entwicklung des...