Absturz von Unister-Chef: Im Geld-Koffer war Falschgeld

Der Absturz des Flugzeugs von Unister-Chef entwickelt sich zum Kriminalfall: Wagner soll auf ein windiges Geschäft mit einem Geschäftspartner aus Israel hereingefallen sein. Im Geld-Koffer mit den Schweizer Franken befand sich zum großen Teil Falschgeld.

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Der bei einem Flugzeugabsturz getötete Unister-Chef Thomas Wagner ist einem Bericht des Focus zufolge auf ein windiges Finanzgeschäft hereingefallen. Auf der Suche nach Kapitalgebern für seinen Internetkonzern habe Wagner sich auf einen sogenannten „Rip Deal“ eingelassen, berichtete das Magazin am Freitag vorab unter Berufung auf Justizkreise. Demnach nannte Wagners Lebensgefährtin Janka L. bei der Polizei Details zu dem Finanzgeschäft.

Dem Bericht zufolge lieh ein israelischer Geschäftsmann Wagner in Venedig gegen die Zahlung von 1,5 Millionen Euro insgesamt zwölf Millionen Euro. Wagner habe einen Koffer mit Schweizer Franken ausgehändigt bekommen und zur Überprüfung der Echtheit auch einen Schein in einem Automaten eingezahlt, berichtete Focus. Auf der Rückfahrt zum Flughafen sei ihm aber aufgefallen, dass nur die obersten Scheine im Koffer echt waren. Er sei daraufhin zur Polizei gegangen und habe Anzeige erstattet.

Auf dem Rückflug von Venedig nach Leipzig stürzte das Flugzeug mit Wagner, seinem Mitgesellschafter Oliver Schilling, dem Vermittler des Finanzgeschäfts namens Heinz B. und dem Piloten in Slowenien ab. An der Unfallstelle soll auch Bargeld gefunden worden sein.

Zu Unister gehören mehr als 40 Portale, unter anderem Fluege.de und Ab-in-den-Urlaub.de. Nach dem Tod von Gründer und Gesellschafter Wagner meldete die Unister Holding am Montag Insolvenz an – danach auch vier Tochterunternehmen.

Das zuständige Landeskriminalamt Sachsen äußerte sich nicht zu dem Fall. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden war am Freitag nicht zu erreichen.

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