Politik

Russland informiert USA über Giftgas-Einsatz von Söldnern

Lesezeit: 1 min
05.08.2016 00:34
Die BBC berichtet, dass Russland die USA über einen Giftgas-Angriff von Söldnern in Syrien informiert habe. Nach Informationen der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen hatten islamistische Söldner bereits im vergangenen Jahr Giftgas eingesetzt.
Russland informiert USA über Giftgas-Einsatz von Söldnern
Die syrische Armee hat die Söldner in Aleppo umzingelt. (Screenshot)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Syrien  
Russland  
USA  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Russland soll die USA darüber in Kenntnis gesetzt haben, dass die Söldner bei ihrem Angriff in Aleppo „giftige Substanzen“ eingesetzt haben könnten, berichtet die BBC. Islamistische Söldner der Gruppe Fatah Halab sollen im Südwesten von Aleppo im Stadtviertel Ramousseh Chlorgas eingesetzt haben, berichtet Al-Masdar News. Bei dem Chemiewaffen-Angriff kamen offenbar sieben Zivilisten ums Leben. Zwanzig weitere Personen sollen ins Krankenhaus transportiert worden sein. Südwest-Aleppo wird von der syrischen Regierung kontrolliert.

Ramousseh steht seit mehreren Tagen unter Beschuss durch die Söldner. Die Söldner wollen Ramousseh im Syrien-Konflikt erobern, um die westliche Hälfte der Stadt von dem Gebiet der Regierungstruppen auf dem Land zu trennen, berichtet der Guardian.

Ende April hatten Obama und Putin eine militärische und nachrichtendienstliche Kooperation in Syrien vereinbart.

Bereits im vergangenen Jahr kam es bei bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern der Terror-Miliz ISIS und islamistischen Söldnern zum Einsatz von Giftgas. „Wir haben die Fakten bestätigt, aber wir haben nicht die Verantwortlichen ermittelt", zitiert die Deutsche Welle einen Vertreter der  Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW).

Dass die gegen Assad kämpfenden Söldner Giftgas eingesetzt haben, hatte bereits vor zwei Jahren der investigative Journalist Seymour Hersh herausgefunden. Seine Erkenntnisse ergaben, dass Assad der Einsatz von Giftgas nicht nachgewiesen werden könne.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Umverteilung von Nord nach Süd nimmt Fahrt auf

Die EZB hat erneut viele Milliarden Euro in die hoch verschuldeten Staaten im Süden der Eurozone gepumpt. Dies geschieht auf Kosten von...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Trotz Energie-Notstand: Deutscher Versorger liefert Gas nach Marokko

Der zweitgrößte Energieversorger Deutschlands liefert Gas nach Marokko. Angesichts der gegenwärtigen Umstände ist der Deal politisch...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Insider: Großbritannien leitet kontaminiertes Gas in die EU

Großbritannien liefert verschmutztes, teilweise radioaktiv kontaminiertes, Gas in die EU. Es droht die Schließung wichtiger Pipelines.

DWN
Politik
Politik Wahlkampf in Italien: „Gott, Vaterland und Familie“

In Italien hat mittlerweile nach dem Sturz der Regierung von Mario Draghi der Wahlkampf begonnen. Schon jetzt zeigt sich, dass schwere...

DWN
Finanzen
Finanzen Der Immobilienboom ist vorbei – global und in Deutschland

Dem Immobilienboom in Deutschland sowie auch global geht die Luft aus. In einigen Regionen wird sogar ein massiver Einbruch der Preise...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft China: Handel mit Russland boomt

Obwohl das chinesische Wirtschaftswachstum unter der Corona-Politik und Immobilienkrise gelitten hat, legte das Exportwachstum im Juli zu.

DWN
Panorama
Panorama 75 Jahre Streit und Hass: Die Folgen der Teilung von Indien und Pakistan

Als die Briten ihre ehemalige Kolonie in Indien und Pakistan teilten, folgte Chaos und Blutvergießen mit bis zu einer Million Tote. Der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energie-Krise: Norwegen will keinen Strom mehr exportieren

Angesichts eigener Probleme erwägt Norwegen eine Begrenzung der Strom-Exporte ins Ausland. Das könnte die Energie-Krise europaweit...