Schweizer Banker wegen Verkaufs von Kundendaten nach Deutschland angeklagt

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
07.09.2016 01:36
Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen früheren Banker der UBS erhoben. Er hatte Informationen von Kunden an den deutschen Fiskus verkauft. Nun muss er sich unter anderem wegen Verletzung des Bankgeheimnisses und Wirtschaftsspionage verantworten.
Schweizer Banker wegen Verkaufs von Kundendaten nach Deutschland angeklagt

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Wegen des mutmaßlichen Verkaufs von Kundendaten an deutsche Steuerfahnder hat die Schweizer Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen früheren Angestellten der Großbank UBS erhoben. Dem Mann werde unter anderem die Verletzung des Bankgeheimnisses vorgeworfen, bestätigte die Behörde am Dienstag entsprechende Schweizer Medienberichte. Zudem wirft die Behörde dem Angeklagten Wirtschaftsspionage, die Verletzung des Geschäftsgeheimnisses und Geldwäsche vor.

Die Zeitungen "Tages-Anzeiger" und "Der Bund" hatten am Dienstag berichtet, der frühere UBS-Banker habe im Jahr 2012 Informationen über schwerreiche Bankkunden der Großbank an das Bundesland Nordrhein-Westfalen verkauft. Anhand dieser Daten konnten die Behörden in NRW demnach die Konten von 772 Stiftungen und 550 Privatpersonen identifizieren.

Die nordrhein-westfälischen Steuerbehörden haben mehrfach CDs mit Daten mutmaßlicher Steuerhinterzieher von Informanten gekauft. In der Folge zeigten sich mehr als 20.000 Steuerhinterzieher selbst an. Auch andere Bundesländer kauften Steuer-CDs.

Durch die Datenkäufe generierte der Fiskus allein in NRW in den vergangenen Jahren 2,1 Milliarden Euro an Mehreinnahmen. Das Bundesland erhielt zudem 300 Millionen Euro an Bußgeldern von der UBS und weitere hohe Millionensummen von anderen Schweizer Banken.


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Das Zeitalter der entfesselten Spekulation in der Altersvorsorge hat begonnen

Weil die privaten Altersvorsorge-Systeme keine Rendite mehr erwirtschaften können, erwägt die EU eine komplette Öffnung – auch und...

DWN
Politik
Politik SPD schließt Sarrazin aus - weil sie keine besseren Argumente hat

Die SPD wirft Thilo Sarrazin aus der Partei. Mit den Thesen des umstrittenen Autors setzt sich die Parteiführung nicht auseinander -...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldman Sachs beendet Zusammenarbeit mit rein „weißen und männlichen“ Vorständen

Um die Vielfalt zu fördern, will die US-Investmentbank Goldman Sachs keine Börsengänge von Unternehmen mehr begleiten, deren...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Geringes Wirtschaftswachstum treibt Arbeitslosenzahlen weltweit in die Höhe

Die Konjunktur kühlt sich global immer mehr ab und wirkt sich in vielen Bereichen negativ aus. Die Weltarbeitsorganisation (ILO) rechnet...

DWN
Politik
Politik Nach Berliner Libyen-Konferenz: Wird die deutsche Außenpolitik ein Opfer ihres eigenen Erfolges?

Die von Deutschland initiierte Libyen-Konferenz war ein Erfolg. Doch hat sich die Bundesregierung damit selbst unter Zugzwang gesetzt. Denn...

DWN
Deutschland
Deutschland Daimler dementiert Pressebericht: Keine Kürzung des Absatzziels für Elektro-SUV

Die Ereignisse beim deutschen Autobauer Daimler überschlagen sich derzeit: Erst verkündete der Vorstand eine weitere Gewinnwarnung, dann...

DWN
Politik
Politik Entscheidung gefallen: SPD schließt Sarrazin aus der Partei aus

Die SPD hat den ehemaligen Bundesbanker Thilo Sarrazin aus der Partei ausgeschlossen.

DWN
Technologie
Technologie 5G: Großbritannien spielt immer noch mit dem Gedanken, Huawei ins Land zu holen

Huawei könnte nun doch einen Zugang zum britischen 5G-Netz erhalten. Zumindest planen dies einige Regierungsbeamte in London. Die USA sind...

DWN
Finanzen
Finanzen Trotz Iran-Konflikt: Saudi-Arabien begibt milliardenschwere Anleihen

Trotz der regionalen Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt, hat Saudi-Arabien Anleihen im Wert von fünf Milliarden US-Dollar...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Lagarde lässt sich nicht beirren: Niedrigzinsen bleiben

Christine Lagarde hat eine strategische Überprüfung des EZB-Kurses angekündigt. In Sachen Geldpolitik bleibt jedoch unter der neuen...

DWN
Deutschland
Deutschland Umweltschützer fordern Erhöhung von Diesel-Preis um 53 Cent, Behörde um 70 Cent

Nach Vorstellungen des Umweltverbands BUND soll sich der Literpreis für Diesel bis 2030 um 53 Cent verteuern. Das Umweltbundesamt fordert...

DWN
Finanzen
Finanzen Deutscher Ökonom appelliert an Europas Machthaber: Niedrigzinsen stoppen, Haushalts-Disziplin einhalten

Der deutsche Ökonom und Denkfabrik-Chef Daniel Gros richtet einen dringenden Appell an Europas Entscheider: Stoppt endlich die...

DWN
Politik
Politik Russland und Syrien führen gemeinsames Manöver im Mittelmeer durch

Im östlichen Mittelmeer haben Russland und Syrien ein Seemanöver durchgeführt.

DWN
Politik
Politik Saudischer Kronprinz hackt Handy von Amazon-Chef Bezos

Der saudische Kronprinz Bin Salman hat offenbar das Handy von Amazon-Chef Bezos gehackt.

celtra_fin_Interscroller