Finanzen

Über ein Drittel der Amerikaner besitzt keine Ersparnisse

70 Prozent der Amerikaner verfügen über Ersparnisse von 1000 Dollar oder weniger. Wenn der Aktien-Markt einbricht, droht eine massive Renten-Krise.
17.10.2016 01:51
Aktualisiert: 17.10.2016 01:51
Lesezeit: 1 min

In den USA sind große Teile der Bevölkerung akut von Armut bedroht. Wie aus einer aktuellen Umfrage unter mehr als 7.000 US-Bürgern hervorgeht, haben 34 Prozent überhaupt keine Ersparnisse, berichtet die Zeitung USA Today. 69 Prozent aller Befragten verfügten über Ersparnisse von 1.000 Dollar oder weniger. Im vergangenen Jahr gaben noch 62 Prozent an, über 1.000 Dollar oder weniger zu verfügen.

11 Prozent der Befragten besitzen zwischen 1.00 und 4.999 Dollar, während 4 Prozent zwischen 5.000 Dollar und 9.999 Dollar haben. Etwa ein Sechstel (15 Prozent) verfügte über 10.000 Dollar.

Bemerkenswert ist die hohe Zahl an Menschen, die zwar gut verdienen – denen aber trotzdem nicht mehr als 1.000 Dollar an Ersparnissen bleiben. So gaben 29 Prozent jener Personen – die mehr als 150.000 Dollar pro Jahr verdienen – an, dass ihre Ersparnisse unter 1.000 Dollar lägen. Etwa 44 Prozent aus der Einkommensgruppe zwischen 100.000 und 149.999 Dollar bestätigten dies. In der Gruppe der Bürger mit niedrigem Einkommen bis 25.000 Dollar pro Jahr verfügten 72 Prozent über 1.000 Dollar oder weniger.

Die Zahlen deuten nicht nur massive kommende Verwerfungen im Rentensystem an, sondern auch eine grundlegende ökonomische Schwäche. Wenn nämlich ungefähr 70 Prozent aller US-Bürger weniger als 1.000 Dollar besitzen, ist Wirtschaftswachstum nur noch über eine Ausweitung der Kreditvergabe möglich, wie es im US-amerikanischen kreditfinanzierten Wirtschaftsmodell seit Jahren betrieben wird. Die Zahlen deuten außerdem darauf hin, dass sehr viele Menschen entweder nicht genug verdienen, um Ersparnisse zu bilden – oder dass sie im Vertrauen auf den nächsten Lohnbescheid von Monat zu Monat leben.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Finanzen
Finanzen Saab-Aktie: Neue Drohnenkiller-Rakete Nimbrix soll den Markt revolutionieren
31.08.2025

Saab hat eine neue Waffe entwickelt, die Drohnen und ganze Schwärme zerstören soll. Mit dem Projekt „Nimbrix“ hofft der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Zwischen Stagnation und Rezession: Was es konkret heißt, dass die deutsche Wirtschaft schrumpft
31.08.2025

Deutschlands Wirtschaft steckt weiter fest: Das Bruttoinlandsprodukt schrumpft stärker als erwartet, die Rezession dauert an. Während...

DWN
Immobilien
Immobilien House Flipping: Wie Sie mit sanierungsbedürftigen Objekten Geld machen können
31.08.2025

Der USA-Trend findet auch hierzulande immer mehr Anklang: Beim House Flipping geht es darum, möglichst günstig Immobilien zu erwerben,...

DWN
Technologie
Technologie Fachkräftemangel? Roboter bauen schon heute Häuser – schneller, günstiger, sicherer
31.08.2025

Die Baustelle der Zukunft: Roboter, Drohnen und autonome Helfer übernehmen Aufgaben rund um den Bau – präzise, effizient und 24 Stunden...

DWN
Politik
Politik Was will Trump, der „amerikanische Erdogan“?
31.08.2025

Donald Trump greift die Fed und Amerikas Institutionen frontal an – mit Folgen, die weit über die USA hinausreichen. Droht Europa ein...

DWN
Politik
Politik Trump-Krise: Rebellion im Herzen der MAGA-Bewegung
31.08.2025

Donald Trump sieht sich mit der größten internen Rebellion seiner Amtszeit konfrontiert. Der Epstein-Skandal droht, seine Machtbasis in...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienerwerb: Umfrage offenbart Wissenslücken beim Immobilienkauf
31.08.2025

Der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung kann schnell Hunderttausende Euro kosten, doch viele Menschen kennen wichtige Bedingungen nicht....

DWN
Finanzen
Finanzen Polen setzt auf Atomenergie: Orlen verspricht den Bau des ersten SMR-Reaktor Europas
31.08.2025

Polen baut Europas ersten Small Modular Reactor (SMR) vom Typ BWRX-300. Während Warschau auf Kernkraft setzt, könnte Deutschland bald...