Politik

Tsipras baut Regierung um: Privatisierungs-Gegner muss gehen

Lesezeit: 1 min
04.11.2016 22:53
Alexis Tsipras baut seine Regierung um. Wichtigste Neuerung: Ein prononcierter Privatisierungs-Gegner muss gehen.
Tsipras baut Regierung um: Privatisierungs-Gegner muss gehen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras hat sein Kabinett umgebildet, um die mit den internationalen Gläubigern vereinbarten Reformen zu beschleunigen. Dabei werde Finanzminister Euklid Tsakalotos seinen Posten behalten, sagte eine Regierungssprecherin am Freitagabend. Dagegen wird Energie-Minister Panos Skourletis – der sich offen als Privatisierungs-Gegner gezeigt hatte – durch Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis ersetzt. Tsipras' Wirtschaftsberater Dimitris Liakos wird in Zukunft für die Umsetzung des Austeritätsprogramms zuständig sein. Die EU-Länder haben ein bis zu 86 Milliarden Euro großes Rettungspaket geschnürt, für das sie im Gegenzug Reformen verlangen.

Zuletzt hat die griechische Regierung einige Privatisierungsvorhaben umgesetzt, die von den Gläubigern als Bedingung für neue Kredite verlangt worden waren: So wurde ein großer Anteil des griechischen Stromnetzes an einen Staatsfonds aus China verkauft. Ein illegales Flüchtlingslager ging an einen arabisch-türkischen Investor.

Die Zustände in den Flüchtlingslagern auf den Inseln sind menschenunwürdig. Zuletzt haben Flüchtlinge und Migranten aus Verzweiflung Teile eines Lagers in Brand gesteckt, weil sie monatelang auf die Bearbeitung ihres Asylantrags warten mussten. Die EU hat daraufhin ihre Aslyagentur von Lesbos abgezogen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft TurkStream-Pipeline: Lizenzentzug durch neue Sanktionen

Die kürzlich beschlossenen schärferen Sanktionen gegen Russland haben Folgen für die TurkStream-Pipeline. Der Gaspipeline wurde die...

DWN
Politik
Politik Am Tag der deutschen Einheit: Polen fordert Reparationen von Deutschland

Polen hat seine Drohung gegen Deutschland wahr gemacht. Das Land fordert jetzt offiziell Reparationszahlungen aufgrund des Zweites...

DWN
Deutschland
Deutschland Regierungsberater warnen: Das Sozialsystem ist gefährdet

Die Finanzierbarkeit der deutschen Sozialkassen steht auf dem Spiel, warnen Regierungsberater. Für die nächsten Generationen könnte das...

DWN
Finanzen
Finanzen Warum der Dollar unter Druck immer stärker wird

Trotz zügelloser Inflation und gebremstem Wachstum wird der US-Dollar immer stärker. Das verblüfft sogar viele Experten.

DWN
Finanzen
Finanzen Credit Suisse: Kreditausfallversicherungen steigen sprunghaft an

Der neue Chef von Credit Suisse versucht, die Märkte zu beruhigen, nachdem die Kosten ihrer Kreditausfallversicherungen auf den höchsten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Navigation durch eine Welt im Schock

Machen wir uns nichts vor: Wir leben nicht länger in einer stabilen, regelgestützten Weltordnung. Die Tage der Unipolarität und des...

DWN
Finanzen
Finanzen Zollfreilager für Edelmetalle: Lohnt sich das für Privatanleger?

Mit der Lagerung im Zollfreilager sparen Privatanleger die Mehrwertsteuern auf die Weißmetalle Silber, Platin und Palladium. Ein guter...

DWN
Technologie
Technologie Boeing: Der Traum vom unbemannten E-Flugtaxi

Der US-Flugzeughersteller Boeing hat ein Konzept ausgearbeitet, wonach es in Zukunft unbemannte E-Flugtaxis geben soll. Doch davor müssen...